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Big Data: Per Handy Hungersnöte vermeiden

Big Data und die Nutzung der riesigen Datenströme der digitalen Welt, sind inzwischen eher negativ besetzt. Doch abseits von Überwachung kann die Datenflut auch positiv genutzt werden: Mit einer Datensammel-App am Smartphone und Satellitendaten soll künftig prognostiziert werden, ob eine bestimmte Region von Nahrungsmittelknappheit und Mangelernährung bedroht ist.
Entwickelt haben die App „Satida Collect“ ein Forschungsteam der TU Wien und des International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) in Laxenburg. Sie kombiniert Wetter- und Bodenfeuchtedaten, die mit Hilfe von Satelliten gemessen werden, mit einem Crowd-Sourcing-Ansatz. Durch Befragungen werden sozioökonomische Daten erhoben und die Gefahr von Mangelernährung prognostiziert. Tests in der Zentralafrikanischen Republik haben bereits vielversprechende Resultate erbracht. „Smartphones sind heute sogar in weniger entwickelten Ländern verbreitet. Daher beschlossen wir, die App zu entwickeln, die uns dabei hilft, die nötigen Daten zu sammeln“, sagt Entwickler Mathias Karner (IIASA).
Mit den Daten wird eine Landkarte des Ernährungsrisikos erstellt, die gefährdete Gebiete sichtbar macht. Für Ärzte ohne Grenzen sind solche Karten extrem wertvoll. Sie helfen, künftige Aktivitäten zu planen und Hilfe zur Verfügung zu stellen, sobald sie benötigt wird. Die App vermag Krisen vielleicht nicht zu verhindern, aber wird NGOs dabei helfen, durch frühes Eingreifen ihre Auswirkungen zu mildern.

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Geschrieben von Helmut Melzer

Als langjähriger Journalist habe ich mir lange die Frage gestellt, was denn aus journalistischer Sicht tatsächlich Sinn machen würde. Meine Antwort darauf siehst Du hier: Option. Auf idealistische Weise Alternativen aufzeigen – für positive Entwicklungen unserer Gesellschaft.

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