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Alter, Unfall, Krankheit: Schon alles geregelt?

Keine Sorge, wir wollen Ihnen keine Versicherung andrehen. Für den Fall der Fälle lässt sich auch ohne viel Aufwand und Kosten vorausschauend vorsorgen. Hier einige Tipps:
Eine Vorsorgevollmacht ist grundsätzlich sehr empfehlenswert, da sich selbst Lebensgefährten und Ehepaare nicht automatisch gegenseitig vertreten. Bei Alleinstehenden oder Alleinerziehenden ist das umso wichtiger, da sonst ein fremder Sachwalter eingesetzt wird. Eine Vorsorgevollmacht setzt aber immer voraus, dass Sie eine „Vertrauensperson“ benennen können.
Eine Patientenverfügung ist für alle Lebensszenarien sinnvoll, wenn bestimmte Behandlungen oder lebensverlängernde Maßnahmen abgelehnt werden.
Eine Sachwalterverfügung, gleich in welchem Lebensszenarium man sich befindet, ist sinnvoll, wenn man durch eine bestimmte Person vertreten sein will und keine Vorsorgevollmacht hat bzw. die Vorsorgevollmacht nicht weitgehend genug ist. Voraussetzung dafür ist bei Alleinstehenden und Alleinerziehenden aber, dass sie auf eine „Vertrauensperson“ verweisen können.
Eine Vertretungsbefugnis für nächste Angehörige: Ein Widerspruch gegen die gesetzliche Vertretungsbefugnis für nächste Angehörige ist dann sinnvoll, wenn Sie auf die Vertretung durch einzelne oder alle Familienangehörige verzichten möchten.
Beim Testament gibt es je nach Lebenssituation unterschiedlichen Spielraum. Bei Alleinerziehenden ist ein Testament besonders sinnvoll, wenn man möchte, dass neben den Kindern auch andere Personen etwas erhalten. Bei kinderlosen verheirateten Paaren bzw. eingetragenen Partnerschaften wiederum dann, wenn auch andere Personen als Partner bedacht werden sollen. Bei Lebensgefährten ohne Kinder gilt: Sie erben ohne Testament nur, wenn keine Blutsverwandten existieren. Bei Alleinstehenden ist dagegen ein Testament sinnvoll, wenn nicht alles an die Blutsverwandten oder an den Staat gehen soll.
In Österreich gilt bei Organspenden die Regel, dass jeder Mensch ein Organspender ist und nicht gesondert einen Organspenderausweis beantragen muss, wie das etwa in Deutschland der Fall ist. Wer kein Organspender sein möchte, muss ausdrücklich seinen Widerspruch bekanntgeben.
Zum Thema hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) erstmals ein Vorsorgebuch herausgegeben, das praktische Hilfestellung zu Fragen der Vorsorgevollmacht, Organspende, Patientenverfügung, Verlassenschaft oder Sachwalterschaft bietet. „Alles geregelt“ kostet 19,90 Euro und umfasst 168 Seiten.
www.konsument.at/allesgeregelt

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Geschrieben von Helmut Melzer

Als langjähriger Journalist habe ich mir lange die Frage gestellt, was denn aus journalistischer Sicht tatsächlich Sinn machen würde. Meine Antwort darauf siehst Du hier: Option. Auf idealistische Weise Alternativen aufzeigen – für positive Entwicklungen unserer Gesellschaft.

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