Martin Winkler, respekt.net

Martin Winkler, respekt.net

Auf der Suche nach Selbstverwirklichung gestalten viele Einzelne die Welt unaufhaltsam neu. Option lädt ein zum Schulterschluss und interviewt erfolgreiche „Selbstverwirklicher“.

„Bei mir hat mit Mitte 40 der Wunsch nach einem Beitrag als Staatsbürger zur Gesellschaft und Politik zugenommen, und daher habe ich mit Freunden die Initiative Respekt.net gegründet, um mit innovativen Ideen gesellschaftspolitisches Engagement zu erleichtern. Dazu zählen unsere Crowdfunding-Plattform Respekt.net, unsere Transparenz-Plattform MeineAbgeordneten.at und der jährliche Event zum Tag des Respekts. Im Juni 2014 starteten wir unsere Transparenz-Plattform SteuernZahlen.at. Alle unsere Projekte richten sich an die Crowd im Internet, um neuen Schwung in Politik und Gesellschaft zu bringen.“

Zivilgesellschaft – Martin Winkler, respekt.net: „Selbstverwirklichung ist für mich, Freude an der Umsetzung von eigenen Ideen mit Freunden zu erleben.“

Was bedeutet für Sie Selbstverwirklichung?
Wer das Glück hat einen spannenden Beruf zu finden und dem auch seine Familie viel Freude bereitet, der erkennt dennoch ein Leben außerhalb von Beruf und Familie mit dem man in ständiger Wechselwirkung steht. In der eigenen biografischen Entwicklung steht die Verwirklichung im Beruf und das Gründen der Familie zuerst im Vordergrund. Daraus konnte ich viele Energie und Kraft gewinnen und auch das Gefühl der Verwirklichung von eigenen Ideen und Wünschen. Bei mir hat dann mit Mitte 40 der Wunsch nach einem Beitrag als Staatsbürger zur Gesellschaft und Politik zugenommen und daher habe ich mit Freunden die Initiative Respekt.net gegründet. Selbstverwirklichung ist für mich Freude an der Umsetzung von eigenen Idee mit Freunden zu erleben.

Was stand am Anfang? Was war der zündende Impuls? Das Anliegen?
Am Anfang standen Erzählungen meiner Kinder aus der Schule, Themen an Elternabenden, die Kommunikation meiner Kinder mit Freunden in den USA via MySpace (heute von Facebook schon komplett verdrängt) und natürlich auch die täglichen Meldungen in Medien. Was soll man nun tun, wenn man etwas tun möchte? Was soll man unterstützen? Was gibt es eigentlich an engagierten Anliegen? Die zündende Idee war das Schaffen eines Marktplatzes für engagierte Ideen, um diese für Menschen wie mich sichtbar zu machen. Crowdfunding wurde als Methode erkannt, um gute Ideen leichter umsetzbar zu machen. Die Grundidee: Wenn man Engagement erleichtert, dann wird es mehr Engagement für wertvolle Anliegen geben.

Welche Herausforderungen, Hindernisse galt es zu überwinden?
Beim Start im Jahr 2009 gab es nicht viele Vorbilder für eine Crowdfunding-Plattform, vor allem keine mit gesellschaftspolitischen Schwerpunkt. Daher musste das Konzept dafür ausgearbeitet, eine Spezifikation erstellt, ein Software-Umsetzungspartner gefunden und vor allem auch alles getestet und schließlich abgenommen werden. Das wurde ziemlich schnell ziemlich viel Arbeit für unsere ehrenamtliche Runde. Da sind wir an die Grenzen des ehrenamtlichen Engagements geraten und mussten uns mit angestellten Mitarbeitern verstärken.

Was ist das besondere bei Ihrem Projekt? 
Wir haben einen gemeinnützigen Verein namens Respekt.net gegründet, um mit innovativen Ideen gesellschaftspolitisches Engagement zu erleichtern. Dazu zählen unsere Crowdfunding-Plattform Respekt.net, unsere Transparenz-Plattform MeineAbgeordneten.at und der jährliche Event zum Tag des Respekts. Im Juni 2014 starten wir unsere nächste Transparenz-Plattform SteuernZahlen.at. Alle unsere Projekte richten sich an die Crowd im Internet, um neuen Schwung in Politiik und Gesellschaft zu bringen.

Welchen Rat können Sie Anderen geben?
Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Umsetzung Ihrer Ideen und unterschätzen Sie die Mühen der Ebene nicht. Gerade dann darf das Geld nicht ausgehen, weil sonst wird aus einer guten Idee rasch ein kurzes Strohfeuer. Ob eine Sache sinnvoll ist und genug Nachfrage findet, braucht oft mehr Zeit als gedacht. Geduld ist dabei die wichtigste Tugend.

Jetzt, nach erfolgreicher Umsetzung – wie fühlen Sie sich? Würden Sie sich das alles nochmals antun?
Es gibt es gutes Gefühl, wenn man mit Freunden etwas erfolgreich umsetzen konnte. Es sind einfach schöne Erfahrungen, auch wenn es ein paar bittere Stunden dabei gegeben hat. Es stimmt wohl, dass viele Dinge nicht gemacht würden, wenn man sie nicht sträflich unterschätzen würde. In diesem Sinn ist es immer gut, wenn man seine Projekte mit etwas zu viel positivem Überschwang startet.

Martin Winkler, respekt.net: www.respekt.net

Hier gehts zu den Porträts im Rahmen der Serie „Selbstverwirklichung“.

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