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Akustische Betriebssysteme: „Künstliche Intelligenzen“ kommen ins Wohnzimmer

Wer den Film „Her“ gesehen hat, weiß, was die Zukunft bringt: Intelligente, akustische Betriebssysteme sollen uns in naher Zukunft den Alltag erleichtern. Erste Systeme in diese Richtung erobern gerade den US-amerikanischen Markt, allen voran bringt Amazons „Echo“ die virtuelle Mitbewohnerin „Alexa“ zu uns nach Hause.
Obwohl, eigentlich wohnt Alexa in der Cloud, auf den Servern des Onlineshop-Giganten und spricht nur mit uns, eben über die Bluetooth-Box Echo (Bild). Was sie uns aktuell zu sagen hat und wie sie uns helfen kann, ist zwar erst ein Anfang – jedoch mit erstaunlichem Potential, vor allem für Amazon: „Alexa, bitte bestelle Druckerpatronen nach.“ „Alexa, was steht heute in meinem Kalender?“ „Alexa, spiele Musik.“ Mehrere zehntausend Funktionen soll Alexa schon drauf haben.
Das akustische Betriebssystem ist die logische Fortführung bisheriger Bildschirm basierter Systeme wie Windows oder iOS. Zugleich ziehen damit die bereits existierenden Sprachassistenten wie Siri (Apple) und Google (Android) vom Handy in unseren Wohnraum, oder besser: Künftig sind sie einfach überall. Denn inzwischen haben Siri & Co dazugelernt und auch die Spracherkennung – die intelligente Erfassung gesprochener Worte und Befehle – hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Und demnächst braucht es auch keine Englisch-Kenntnisse, die erste virtuelle Sklavin Alexa hat nun Deutsch gelernt und wird in Kürze in Österreich angeboten.
Bs dahin ist Zeit um über weitreichende Konsequenzen nachzudenken: Worte sind leichter und unüberlegter ausgesprochen als geschrieben. Alexa belauscht zudem gerne ihren Besitzern, wird das Mikrofon nicht deaktiviert. Und auch Amazon und andere künftige Anbieter wissen eventuell bald, wann die Klospülung bei Ihnen gedrückt wird. Ob das jemand tatsächlich interessiert bleibt dahingestellt.

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Geschrieben von Helmut Melzer

Als langjähriger Journalist habe ich mir lange die Frage gestellt, was denn aus journalistischer Sicht tatsächlich Sinn machen würde. Meine Antwort darauf siehst Du hier: Option. Auf idealistische Weise Alternativen aufzeigen – für positive Entwicklungen unserer Gesellschaft.

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