Mahi Klosterhafen, Albert Schweitzer Stiftung

Mahi Klosterhafen, Albert Schweitzer Stiftung

Auf der Suche nach Selbstverwirklichung gestalten viele Einzelne die Welt unaufhaltsam neu. Option lädt ein zum Schulterschluss und interviewt erfolgreiche „Selbstverwirklicher“.

„Unser Stiftungsteam orientiert sich an der Maxime Albert Schweitzers: Ehrfurcht vor dem Leben. Ich habe die Autobiografie von Gandhi gelesen. Gandhi hat darin berichtet, dass er sehr krank war und seine britischen Ärzte ihm sagten, er müsse Hühnerfleisch essen oder Hühnersuppe trinken – sonst würde er sterben. ­Gandhi entgegnete, dass er lieber sterben würde, als für den Tod eines anderen Lebewesens verantwortlich zu sein. Das hat mich zum Nachdenken gebracht und dazu geführt, dass ich mein Verhältnis zu den Tieren grundlegend hinterfragt habe. Von Anfang an war es mein Ziel, handfeste Resultate für die Tiere zu erwirken. Daraus ist eine ständige Suche danach entstanden, welche Hebel man wie betätigen muss, um am meisten zu erreichen. Dabei durfte ich sehr viel lernen und darf es immer noch. Dass ich inzwischen Teil eines Teams bin, das in Wirtschaft, Öffentlichkeit und Politik immer mehr an Einfluss gewinnt und wichtige Veränderungen anschiebt, begeistert mich jeden Tag aufs Neue. “

Tierschutz – Mahi Klosterhafen, Albert Schweitzer Stiftung: „Selbstverwirklichung bedeutet für mich, das auszuleben, was mich bewegt und antreibt: Ich halte den gängigen Umgang mit den sogenannten „Nutztieren“ für eine der großen historischen Ungerechtigkeiten und setze mich für Gerechtigkeit gegenüber den Tieren ein.“

Was bedeutet für Sie Selbstverwirklichung?
Selbstverwirklichung bedeutet für mich, das auszuleben, was mich bewegt und antreibt: Ich halte den gängigen Umgang mit den sogenannten „Nutztieren“ für eine der großen historischen Ungerechtigkeiten und setze mich für Gerechtigkeit gegenüber den Tieren ein.

Was stand am Anfang? Was war der zündende Impuls? Das Anliegen?
Ich habe die Autobiografie von Gandhi gelesen. Gandhi hat darin berichtet, dass er sehr krank war und seine britischen Ärzte ihm sagten, er müsse Hühnerfleisch essen oder Hühnersuppe trinken – sonst würde er sterben. Gandhi entgegnete, dass er lieber sterben würde als für den Tod eines anderen Lebewesens verantwortlich zu sein. Das hat mich zum Nachdenken gebracht und dazu geführt, dass ich mein Verhältnis zu den Tieren grundlegend hinterfragt habe. Ich wurde auf der Stelle Vegetarier und zwei Monate später Veganer. Schon bald darauf wollte ich mehr tun als „nur“ vegan zu leben und begann damit, mich im Tierschutz zu engagieren.

Welche Herausforderungen, Hindernisse galt es zu überwinden?
Vor allem Finanzielle. Ich konnte zwar nach meinem Studium für die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt arbeiten, doch es gab keine Spender und deshalb auch keine Einnahmen und kein Gehalt. Mein Erspartes reichte gerade so lange, bis wir genug Spenden erhalten hatten, um neben den Ausgaben für Projekte auch meine Bezahlung abdecken zu können.

Was ist das besondere bei Ihrem Unternehmen? 
Von Anfang an war es mein Ziel, handfeste Resultate für die Tiere zu erwirken. Daraus ist eine ständige Suche danach entstanden, welche Hebel man wie betätigen muss, um am meisten zu erreichen. Dabei durfte ich sehr viel lernen durfte und darf es immer noch. Dass ich inzwischen Teil eines Teams bin, das in Wirtschaft, Öffentlichkeit und Politik immer mehr an Einfluss gewinnt und wichtige Veränderungen anschiebt, begeistert mich jeden Tag aufs Neue.

Welchen Rat können Sie Anderen geben?
In meinem Berufsleben hat es sich für mich als sehr nützlich erwiesen, dass ich mich fast immer nur auf Dinge konzentriere, die ich verändern kann und mich kaum von Themen ablenken lasse, auf die ich ohnehin keinen Einfluss habe. Ich kann es sehr empfehlen, sich regelmäßig zu fragen, ob man die eigene Energie an der richtigen Stelle einsetzt.

Jetzt, nach erfolgreicher Umsetzung – wie fühlen Sie sich? Würden Sie sich das alles nochmals antun?
Manchmal blicke ich mit einem gewissen Stolz auf das zurück, was mein Team und ich geleistet haben. Aber vor allem bin ich nach wie vor ein Getriebener, der im Grunde erst ein paar Schritte auf einem langen Weg zurückgelegt hat. Würde ich das alles noch einmal tun? Ja klar, aber ich will weiter nach vorne und nicht zurück.

Mahi Klosterhafen, Albert Schweitzer Stiftung: albert-schweitzer-stiftung.de

Hier gehts zu den Porträts im Rahmen der Serie „Selbstverwirklichung“.

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