Ein gutes Messer hält ein Leben lang

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Früher wurden die Dinge repariert, heute kauft man sie neu. So ist das eben in unserer Konsumgesellschaft, in der wir an jeder Ecke zum Kaufen angeregt werden. Schade eigentlich – denn viele Alltags- und Haushaltsgegenstände halten mit etwas Pflege ein Leben lang. Hierzu gehören beispielsweise Küchenmesser. Worauf es ankommt, sind lediglich eine gute Qualität und eine Klinge, die man nachschärfen kann.

Wie trennt sich die Spreu vom Weizen

Für den Laien ist das breite Feld des Messerangebots erst einmal sehr unüberschaubar. Neben den europäischen Produkten haben sich Japanmesser inzwischen auch bei uns durchgesetzt, zu den Traditionsmarken haben sich Non-Name-Hersteller unterschiedlichster Preisklassen gesellt. Zudem gibt es sie fast überall zu kaufen – im stationären Handel ebenso wie im Internet. Der Preis ist nicht unbedingt das verlässlichste Qualitätskriterium: Ein gutes Messer gibt es auch für wenig Geld, wie die deutsche Stiftung Warentest in einem Test vor zwei Jahren erst bestätigte.

Woran erkennt man dann Qualität? Es gibt vier wichtige Kriterien, an denen man diese festmachen kann:

1. Die Schärfe

Sie ist das wichtigste Qualitätskriterium, da ein Messer nur seinen Zweck erfüllen kann, wenn es scharf ist. Mit einem Stumpfen macht nicht nur das Kochen keinen Spaß, man schneidet sich zudem viel schneller an ihm. Ein hochwertiges Produkt ist am Anfang scharf, bleibt es aber auch lange und kann bei Bedarf problemlos nachgeschliffen werden. Ein Kennzeichen für die Schärfe ist der Härtegrad der Klinge. Denn je härter, desto länger bleibt das Messer scharf. Es sollte mindestens einen Härtegrad von 54 Rockwell haben.

2. Das Material

Für den Privatgebrauch empfehlen sich Küchenmesser aus rostfreiem Edelstahl. Dieser ist robust, langlebig und kann außerdem einfach mit einem Wetzstahl selbst wieder scharf geschliffen werden. Viele europäische Messer sind aus dem Spezialstahl Chrom-Molybdän-Vanadium-Stahl gefertigt, der seit 50 Jahren für Qualität steht und höchste Hygieneanforderungen erfüllt. Keramikmesser sind zwar pflegeleichter als solche aus Edelstahl, sie können aber brechen und sollten nur vom Fachmann geschliffen werden. Damaststahl, der sich durch seine besondere Maserung auszeichnet, ist zwar äußerst hochwertig, was sich auch in seinem Preis niederschlägt. Er ist aber rost-anfällig und muss mit dem Schleifstein nachgeschärft werden.

3. Die Verarbeitung

Ein Messer von Qualität ist geschmiedet, weil es dadurch perfekt ausbalanciert und zudem sehr solide ist. So kann es ein Leben lang halten. Ob ein Küchenmesser geschmiedet ist, erkennt man an einer Verdickung zwischen Klinge und Griff. Diese wird auch Kropf genannt. Wenn das Messer nicht komplett aus Stahl besteht, sollte man sich den Griff genauer ansehen. Sind Schale und Klingenerlen fugenlos miteinander verbinden, können sich hier keine Bakterien festsetzen.

4. Der Griff

Für den Messergriff sind Hartholz oder Kunststoff empfehlenswert. Holz ist ein natürlicher Rohstoff und liegt gut in der Hand, es neigt aber zum Quellen und darf daher keinesfalls in die Spülmaschine. Ein Kunststoffgriff sollte ergonomisch geformt sein – das verhindert, dass man abrutscht.
Diese vier Kriterien bieten eine sehr gute Orientierung für die Bewertung der Qualität beim Kauf. Will man auf Nummer sicher gehen, kauft man aber am besten im Fachgeschäft oder in einem spezialisierten Onlineshop wie messerbox.com, wo man sich viel besser auf die Hochwertigkeit der Ware verlassen kann als beim Kauf im Supermarkt um die Ecke. Viele Hersteller, die ihre Ware in spezialisierten Shops anbieten, fertigen noch in alter Handwerkskunst Messer. Vielleicht können wir diese Qualität wieder mehr wertschätzen und hochwertige Küchenmesser auch entsprechend behandeln und nicht gleich wieder durch neuen ersetzen.

Etwas Pflege braucht es schon

Damit ein Messer tatsächlich ein Leben lang hält, braucht es etwas Pflege. Diese beginnt bei einem achtsamen Umgang mit der Klinge, während man das Messer benutzt. Als Schneidunterlager zu bevorzugen, sind Holz- und weiche Kunststoffbretter. Schiebt man etwas mit dem Messer vom Brett, sollte man immer den Klingenrücken dazu benutzen nie die scharfe Klingenseite. Nach Gebrauch reicht es, das Küchenmesser mit etwas handelsüblichem Spülmittel und fließendem, warmem Wasser abzuspülen. Damit sich die Klingen nicht abnutzen, bewahrt man sie besser in einem Messerblock oder an einer Magnetleiste auf als in einer Schublade, wo die einzelnen Messerscheiden aneinander reiben.

Foto/Video: Shutterstock

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