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Blog: Karin Bornett

Ansichtssache – Meine Zukunft und Alternativen

Hier teile ich Ansichten, News und Infos, die für mich eine positive Option für die Zukunft darstellen. Innovationen, Themen und Tipps, positive Entwicklungen und neue Gadgets.
Alle meine Posts findest Du hier.

#1 HeroEasy – die Energie-Revolution auf dem Hausdach

Multikraftwerk Dachziegel
Die Schweizer Firma Logic Group hat mit „Hero Easy“ einen Ziegel entwickelt, der ein wahrer Alleskönner ist. Er verfügt über eine Photovoltaik- und eine Solarthermieanlage sowie einen kleinen Windkanal.

In Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern und der Klimastiftung Schweiz hat das Unternehmen aus Zug den Dachziegel entwickelt. Das kleine Multikraftwerk ist wie ein Sandwich aufgebaut: Oben die Photovoltaikanlage, die Strom erzeugt. Die abstrahlende Wärme wird darunter von einer Solarthermieanlage eingefangen und in nutzbare Energie umgewandelt. Ganz unten befindet sich ein kleiner Windkanal, der Propeller antreibt und weitere Energie generiert.
Laut Logic Group können 160 Quadratmeter Dach rund 80.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr produzieren – etwa dreimal mehr als ein Haus mit so einer Dachfläche verbraucht. Überschüssiger Strom kann ins Netz gespeist werden. Bis Ende des Jahres soll der innovative Dachziegel zur Marktreife gebracht werden und dann in etwa gleich viel kosten, wie eine herkömmliche Solaranlage.

Eine spannende Innovation, wie ich finde. So können Häuser mehr sein als nur Energieverbraucher und zu aktiven und nachhaltigen Lieferanten werden. Dass nachhaltiges Bauen durchaus wirtschaftlich ist, kann übrigens hier nachgelesen werden: https://www.dieoption.at/energieeffizienz-nachhaltiges-bauen-sanieren-ist-nicht-wirtschaftlich/

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    #2 Wie tief sitzen diese Ängste?

    Die gestörte Wahrnehmung zu Zuwanderung und Sozialstaat | NZZ

    Wie werden Migranten wahrgenommen? Wie sehr entspricht dies den Tatsachen? Und wie beeinflusst dies die Bereitschaft zur Umverteilung? Harvard-Ökonomen haben dazu bemerkenswerte neue Erkenntnisse gewonnen. In den besten und in den schlechtesten Familien gibt es Streit. Vor einiger Zeit waren sich die deutschen Schwesterparteien CDU und CSU wegen der Asylpolitik in die Haare geraten.

    Quelle

    Ökonomen der Harvard University zeigen in einer neuen Studie auf, "dass Fehlwahrnehmungen zur Zuwanderung auch die Einstellung zum Sozialstaat beeinflussen." In der Studie wird klar, dass die Mehrheit Migranten falsch einschätzt. Eine Auswirkung plärrender Berichterstattung und "Fake News"? Zum Teil bestimmt und deshalb einmal mehr ein Auftrag an alle Meinungsmacher.

    Mehr überrascht hat mich aber die Aussage: "Es stellte sich heraus, dass bloss schon der Umstand, an Zuwanderung zu denken, die Leute weniger solidarisch machte." Wie tief sitzen diese Ängste? Und wie lange wird es wohl dauern, bis sie überwunden sind?

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      #3 Marketinggag oder mehr – good News anyway

      Erste Lego-Steine aus pflanzlichem Material sind erhältlich

      Die nachhaltigen Bauteile von Lego bestehen auf Plastik auf Basis von Zuckerrohr. Die ersten Steine sind nur für kurze Zeit erhältlich.

      Klar, LEGO ist aus keinem Kinderzimmer wegzudenken. Dass die Bausteine nun nachhaltig werden, sind wahrlich good News. Das Spielzeug hat ganze Generationen geprägt und ist sicherlich die bessere Alternative zu Youtube und Co.

      Kinder müssen spielen und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Sie sollten auf Bäume klettern und im Matsch wühlen dürfen. Gibt es ein nachhaltigeres Spielzeug als Steine, Äste oder Blätter?

      LEGO wird heuer 60 und zeigt mit seiner Nachhaltigkeitsinitiative, dass es zukunftsfähig bleiben will. Die neuen Bausteine bestehen zu 98 Prozent aus Polyethylen, einem Kunststoff auf Zuckerrohr-Basis. Dieser wird von LEGO als nachhaltig bezeichnet, biologisch abbaubar ist er jedoch nicht. Ob Marketingkampagne, oder echtes Interesse an Nachhaltigkeit sei dahingestellt. Jedenfalls ist der grüne Baustein ein deutliches Zeichen dafür, wie wichtig den Konsumenten das Thema ist.

      Die Steine aus Zuckerrohr sind übrigens nur noch bis zum 17. August erhältlich. Ab November soll es die erste reguläre Serie geben.

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        #4 Schulterklopfer für Textilbündnis

        Textilbündnis: Das Ende der Freiwilligkeit

        Das Textilbündnis soll Textilarbeiterinnen in Billiglohnländern mehr Sicherheit bringen - bislang mit mäßigem Erfolg. Alle Vereinbarungen waren freiwillig. Das soll sich nun ändern. Von Martin Polansky, ARD-Hauptstadtstudio Berlin Fünf Paar Socken für drei Euro, ein T-Shirt für 2,50 Euro. An solchen Kampfpreisen hat sich nichts geändert seit dem Einsturz der Rana Plaza Textilfabrik in Bangladesch im April 2013.

        Das Textilbündnis soll bessere Arbeitsbedingungen in den Billiglohnländern bringen und nachhaltige Textilien forcieren. Es wurde als Reaktion auf den Einsturz der Rana Plaza Textilfabrik in Bangladesch im April 2013, ein Jahr später in Deutschland gegründet.

        Nun könnte man die Initiative als Greenwashing bezeichnen. Denn die Erfolge sind laut Medienberichten eher mäßig. Das soll sich aber jetzt ändern. Galt bisher das Prinzip der Freiwilligkeit - die Unternehmen konnten sich selbst Ziele setzen - wird das Textilbündnis nun verbindlicher: Es gibt verpflichtende Ziele und die Unternehmen müssen Roadmaps veröffentlichen, wie sie die Vorgaben erreichen wollen. Die ersten 60 Roadmaps sind auf der Seite des Textilbündnisses (https://www.textilbuendnis.com/) öffentlich einsehbar.

        Dass auch Riesen wie H&M und KiK dabei sind, macht skeptisch. Denn an den Preisen hat sich seit 2013, beziehungsweise seit der Gründung der Initiative 2014, nichts geändert. Was soll sich da also an den Produktionsbedingungen groß geändert haben? Trotzdem: Das Textilbündnis kann auch als Schritt in die richtige Richtung betrachtet werden. Immerhin steht es für knapp 50 Prozent der Branche gemessen am Gesamtumsatz in Deutschland. In Zukunft will man 75 Prozent der Branche erfassen.

        Noch besser ist es, regional hergestellte Biotextilien zu unterstützen. Die Großen werden trotzdem nicht verschwinden. Deshalb sind meines Erachtens und bei aller Kritik, doch auch die kleinen Schritte zu würdigen. Einen Schulterklopfer sollte man der Initiative doch gönnen, oder nicht?

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          #5 Tool: Nachhaltigkeitscheck

          Ein nettes Tool, das aus einer Datenbank von mehr als 8.000 internationalen Unternehmen nach Nachhaltigkeitskriterien filtert. Allerdings muss man seine Mailadresse dafür hergeben und es wird nur eine Liste mit höchstens zehn Unternehmen gesendet. Die Ergebnisse sind trotzdem ganz interessant.

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            #6 Verloren im Label-Dschungel

            Ich empfinde die Vielzahl an Ökolabels, die derzeit am Markt herumschwirren, als unproduktiv und höchstgradig verwirrend. Ist es von einer unabhängigen Stelle oder selbst vergeben? Wer hat es geprüft? Bei der Vielzahl an Ökolabels, die noch dazu unterschiedlichst zu bewerten sind, verliert man schnell den Überblick. Ein Meta-Label, dem man wirklich trauen kann, wäre doch eine gute Option.

            Für so ein Label könnte der ökologische Fußabdruck als Grundlage dienen, ergänzend wäre die soziale Komponente, die gesellschaftlichen Auswirkungen, mit einzubeziehen. So ein Label müsste natürlich von einer unabhängigen Stelle vergeben werden und sämtliche Produktions- und Verwertungsschritte beinhalten. Leider werden wir Konsument*innen doch allzu gerne hinters Licht geführt. Und oft verbergen sich hinter gut gemeinten Initiativen nur halb so gute Ergebnisse. Ein Beispiel? Adidas verkauft Textilien, die aus Plastikmüll aus dem Meer hergestellt werden. Dass die Textilien allerdings nach ihrem Gebrauch wiederum Mikroplastik abgeben, das nicht recycelt wird, ist die andere Seite der Medaille.

            Ein neues „Meta-Label“ würde auch diesen Aspekt einschließen – den gesamten Kreislauf. Vielleicht träume ich. Doch wer hätte noch vor 30 Jahren überhaupt an so etwas wie Ökolabels gedacht?

            In der Zwischenzeit müssen wir den Label-Dschungel durchforsten und genau prüfen, was (und wer) dahintersteckt. Eine umfassende Übersicht hat vor Kurzem Greenpeace herausgebracht. Eine Orientierung für alle Verwirrten – und eine anschauliche Zusammenfassung darüber, wie viele verschiedene Labels es mittlerweile gibt und darüber, dass Label nicht gleich Label ist: https://www.dieoption.at/zeichen-tricks-guetezeichen-im-greenpeace-check/

            Bild: rawpixel on Unsplash

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              #7 Label-Dschungel die 2.

              Scheinbar bin nicht nur ich enttäuscht von der Aussagekraft von gewissen Ökolabels. Einen drastischen Schritt geht jetzt laut Medienberichten die Schokoladenmanufaktur Zotter. Denn Zotter verabschiedet sich vom Fairtrade Label. Grund für den Ausstieg ist die sogenannte Massenbilanzierung. Gegenüber der Tageszeitung KURIER sagt er: „Sie erlaubt es, dass in einem Fairtrade-Produkt auch nicht fair gehandelte Rohstoffe stecken. Das ärgert mich. Das ist doch ein Beschiss am Kunden, der sich etwas anderes erwartet.“

              Harte Worte gegenüber einer weit renommierten Organisation. Zotter wird künftig mit einem eigenen Logo arbeiten. Somit gibt es wieder ein neues Label im Dschungel. Die Kritik an der Massenbilanzierung rechtfertigt Fairtrade-Österreich-Chef Hartwig Kirner im KURIER so: „Ohne sie müssten die Hersteller entlang der Wertschöpfungskette immer in getrennten Chargen produzieren, was teuer ist.“ Die hohen Kosten würden zu sinkenden Absätzen führen, die den Bauern schaden würde, argumentiert er. „Fairtrade-Schoko ist wie Ökostrom. Da kommt auch nicht Strom aus Windkraft aus der Dose, man unterstützt das Ökostrom-System.“

              Fairtrade soll leistbar sein! Für den Großhandel und im Diskonter. Ich ertappe mich allerdings selbst, dass ich skeptisch reagiere, wenn ich die mittlerweile recht große Auswahl an Fairtrade Produkten zu richtig leistbaren Preisen im Diskontmarkt sehe. Trotzdem fühle ich mich besser beim Kauf von gelabelten Produkten, als deren ungekennzeichneten Adäquate. Der Ausstieg Zotters von Fair Trade macht den Weg durch den Dschungel nicht leichter. Zum Glück sagt Zotter aber auch: „Ich halte Fairtrade ja weiter für eine gute Idee, es ist besser als gar nichts. Aber ich will, dass meine Kunden eine Schokolade bekommen, in der drin ist, was drauf steht.“ Glück gehabt – Sinnkrise gerade noch abgewandt.

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              1. Das Argument von Zotter ist ein weit verbreitetes, aber eigentlich Schwachsinn: Fairtrade ist KEIN Qualitätsmerkmal (und eigentlich auch Bio nicht), sondern garantiert deutlich bessere Einkünfte für Landwirte in Entwicklungsländern & Co.

              #8 Augen auf – und sei das Plastik noch so klein

              Eine Studie hat nun winzigen, fast unsichtbaren Müll ins Visier genommen: Kontaktlinsen. Allein in den USA landen jedes Jahr Milliarden Kontaktlinsen mit einem Gewicht von mindestens 20.000 Kilogramm (!) im Abwasser, sagt Rolf Halden von der Arizona State University.

              Einer Umfrage zufolge entsorgen 15 bis 20 Prozent aller Kontaktlinsen-Träger*innen in den USA die kleinen Plastikteilchen im Waschbecken oder der Toilette. In den Kläranlagen fallen sie zwar auseinander, sie zersetzen sich aber nicht völlig. So gelangen die Kontaktlinsen dann als Mikroplastikteilchen meistens ins Meer.

              20 Tonnen Mikroplastik alleine von Kontaktlinsen aus den USA ist eine Ansage. Denn jedes Gramm ist zu viel. Mögen Kontaktlinsen ein Randthema sein. Eines zeigt die Studie deutlich: Kleine Taten können große Wirkung zeigen - und das nicht immer im besten Sinne. In diesem Sinne: Seien Sie bitte beim nächsten Mal so lieb und werfen die Kontaktlinsen in den Müll. Noch besser: Brille oder harte Linsen geben den gleichen Durchblick und müssen nicht nach einmal Tragen weggeworfen werden.

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                #9 Nicht der Wolf ist gefährlich

                Die Angst vor dem Wolf ist zurück. Laut einer Studie im Auftrag des Kuratorium Wald haben 31 Prozent von rund 1.000 Befragten Angst, in den Wald zu gehen. Ob das nicht nur eine gute Ausrede ist, um vor dem Bildschirm hängen zu bleiben? Wer geht heute schon in den Wald? Ok, für Instagram und Co. eignen sich Bilder aus unberührter Natur besonders gut. Spaziergänger und Wanderer werden mich geißeln.

                Anfang 2018 lebten ganze 15 Wölfe in Österreich – Tendenz zugegeben stark steigend. Experten rechnen alle drei Jahre mit einer Verdoppelung des Bestands in Mitteleuropa. Und erst kürzlich wurden im Waldviertel 31 Schafe mutmaßlich von Wölfen gerissen. Seitdem dürfen in einzelnen Gemeinden in Niederösterreich – drei an der Zahl – die Tiere mit „Vergrämungsmaßnahmen“ wie Schreckschüssen oder Schüssen mit Plastikgeschossen, vertrieben werden.

                Was durch die Kommunikationsmaßnahmen von Herrn LHStv. Pernkopf (ÖVP) und Konsorten aber auch verloren geht, ist die Wertschätzung des Tiers. Pernkopf hat die Vergrämungsmaßnahmen erlaubt, bezeichnet Wölfe als „große Bedrohung der Tierhaltung“ und sagt, dass es „auch um Fragen des Tourismus und der Gesellschaft insgesamt geht.“

                Und damit liegt er sogar richtig. Es geht um die Gesellschaft insgesamt. Darum, die Gesellschaft nicht zu verängstigen sondern neutral zu informieren. „Sachlich zu informieren und aufzuklären ist keine Fleißaufgabe, sondern zwingende Pflicht der Behörde“, sagt etwa Christian Pichler vom WWF. Dass man beunruhigt ist, sei zwar verständlich, aber: „Nicht der Wolf ist gefährlich, sondern das unverantwortliche Schüren von Ängsten durch manche Politiker und Interessensvertreter.“

                Bild: Patrick Hendry on Unsplash

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                  #10 Das Glück ist (k)ein Vogerl

                  Lange Zeit wurde in der Glücksforschung behauptet, Geld mache nicht glücklich. Jetzt haben Forscher schwedische Lottogewinner untersucht und stellen das Gegenteil fest. Geld macht doch glücklich. Je größer der Gewinn, desto höher war auch die Lebenszufriedenheit der Lottospieler.

                  Das überrascht mich wenig. Zwar hebt sich durch den Lottogewinn laut Untersuchungen nicht unbedingt die alltägliche Laune – Regen, Reifenplatten und Co. trüben diese nach wie vor – allgemein auf’s Leben betrachtet, steigt die Zufriedenheit aber eben mit dem schnöden Mammon.

                  Das Leben ist einfacher, wenn Kohle vorhanden ist. Dass man mit 150 Euro im Monat auskommt, wie von unserer Ministerin behauptet, glaubt sowieso kein Mensch. Finanzielle Sicherheit sollte kein Luxus sein, sondern zur Grundversorgung gehören. Und Luxus soll Luxus bleiben. Die Schraube immer weiter nach unten zu drehen, ist bestimmt keine Lösung. Ich geh jetzt Lotto spielen!

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                    #11 I HAVE A DREAM… MARTIN LUTHER KING – August 28, 1963

                    Heute vor 55 Jahren hat Martin Luther King seine legendäre Rede gehalten. Am 28. August 1963 beim Marsch auf Washington für Arbeit und Freiheit vor mehr als 250.000 Menschen. „I have a dream“ ist seitdem ein Sinnbild für die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Eine Zukunft ohne Unterdrückung und soziale Ungerechtigkeiten.

                    Heute, 55 Jahre später, erreichen uns Schlagzeilen aus Chemnitz, wo die Rechten laut marschieren. „I have a dream“ ist aktueller denn je und hat damals viel Positives bewirkt. In diesem Sinne, lasst uns optimistisch bleiben und von dem großartigen Auftritt des Martin Luther King inspirieren.

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                      #12 Luft nach oben

                      Laut einer Studie von refurbed ist die Diskrepanz zwischen Wunschvorstellung und tatsächlichem Handeln bei Konsumenten groß. Zwar wird soziale Gerechtigkeit (70%), als auch Zeit in der Natur zu verbringen (86%) von der Mehrheit als sehr erstrebenswert angesehen. Genauso ist es den Befragten wichtig, im Einklang mit Natur und Umwelt zu leben (75%). Allerdings sind nachhaltige Produkte bei Online-Einkäufen nur für 9% der Studienteilnehmer*innen wichtig. „Die Studie zeigt zwar, dass zumindest 31% beim Shopping verantwortungsvoll handelnde Unternehmen bevorzugen, jedoch ist nachhaltiges Einkaufen im Elektronikbereich immer noch eine Randerscheinung“, so ein weiteres Ergebnis der Befragung.

                      Befragt wurden mehr als 1.000 web-aktive Personen aus Deutschland und Österreich zwischen 18 und 75 Jahren. Refurbed ist ein Start-up mit Sitz in Wien und verkauft aufbereitete, gebrauchte Elektronikartikel.

                      Es scheint also punkto nachhaltiger Konsum noch viel Luft nach oben gegeben zu sein. Erfreulich ist, dass die Konsumenten in ihrer Grundeinstellung durchaus nachhaltig denken. Aus der Studie geht auch hervor, dass, vor die Wahl gestellt, drei Mal mehr Menschen als Weiterempfehlungsanreiz das Pflanzen eines Baumes anstatt eines 10 Euro Gutscheins präferieren.

                      Dass die Menschen dann beim Einkauf trotzdem nicht zum nachhaltigeren Produkt greifen, liegt oft am Preis. Denn für 90% der Konsumenten ist laut Befragung bei Technik der Preis der ausschlaggebende Faktor für die Kaufentscheidung. Außerdem ist ihnen Qualität sehr wichtig.

                      Alles in allem könnten wir uns also an der Nase nehmen und unsere Idealvorstellungen mit dem Konsumverhalten abstimmen. Ist das denn so schwer? Ich sage JEIN. Luft nach oben ist auch bei mir noch da – das Biomüsli mampfend auf das neu gekaufte Smartphone gucke…

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                        #13 Viele Tropfen sind ein Ozean

                        Kann ich als Einzelner die Zukunft positiv gestalten? Macht nachhaltiger Konsum Sinn? Ich bin ja doch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Manchmal scheinen die Bemühungen nach einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und Beziehungen geradezu sinnlos, verschwendete Liebesmüh. Die Konzerne machen ja doch was sie wollen, genauso wie die Politik.

                        Doch dann gibt es ja doch immer wieder mal gute Nachrichten von positiven und konstruktiven Entwicklungen. Zugegeben, sie scheinen rar unter den vielen schlechten Schlagzeilen und Meldungen. Doch das war wohl schon immer so. Gute Nachrichten sind einfach nicht so spannend. Dass die Welt insgesamt besser wird und nicht schlechter, zeigt die Statistik. Weltweit sinkt zum Beispiel die Armut, ebenso wie der Hunger. Option hat die positiven Entwicklungen in einer Liste zusammenfasst: https://www.dieoption.at/die-welt-wird-besser-nicht-schlechter/

                        Der Mensch ist also doch ein mündiger Erdenbürger. Sowohl einzeln als auch in der Gruppe. Und auch wenn wir einzeln ein Tropfen sind, dann vergessen Sie bei Ihrem Handeln nicht: ein einzelner Tropfen kann sogar einen Felsen mürbe machen – wir müssen nur von vornherein darauf achten, dass der Stein nicht zu heiß wird. Gemeinsam sind wir noch stärker: „Einzeln sind wir ein Tropfen, gemeinsam ein Ozean“, sagte zum Beispiel der japanische Dichter Ryunosuke Satoro.

                        Ob nun ein Tropfen auf dem heißen Stein, ein Tropfen, der schweres Gestein zermürbt, oder Teil des Ozeans – das hat man bis zu einem gewissen Grad selbst in der Hand. Ich werde mir bei meinem nächsten Regenspaziergang mehr Gedanken darüber machen, welcher Tropfen ich bin und sein will.

                        Bild: Jonas Verstuyft on Unsplash

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                          #14 Prädikat "crazy"

                          „Aerial Stocking": In Utah regnet es Fische vom Himmel - WELT

                          Einige Bergseen im US-Bundesstaat Utah sind nur schwer zugänglich. Um die Fischbestände aufzustocken, hat sich die lokale Umweltbehörde etwas Besonderes einfallen lassen: Sie wirft die Forellen einfach aus einem Flugzeug. Die Seen in den Bergen von Utah sind beliebte Angler-Domizile von Wanderern und Touristen.

                          Quelle

                          Wenn Fische vom Himmel fallen, läuft doch irgendetwas nicht mehr ganz rund. Dass die Fischbestände in einigen Bergseen Utahs aufgestockt werden müssen, ist ein klares Zeichen der Überfischung. Nun kleine, hilflose Fische aus dem Flugzeug in den See zu schmeißen, soll zwar laut dem Utah Department of Wildlife weniger Stress für die Tiere bedeuten, als sie auf dem Landweg in die Bergseen zu schaffen. Aber ganz dicht ist doch diese Idee auch nicht, oder?

                          Vielleicht sollte man den Fischlein einfach ein bisschen Zeit geben, um sich auf natürlichem Wege zu vermehren und die Populationen so erholen lassen?

                          Dass Überfischung ein ökologisches Problem ist, ist weitreichend bekannt. Dass die Aktion in Utah eine adäquate Lösung dagegen ist, bezweifle ich. Ich vergebe ihr das Prädikat „crazy“.

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                            #15 Vorbildlich

                            Norwegen ist in vielerlei Hinsicht ein fortschrittliches Land. Nun zeigt es sich erneut als zukunftsweisende Nation. Denn der eine Billion Dollar schwere Staatsfonds von Norwegen will nur noch in Unternehmen investieren, die streng nachhaltig wirtschaften. Das berichtet heute die Nachrichtenagentur Reuters.

                            So sagt der für den Fonds verantwortliche Manager Yngve Slyngstad: „Wir investieren in Entwicklungsländer und in Firmen, die Lösungen für ein umweltfreundliches Wirtschaften erforschen. Wir werden uns nun aus Firmen zurückziehen, die nicht nachhaltig wirtschaften.” Besonders großes Anliegen ist den Verantwortlichen der Schutz der Ozeane.

                            Gemessen am verwalteten Vermögen ist der norwegische Staatsfonds der weltweit größte seiner Art. Er hält Beteiligungen an mehr als 9000 Unternehmen in 72 Ländern sowie ein Anleihe-Portfolio und Immobilien, berichtet Reuters.

                            Eine tolle Entscheidung!

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                              #16 Vorsicht Trugschluss!

                              Wer denkt, Carsharing ist eine ökologische Fortbewegungsmöglichkeit, der ist einem Trugschluss unterlaufen. Denn jetzt kommt eine Studie zum Schluss, dass Carsharing die Lust am individuellen Vehikel sogar noch steigert. Carsharing ist nicht gut für die Umwelt.

                              Die Sprache ist von einer gemeinsamen Untersuchung des Öko-Instituts in Freiburg und des Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE) in Frankfurt. „Veränderungen bei der Verkehrsmittelwahl durch die Nutzung von Car2Go allein bewirken – insgesamt gesehen – keine Treibhausgasminderungen“, so die Bilanz der Autoren.

                              Insgesamt sind seit Einführung des Carsharing-Angebots mehr Autos unterwegs, als davor. Denn es schafften zwar bis zu 2,6 Prozent der Nutzer ihr eigenes Auto ab. Dafür kauften aber auch überproportional viele Carsharing-Fans zusätzlich ein eigenes Auto. Insgesamt fällt die Bilanz also schlecht aus. Selbst da, wo mit Elektroautos gefahren wird.

                              Das ist schade. Ein ernüchterndes Ergebnis, das ich Ihnen nicht vorenthalten wollte. Die gute Nachricht: Radfahren ist ohnehin viel gesünder.

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                              #17 OECD Bildungsbericht 2018 erschienen

                              Der soziale Hintergrund bleibt laut einem neuen OECD-Bericht der Hauptfaktor, der die Teilnahme an Bildung und Lernen sowie an wirtschaftlichen und sozialen Ergebnissen beeinflusst. So benötigen Familien von Kindern im unteren Einkommensdezil vier bis fünf Generationen, um das mittlere Einkommensniveau in den OECD-Ländern zu erreichen.

                              „Um Chancengleichheit in der Bildung zu erreichen, sollten die Länder die Mittel und Ressourcen für die Bildung auf die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen richten, Klassenwiederholungen verhindern und Menschen aus benachteiligten Verhältnissen dazu ermutigen, in die allgemeine Bildung einzutreten“, so die Empfehlung der OECD.

                              Leider sind wir weit davon entfernt. Zwar wird in dem Bericht auch die Bedeutung von frühkindlicher Förderung im Kindergarten unterstrichen. In Österreich wird jedoch an der Ganztagsbetreuung in Kindergärten gespart. Seit diese etwas kostet, haben zahlreiche Eltern ihre Kinder von der Nachmittagsbetreuung abgemeldet.

                              Rechtzeitig zum Schulstart zeigt der Bildungsreport der OECD „Education at a Glance“, dass auch die Chancen zwischen den Geschlechtern nach wie vor ungerecht aufgeteilt sind. „Trotz ihrer besseren Leistungen in der Schule haben Frauen immer noch schlechtere Beschäftigungs- und Einkommensergebnisse. Frauen bleiben nach wie vor seltener im Tertiärbereich eingeschrieben und absolvieren hoch dotierte Studiengänge. Zum Beispiel, obwohl technische Fähigkeiten heute sehr gefragt sind, absolvieren nur 6 Prozent der weiblichen Absolventen einen Ingenieurabschluss im Vergleich zu 25 Prozent der Männer“, geht aus dem Bericht hervor.

                              Anlässlich des Erscheinens des Berichts sagte der OECD-Generalsekretär Angel Gurría: „Wir tragen die Verantwortung sicherzustellen, dass persönliche oder soziale Umstände Studenten nicht davon abhalten, ein solches Potenzial zu realisieren. Dies sollte das Versprechen der Bildung an alle sein.“ Dem schließe ich mich an und wünsche allen Kindern und Jugendlichen einen positiven Schulstart!

                              Bild: JESHOOTS.COM on Unsplash

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                                #18 Optimistisch bleiben

                                Verschiedene Studien zeigen, dass optimistische Menschen länger und glücklicher leben sowie tendenziell gesünder sind als zum Pessimismus neigende Personen. Hingegen macht Jammern vergesslich. Das haben zumindest Forscher der Stanford University in einer Studie nachgewiesen. Jammern bringt den Hippocampus zum Schrumpfen.

                                Die Geister, ob man optimistisches Denken trainieren soll, scheiden sich jedoch. Denn auch negative Gedanken haben ihre positive Wirkung. Angst macht uns zum Beispiel schnell. Der Grundkonsens lautet aber, dass positive Gedanken uns nutzen und das Leben leichter machen.

                                Ich selbst zähle mich nicht gerade zu den Pessimisten. Trotzdem ist es manchmal schwierig, die Weltpolitik und so manch gesellschaftliche Entwicklung optimistisch zu betrachten. Doch jammern will ich nicht. Deshalb erwähne ich hier Klimaerwärmung, Syrienkonflikt und Co. nur ungern. Wegschauen hilft allerdings auch nicht.

                                Der Schlüssel liegt laut Psychologin Astrid Schütz im Mittelweg: „Achtsamkeit ist hier das richtige Stichwort“, sagt sie der Tageszeitung die Zeit. Das heißt, die Dinge zu sehen, wie sie sind: nicht zu gut und nicht zu schlecht. So darf man sich über den Reifenplatten ärgern und soll Krankheiten nicht schönreden. Aber wie gehe ich nun an das aktuelle Zeitgeschehen heran? Manchmal sind die News einfach nur zum unter der Decke verkriechen. Doch dann denke ich wieder optimistisch: Die nächsten Wahlen kommen bestimmt.

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                                  #19 Hambacher Forst: Polizei setzt Räumung der Baumhäuser fort

                                  Die Räumung des Hambacher Waldes gehen heute weiter. Umweltschützer versuchen einen 12.000 Jahre alten Wald zu retten. Die RWE will dort Braunkohle abbauen und den Wald deshalb roden. In den letzten Tagen wurde viel über die Besetzung des Waldes und die Polizeieinsätze vor Ort berichtet. International ist das Interesse groß. Letztlich geht es um die Rolle Deutschlands in der Klimapolitik und um die Macht, die RWE ausübt.

                                  Ein Erfolg der Aktivisten scheint nicht in Sicht. RWE bleibt hart. Das stimmt mich traurig und ist nicht schön zu reden. Dass Braunkohle zu einem Auslaufmodell in Sachen Energiegewinnung gehört, liegt auf der Hand. Trotzdem wird ein rund 500 Hektar großes Stück Naturgut einfach zerstört. Gleichzeitig werden Hoffnungen zerstört und ziviles Engagement zunichte gemacht. Vielleicht waren es früher doch noch bessere Zeiten? Früher, als Zivilcourage noch den Bau eines Atomkraftwerks und die Zerstörung der Hainburger Auen in Österreich verhindern konnte. Die Zeiten haben sich geändert. Ich hoffe trotzdem, dass der Wald gerettet werden kann. Vielleicht geschehen ja noch Wunder….

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                                    #20 Runter vom Gas

                                    Unser Infrastrukturminister Norbert Hofer will das Tempolimit auf vielen Strecken der österreichischen Autobahnen auf 140 km/h anheben. Geht’s noch? Laut Umweltbundesamt steigen die CO2-Ausstöße bei einer Anhebung von 130 auf 140 km/h um 10,6 Prozent. Statt 155 g/km bei 130 km/h verpuffen bei 140 km/h 171 Gramm CO2 pro gefahrenen Kilometer. Die Zeitersparnis ist marginal.

                                    Also wozu das Ganze? Laut Klimastrategie müssten die Autoabgase bis 2030 um ein Drittel gemindert werden. Das wird mit solchen Aktionen nur immer schwieriger zu erreichen sein. Tempo 140 kann nur als Zuckerl für die Wähler*innen verstanden werden – mit sehr bitterem Beigeschmack.

                                    Die Gegenstimmen sind (noch) relativ leise. Tirol ist not amused und auch aus Vorarlberg häufen sich kritische Stimmen. Ich schließe mich an. Tempo 140 ist ein unnötiger Schritt in eine komplett kontraproduktive Richtung. Je höher die Geschwindigkeit, desto lauter, dreckiger und gefährlicher. Ich hoffe, dieser Wahnsinn ist noch zu stoppen.

                                    Bild: Michael Mroczek on Unsplash

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                                    1. Ein vom Ministerium in Auftrag gegebenes Gutachten des Bundesumweltamts empfiehlt nun sogar die Reduktion auf 100 km/h auf allen Autobahnen. Das kommt für Herrn Hofer natürlich nicht in Frage…

                                    #21 Atomkraft weltweit auf Rückzug

                                    Atomkraft weltweit auf dem Rückzug

                                    Im Linzer Schlossmuseum findet die Jahreskonferenz der Regionen für einen europaweiten Atomausstieg statt. Unterstützung liefert der aktuelle Statusreport der weltweiten Atomenergienutzung, die weltweit auf dem Rückzug ist.

                                    Nun wieder einmal positive Nachrichten: Der Anteil der Atomenergie an der Stromproduktion sank weltweit deutlich von 18 auf zehn Prozent in den vergangenen 20 Jahren. Photovoltaik legte um 35 Prozent zu, Windkraft um 17 Prozent. Derzeit laufen noch 125 Reaktoren in der EU. Habe dem nichts hinzuzufügen. Außer: das sind noch 125 Reaktoren zu viel, die Tendenz stimmt aber.

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                                      #22 Mars schlägt neue Nachhaltigkeitsstrategie ein

                                      Mars Wrigley Confectionery, einer der weltweit größten Käufer von Kakao, führt einen neuen Plan zur Generalüberholung seiner Kakao-Lieferkette ein. Dabei sollen die Bauern im Vordergrund stehen. „Der Plan mit dem Namen Cocoa for Generations stellt die Interessen der Kleinfarmer in den Mittelpunkt, ist auf den Schutz von Kindern und Wäldern ausgerichtet und trägt dazu bei, einen Weg zur Förderung von Kakaofarmern bzw. Kakao anbauenden Gemeinschaften zu ebnen. Cocoa for Generations ist durch eine Investition in Höhe von 1 Milliarde USD über zehn Jahre gesichert und stärkt die Sustainable in a Generation Plan-Investition, die Mars vergangenes Jahr ankündigte“, heißt es in der Presseaussendung.

                                      John Ament, Global Vice President, Cocoa, Mars Wrigley Confectionery sagt: „Trotz unserer eindeutigen Fortschritte, einschließlich der Einbindung von beinahe 180.000 Farmern mit Nachhaltigkeitszertifizierung, empfinden wir eine gewisse Ungeduld, was unser Fortschrittstempo und den Kakaosektor im Allgemeinen angeht. Wir haben leider nicht alle Antworten, doch ist es uns zunächst ein Anliegen, die Farmer in den Mittelpunkt unserer Ziele und Vorhaben zu rücken.“

                                      Mars verfolgt das Ziel, dass bis 2025 sein gesamter Kakao vom Responsible Cocoa-Programm weltweit und nachweislich aus „verantwortungsvoll bewirtschafteten Quellen“ stammt, also „über ein funktionierendes System zu verfügen, dass sich mit Abholzung, Kinderarbeit und höheren Einkommen für Farmer befasst.“

                                      Man wird weiterhin mit Rainforest Alliance und Fairtrade zusammenarbeiten. „Mars begrüßt die Bemühungen beider Zertifizierungsorganisationen, einzelne Farmer in Gruppen bzw. Genossenschaften zu organisieren sowie zertifizierten Farmergruppen Schulungen anzubieten und entsprechende Managementsysteme zu implementieren, und wird sich gemeinsam mit ihnen für strengere Audit-Kontrollen, verschärfte Überwachung in Bezug auf Kinderarbeit, verbesserte Rückverfolgbarkeit und Prämienauszahlung an Farmer einsetzen“, so in der Presseaussendung von Mars. Die beiden Organisationen Rainforest Alliance und Fairtrade begrüßen die Initiative von Mars. Ich tue das auch und hoffe, die Versprechungen werden ernst genommen und gehen nicht in Luft auf.

                                      Bild: PRNewsfoto/Mars, Incorporated

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                                        #23 Auch für Natursteine gibt es Labels

                                        Spur der Steine: Ökologisches Bauen mit Naturmaterialien

                                        Ökologisches Bauen mit Naturmaterialien liegt im Trend. Marmor, Granit oder Sandstein eignen sich als Bodenbelag, aus ihnen werden Küchenplatten gefertigt, oder es werden damit Mauern ausgekleidet. Je nach Gesteinsart erfordert die Gewinnung und Bearbeitung von Naturstein verhältnismäßig wenig Energie. Auch ist die Entsorgung im Vergleich zu anderen Baumaterialien weniger problematisch, da in der Regel keine Giftstoffe enthalten sind.

                                        Immer wieder spannend, wobei man überall auf Nachhaltigkeit achten kann/soll. Auch beim Bauen mit Natursteinen können Konsument*innen zu "guten" und "schlechten" Materialien greifen. Achten Sie also bitte auch hier auf die Herkunft.

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                                          #24 Ökostrom legt zu

                                          Der Anteil des geförderten Ökostroms am gesamten Stromverbrauch ist in Österreich 2017 im Vergleich zu 2016 erneut gestiegen. Das geht aus dem neuen Ökostrombericht der Regulierungsbehörde E-Control hervor.

                                          „Die größte Steigerung in absoluten Zahlen gab es im Jahr 2017 im Bereich der Windkraft gefolgt von der Photovoltaik. Aus Windkraftanlagen wurde um 17 % mehr Strom abgenommen, was in Summe 5.746 GWh (+814 GWh) bedeutet hat. Die abgenommene Menge im Bereich der Photovoltaik stieg um 15 % auf 574 GWh (+74 GWh). Im Bereich der Kleinwasserkraft kam es trotz konstanter installierter Leistung zu einem Rückgang der abgenommenen Menge um 8 % auf 1.625 GWh (-148 GWh)“, so geht es aus der Pressemitteilung von E-Control hervor.

                                          Aufgrund der gestiegenen Menge an abgenommenem Ökostrom um 8 % auf 10.528 GWh konnten laut Berechnungen der E-Control im Jahr 2017 bis zu 11 Mio. t CO2 eingespart werden. „Wäre besagte Ökostrommengen in Gas- und Dampfkraftwerken produziert worden, wären die CO2-Emissionen um 4,6 Mio. t CO2 höher gewesen. Im Vergleich zu Braunkohlestrom beträgt die Einsparung besagte 11 Mio. t CO2.“, erläutert E-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch.

                                          Allerdings ist der Ausbau der erneuerbaren Energien in den letzten Jahren drastisch gesunken. So sei allein der Ausbau der Windkraft von 2014 auf 2016 um 57 % eingebrochen. „Bei so einem Ausbaurückgang davon zu reden, dass 'der Ausbau stark voran geht', ist schon überraschend“, bemerkt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft in einer eigenen Aussendung. „Der Ökostromausbau bleibt weit hinter den energiepolitischen Notwendigkeiten und Erfordernissen des Klimaschutzes zurück. Die großen Chancen für Wirtschaft, Arbeitsplätze und Umwelt werden nicht ausreichend genutzt. Dies muss ebenso betrachtet werden“, so Moidl abschließend.

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                                            #25 Österreicher*innen sind spitze(nreiter)!

                                            Pro Kopf und Jahr werden in Österreich 2.255 Kilometer mit Bahn, Straßenbahn und U-Bahn gefahren. Damit ist die Alpenrepublik Spitzenreiter innerhalb der EU. Der EU-Schnitt liegt bei nur 1.090 Kilometer. Nur in der Schweiz werden am Kontinent noch mehr Kilometer auf Schienen gefahren. Das zeigt eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der EU-Kommission.

                                            Das sind erfreuliche News, wenn auch in Österreich vier Mal so viele Kilometer auf der Straße wie auf der Schiene gefahren werden. Im EU-Schnitt sind es neun Mal so viele.

                                            Oft wird über die Öffianbieter gemeckert. Verspätungen, volle Züge, unzureichende Verbindungen sind Kritikpunkte, die nach wie vor viele zum Auto zurückgreifen lassen. Dass die Österreicher*innen nun laut Statistik wahre Öffifreund*innen sind, überrascht mich. Positiv natürlich! Denn wer 1.000 Kilometer auf der Schiene zurücklegt, verursacht laut Umweltbundesamt 15 Mal weniger CO2-Emissionen als mit dem Auto. Weiter so!

                                            Hier die Spitzenreiter innerhalb der EU:
                                            (Pro Kopf und Jahr mit Bahn, Straßenbahn und U-Bahn gefahrene Kilometer)
                                            1. Österreich: 2.255 km
                                            2. Tschechien: 1.860 km
                                            3. Frankreich: 1.555 km
                                            4. Schweden: 1.545 km
                                            5. Deutschland: 1.370 km
                                            EU-Schnitt: 1.090 km

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                                              #26 Tag der Deutschen Einheit – tagesschau vom 3. Oktober 1990

                                              Schönen Feiertag den deutschen Mitbürger*innen und Nachbar*innen! #Freiheit #Demokratie #nichtvergessen

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                                                #27 Heute ist Welttierschutztag!

                                                Zum Welttierschutztag wünsche ich mir mehr Respekt für alle Lebewesen und eine höhere Wertschätzung der Natur.

                                                "Solange Menschen denken,
                                                dass Tiere nicht fühlen,
                                                müssen Tiere fühlen,
                                                dass Menschen nicht denken."
                                                (Verfasser unbekannt)

                                                Schönen Welttierschutztag!

                                                Bild: Karin Bornett

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                                                  #28 Ohne Rücksicht auf Verluste

                                                  Der WWF Österreich bewertet den parlamentarischen Abänderungsantrag zum UVP-Gesetz als Frontalangriff auf den Umweltschutz in Österreich. „Die Bundesregierung will kritische Stimmen aus Umweltverfahren ausschließen, um umweltschädliche Großprojekte schneller durchpeitschen zu können. Das ist ein völlig inakzeptabler Schritt in Richtung Orbanisierung des Umweltschutzes“, kritisiert Hanna Simons, die Leiterin der Natur- und Umweltschutzabteilung des WWF.

                                                  Konkret sollen in Zukunft Vereine, die weniger als 100 Mitglieder haben, von Umweltverfahren ausgeschlossen werden. Jene Vereine, die mehr als 100 Mitglieder zählen, sollen „eine Liste der Mitglieder des Vereins mit Name und Anschrift der Mitglieder“ offenlegen. Ansonsten wird den Expertinnen und Experten die Mitsprache verwehrt, „was zahlreiche bisher anerkannte Umweltschutzorganisationen von der UVP-Beteiligung ausschließen würde“, so der WWF.

                                                  Eine Schikane für Umweltschützer, die auch vom Umweltdachverband scharf kritisiert wird. „Personenbezogene Mitgliederdaten offen zu legen, widerspricht eindeutig den Vorgaben der Europäischen Datenschutzgrundverordnung und ist ein inakzeptabler Eingriff in die Privatsphäre vieler ehrenamtlich Engagierter. Ich appelliere daher eindringlich an die Abgeordneten zum Nationalrat, diesen Frontalangriffen auf Umweltschutzstandards und UmweltschützerInnen nicht zuzustimmen“, sagt etwa Franz Maier, Präsident des Umweltdachverbandes.

                                                  Dass die Standortentwicklung von der neuen Regelung profitiert, das bezweifeln die beiden NGO-Vertreterinnen Liliana Dagostin, Vizepräsidentin des Umweltdachverbandes, und Romana Ull, Naturschutzbund Steiermark: „Die nüchternen Zahlen des kürzlich veröffentlichten 7. UVP-Berichts des BMNT an den Nationalrat lassen keine rationale Rechtfertigung für die aufgeheizte politische Debatte rund um eine Gefährdung des Wirtschaftsstandortes Österreich erkennen, der nur durch ein Standortentwicklungsgesetz gerettet werden könne“, sind sie sich einig.

                                                  Gut, dass seit gestern die Donnerstagsdemo ein Revival feiert. Dass Gesetze ohne Rücksicht auf Verluste durchgeboxt werden, ist eine Entwicklung, die mir nicht gefällt. Es wird Tag zu Tag schwieriger, optimistisch zu bleiben. Jetzt braucht es eine Menge Zivilcourage und kritische Stimmen, die ruhig noch etwas lauter werden dürfen.

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                                                    #29 Die freundlichsten Länder der Welt

                                                    Heute ein positives Ranking: Die freundlichsten Länder der Welt für Expats. Wo man am freundlichsten behandelt wird, hat die Netzwerkplattform InterNations ihre Mitglieder befragt. Die Expats haben mehr als 180 Länder bewertet.

                                                    Kann Österreich punkto Lebensqualität oft vordere Plätze belegen, gibt es in Sachen Freundlichkeit wohl noch Nachholbedarf: Österreich liegt auf Platz 64, hinter der Schweiz und einen Rang höher als Kuwait. Ein breites Lächeln zaubern hingegen folgende Top-Ten der freundlichsten Länder hervor:
                                                    1 Portugal
                                                    2 Taiwan
                                                    3 Mexico
                                                    4 Cambodia
                                                    5 Bahrain
                                                    6 Costa Rica
                                                    7 Oman
                                                    8 Colombia
                                                    9 Vietnam
                                                    10 Canada

                                                    hinzugefügt von

                                                      #30 Den Fußabdruck online berechnen

                                                      WWF-Klimarechner

                                                      Ermitteln Sie Ihren CO2-Verbrauch mit unserem Klimarechner und erhalten Sie Tipps, wie Sie den CO2-Fußabdruck reduzieren können.

                                                      Mit 35 einfachen Fragen wird dein CO2-Verbrauch berechnet. Meine Achillesferse ist ganz klar das Auto. Darauf verzichten wird aber schwer. WWF schlägt mir die Umstellung auf Elektromobilität vor. Finde ich gut, der Sparstrumpf hängt schon!

                                                      hinzugefügt von

                                                        #31 World Food Day 2018 – Our Actions are our Future

                                                        Jedes Jahr wird am 16. Oktober anlässlich des Welternährungstages daran erinnert, dass in Zeiten des globalen Überflusses fast eine Milliarde Menschen dauerhaft unterernährt sind. Laut UNO sind das derzeit 821 Millionen Menschen, insbesondere in Asien, Afrika und Lateinamerika.

                                                        Währenddessen werden in den Industrienationen nach wie vor Unmengen Lebensmittel weggeworfen – in Deutschland zum Beispiel 80 kg pro Jahr und Kopf. Weitere 56 Kilogramm Lebensmittel pro Kopf und Jahr gehen laut „Brot für die Welt“ bei Industrie, Handel und Großverbrauchern verloren. In Österreich landen 157 000 Tonnen Lebensmittel jährlich im Müll. Pro Jahr und Kopf sind das 19 kg. „Diese Mengen an Lebensmitteln entsprechen den Lebensmitteln, die von einer halben Million Menschen in einem Jahr gegessen werden. 14 % des Restmülls in Österreich sind vermeidbare Lebensmittelabfälle. 11% sind nicht vermeidbare Lebensmittelabfälle“, heißt es auf zerowasteaustria.at. Am häufigsten entsorgt werden Brot, Süß- und Backwaren, gefolgt von Obst und Gemüse.

                                                        Der Welternährungstag geht auf die Gründung der Welternährungsorganisation FAO (Food and Agriculture Organization of UN) am 16. Oktober 1945 zurück. 2015 formulierte die FAO als globales Ziel „Zero Hunger“ bis 2030. Die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung (Dont- Waste Food) ist dabei ein wesentlicher Bestandteil, um dieses Ziel zu erreichen. Ein Bestandteil, den wir alle beeinflussen können. Das beginnt beim vernünftigen Einkauf und endet mit leckeren Rezepten, die es gar nicht so schwer machen, Reste zu verkochen. Also ran an den Kochlöffel!

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                                                          #32 Danke für nix – Equal Pay Day

                                                          Heuer fällt der Equal Pay Day österreichweit auf den 20. Oktober. Das ist jener Tag, an dem Vollzeit arbeitende Männer bereits das Jahreseinkommen von Vollzeit arbeitenden Frauen erreicht haben.

                                                          Während das durchschnittliche Nettoeinkommen von Männern in Österreich bei 24.339 Euro liegt, verdienen Frauen durchschnittlich 16.623 Euro netto im Jahr. Daraus ergibt sich ein Minus von 31,7 Prozent. Laut Zeitverwendungsstudie arbeiten Männer 63 Stunden pro Woche, 75 Prozent davon bezahlt, Frauen hingegen arbeiten 65 Stunden, allerdings nur 59 Prozent davon bezahlt.

                                                          Frauen arbeiten dieses Jahr anders ausgedrückt 73 Tage unbezahlt. Danke für nix.

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                                                            #33 Be happy

                                                            Österreicherinnen und Österreicher in vielen Lebensbereichen zufrieden

                                                            Die Österreicherinnen und Österreicher äußern Zufriedenheit mit vielen Lebensbereichen, das zeigen die Ergebnisse der neuen "Europäischen Wertestudie", die an der Universität Wien erhoben wurde: 71 Prozent bezeichnen sich als zufrieden mit ihrem Leben, die Familie (87 Prozent) ist für sie der wichtigste Lebensbereich.

                                                            Die Österreicher*innen sind zufrieden. Das zeigt die „Europäische Wertestudie 1990-2018“ (European Values Study – EVS). Bei der Studie handelt es sich um eine Langzeituntersuchung, die Einstellungen und Werthaltungen der Bevölkerung zu den Themenfeldern Arbeit, Familie, Politik und Religion untersucht.

                                                            Aus der Studie geht unter anderem hervor, dass „Während sich die Österreicherinnen und Österreicher bei der vergangenen EVS-Welle 2008 von der Politik schwer enttäuscht zeigten, wird 2018 ein positiveres Bild skizziert. Die Mehrheit der österreichischen Bevölkerung (56 %) äußert sich zufrieden hinsichtlich der Art, wie das politische System in Österreich derzeit funktioniert, die Demokratie wird von 96 % als (sehr) gutes politisches System für das Land eingeschätzt (2008: 92 %).

                                                            Dass die Demokratie an Stellenwert gewonnen hat, ist super. Aber wieso sind die Menschen so zufrieden? Der Familienbonus hilft vor allem besser Verdienenden, Arbeitslosen droht der Zugriff auf das Angesparte und nun sollen Arbeitssuchende auch noch durch einen digitalen Check algorithmisch diskriminiert werden. Die Fehltritte des Innenministers bezüglich Pressefreiheit seien hier nur kurz erwähnt. Es ist schön, dass man sich hierzulande offenbar in Zufriedenheit und Glückseligkeit wiegt. Ganz nachvollziehen kann ich es nicht.

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                                                              #34 Einwegplastik adé

                                                              Das Europäische Parlament hat über die Richtlinie „zur Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt“ abgestimmt und damit der Plastikverschmutzung den Kampf angesagt. Plastikeinwegprodukte könnten so bald der Vergangenheit angehören.

                                                              „Das Europäische Parlament hat heute Geschichte geschrieben, indem es beschlossen hat, Wegwerfplastik zu reduzieren. Das ist ein wegweisender und wichtiger Schritt, um die Plastikverschmutzung in unserer Umwelt zu reduzieren. Nun sind die nationalen Regierungen am Zug: Diese müssen nun sicherstellen, dass die Richtlinie nicht verwässert wird und dem Druck der Industrie nicht nachgegeben wird.“ so Lisa Kernegger, Expertin für Plastik bei GLOBAL 2000.

                                                              Denn der endgültige Beschluss der Richtlinie benötigt noch weitere Verhandlungen der nationalen Regierungen, die für Oktober erwartet werden. Wenn eine gemeinsame Position erreicht ist, folgt der sogenannte Trilog zwischen dem Europäischen Rat, dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission. Dieser könnte bereits Anfang November beginnen.

                                                              Global 2000 warnt aber vor Schlupflöchern: „Besorgniserregend ist allerdings weiterhin die Definition von „Einweg-Plastikartikeln“. Denn mit der derzeitigen Definition kann nicht ausgeschlossen werden, dass Plastik-Hersteller Reduktionsziele und Verbote einfach ignorieren, indem sie Einwegprodukte als "wiederverwendbar" deklarieren. Hier müssen noch klare Richtlinien erlassen werden, die Hintertüren und Schlupflöcher unmöglich machen“, heißt es in der Aussendung.

                                                              Jedenfalls ist die Abstimmung der EU ein wichtiger und positiver Schritt im Kampf gegen Umweltverschmutzung. Und ganz ehrlich, Wegwerfplastikprodukte werden mir persönlich nicht fehlen.

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                                                                #35 Gedenken(,) nicht vergessen!

                                                                Am Freitag jähren sich zum 80. Mal die Novemberpogrome von 1938 gegen die jüdische Bevölkerung. Die APA hat dazu Zahlen veröffentlicht: „In Österreich wurden im Rahmen der Pogrome im November 1938 mindestens 30 Juden getötet, 7.800 verhaftet und aus Wien rund 4.000 sofort ins Konzentrationslager Dachau deportiert. Im gesamten "Deutschen Reich" wurden tausende Synagogen und Geschäfte niedergebrannt, nach offizieller damaliger Lesart 91 Personen getötet, tatsächlich starben aber während der Pogrome und in deren Folge weit mehr Menschen. Mehr als 20.000 Personen wurden verhaftet.“

                                                                In ganz Österreich finden rund um den 9. November verschiedene Gedenkveranstaltungen statt. Bitte gehen Sie dort hin und nehmen Sie auch ihre Kinder mit. Je kleiner die Gruppe der Zeitzeugen wird, desto wichtiger ist es, nicht zu vergessen.

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                                                                  #36 Noch ein Cityranking – Wien erreicht 5. Platz

                                                                  Erneut schafft es Wien unter die Top 5 eines Cityrankings. Diesmal ist es der „Sustainable Cities Index 2018“ des globalen Planungs- und Beratungsunternehmens Arcadis. Aufgeteilt wurden die untersuchten Faktoren in die Kategorien „People“, „Planet“ und „Profit“, eng abgestimmt mit den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SGDs). Alle Kategorien zusammengefasst, rangiert Wien auf dem fünften Platz und liegt damit hinter London, Stockholm, Edinburgh und Singapur.

                                                                  In der Presseaussendung von Arcadis heißt es: „Nur wer die Interessen von Bürgern, Wirtschaft und Umwelt bestmöglich miteinander vereint, schaffte es in allen drei Subindizes unter die Top 20. Wien gehört dazu und nimmt insbesondere in der Kategorie „Planet“, die Indikatoren wie die Wasserversorgung oder den Energieverbrauch misst, eine Spitzenposition ein. Ob die Reduktion von Luftverschmutzung und Treibhausgasen, die Förderung des Fahrradverkehrs oder großzügige Grünflächen: Österreichs Hauptstadt hat sich gegen Städte wie Oslo oder Kopenhagen durchgesetzt und rangiert auf einem exzellenten vierten Platz. Im Subindex „People“ zu Themen wie Gesundheitsförderung, Arbeitszeiten oder Sicherheit konnte sich Wien auf Platz 19 positionieren. Zwar punktet die Donaumetropole wie kaum eine andere Weltstadt mit bezahlbarem Wohnraum, in den Bereichen Bildung, Einkommensgleichheit oder öffentlicher Nahverkehr konnte Arcadis jedoch noch Verbesserungspotenzial identifizieren. Im Subindex „Profit“ erreichte Wien einen respektablen 16 Platz. In dieser Kategorie kam es vor allem auf Wirtschaftsleistung und geschäftliche Infrastruktur an. Österreichs Metropole überzeugte vor allem mit einem weitgehend hürdenfreien Geschäftsleben, guten Beschäftigungszahlen sowie einem zukunftsorientierten Mobilfunknetz- und Breitband-Ausbau.“

                                                                  Habe nur ich den Eindruck, dass die City Rankings immer mehr werden? Dass Wien es wieder unter die Top 5 geschafft hat, mag Lobhudelei sein. Doch, so wie ich als Niederösterreicherin finde, zu Recht. Denn gute Nachrichten sind es wert verbreitet zu werden und dass Wien eine lebenswerte Stadt ist, den Vergleich mit anderen Metropolen nicht zu scheuen braucht, teile ich gerne mit.

                                                                  Photo by Stefan Steinbauer on Unsplash

                                                                  hinzugefügt von

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                                                                    hinzugefügt von

                                                                      #38 Der Countdown läuft – Weihnachtliche Wünsche

                                                                      Weihnachten ist eine Konsumschlacht. Jedes Jahr werden Unmengen an Verpackungsmaterial verbraucht und unzählige Geschenke gemacht, die oft ohne Sinn und Hinterfragen, nur als ein weiteres Teil im überladenen Schrank landen. Die Händler freuen sich. Weihnachten ist aber auch Fest der Nahrungsmittelverschwendung – die Überreste des üppig beladenen Festtagstisches landen nicht selten im Müll.

                                                                      Deshalb würde ich mir dieses Jahr mehr Mut zu Bescheidenheit wünschen und hoffe, das Christkind bringt – wenn schon, dann nachhaltige Geschenke und einen vernünftigen Speiseplan für das große Fest.

                                                                      Ich selbst freue mich schon jetzt auf die besinnliche Adventszeit. Mit ein bisschen Sorgfalt kann Weihnachten auch nachhaltig ohne Abschläge gefeiert werden. Unser Planet wird es uns danken.

                                                                      hinzugefügt von

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                                                                        „Ein wachsendes Bewusstsein für Tierwohl und Nachhaltigkeit in allen Ernährungsfragen, Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten sowie -Allergien sorgen dafür, dass sich pflanzliche Molkereiprodukte steigender Beliebtheit erfreuen“, so in einer Aussendung von Prolupin GmbH, die in ihren Produkten tierische Milch durch den Saft von Lupinen ersetzt. Eine Umfrage im Auftrag des Herstellers bestätigt das: „Etwa 60 Prozent aller Befragten sind demnach aufgeschlossen gegenüber der Verwendung von Süßlupinen-Alternativen zu herkömmlichen Milch-Produkten wie Joghurts, Desserts, Frischkäse und Eis. Von den etwa 2.000 Interviewten gab außerdem ein Viertel an, die Produkte bereits manchmal oder regelmäßig zu konsumieren.

                                                                        Besonders erfreulich: „Laut Umfrage ist für 31 Prozent der Verbraucher eine nachhaltige Rohstoffgewinnung wichtig. Die gleiche Anzahl der Befragten ist bereit, für klimaschonende Produkte mehr zu zahlen.“

                                                                        hinzugefügt von

                                                                          #40 Grüne Marken

                                                                          Mit der Auszeichnung GREEN BRAND Austria wurden - nach 2012, 2014 und 2016 - nun zum vierten Mal Persönlichkeiten, Produkte, Lebensmittel, Dienstleistungen und Unternehmen geehrt, die „nachweisbar ökologische Nachhaltigkeit praktizieren und somit eine hohe nationale, wie internationale Anerkennung verdienen“, heißt es in der Aussendung von GREEN BRANDS.

                                                                          GREEN BRANDS ist nach eigenen Aussagen eine internationale, unabhängige und selbständige Brand-Marketing-Organisation. Sie verleiht in internationaler Zusammenarbeit mit Markt- und Meinungsforschungsinstituten und unabhängigen Institutionen und Gesellschaften im Umweltschutz, Klimaschutz- und Nachhaltigkeits-Bereich das GREEN BRANDS-Gütesiegel.

                                                                          Folgende Unternehmen und Produkte wurden ausgezeichnet und erhielten erstmals das Gütesiegel GREEN BRANDS Austria 2018:
                                                                          Bioenergie, claro, dmBiO, Gratzer feinstes Naturbier, KORA, MARiAS Biokosmetik, PAPSTAR, Spitz sowie VERIVAL.

                                                                          Folgende Marken und Unternehmen konnten sich revalidieren und erhielten das GREEN BRANDS Austria 2018 Gütesiegel mit Stern:
                                                                          ADAMAH, BRAUUNION Österreich, Das Grüne Hotel zur Post, HELLs Ferienresort, K3 KitzKongress, Lenzing Papier, STYX Naturcosmetic und W.E.B Windenergie.

                                                                          Bereits zum dritten Mal wurden nach erfolgreicher zweiter Re-Validierung ausgezeichnet:
                                                                          AlmaWin, GASTEINER, green care, Klar, Palfinger, PRIMAVERA, RETTER Seminar Hotel sowie RIESS. Diese Marken erhielten das Gütesiegel mit drei Sternen.

                                                                          Das GREEN BRANDS Austria 2018 Gütesiegel mit drei Sternen erhielten nach dritter erfolgreicher Re-Validierung:
                                                                          alverde NATURKOSMETIK, Bergkräuter, BioLandhaus Arche, Buchdruckerei Lustenau, denn´s BIOMARKT, Druckhaus Schiner, Frosch, Römerquelle und VBV Vorsorgekasse.

                                                                          Bei Teilnahme erhalten die nominierten Unternehmen die entsprechenden Frage-/Prüfungsbögen zur Validierung. „Diese wurden in enger Zusammenarbeit mit dem internationalen, wissenschaftlichen Nachhaltigkeitsinstitut SERI (Wien) sowie einer unabhängigen Unternehmensberatung für Klimaschutz und Nachhaltigkeit (ALLPLAN in Wien) entwickelt.“

                                                                          Ich persönlich finde es zwar gut, nachhaltige Marken vor den Vorhang zu holen, jedoch – wie schon vorher mal beschrieben – ist auch das GREEN BRAND ein Label mehr im Dschungel. Ich bin nach wie vor für die Einführung eines Metalabels von hochoffizieller, geprüfter Stelle. Nichtsdestotrotz sind alle Bestrebungen Richtung Nachhaltigkeit zu begrüßen. Glückwunsch an die GREEN BRANDS.

                                                                          hinzugefügt von

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                                                                            hinzugefügt von

                                                                              #42 Bodenverbrauch ist Umweltproblem

                                                                              „Es wird in Österreich noch immer zu viel an Fläche täglich neu verbaut. Wir liegen um das Fünffache über dem Ziel der Nachhaltigkeitsstrategie aus dem Jahr 2002, erneuert im Masterplan für den ländlichen Raum. Dieser ist Bestandteil des jetzigen Regierungsübereinkommens und legt den Zielwert für den Bodenverbrauch mit 2,5 Hektar pro Tag fest. Wir gefährden mit der Entwicklung die Zukunft Österreichs!“, heißt es in einer Presseaussendung der Österreichischen Hagelversicherung heute anlässlich des Weltbodentags.

                                                                              Der gegenwärtige tägliche Bodenverbrauch von 12,4 Hektar, oder umgerechnet rund 20 Fußballfelder, sei ein „gigantisches Umweltproblem“.

                                                                              So gibt es mehrere Gründe, die dafürsprechen, sorgsam mit Grünflächen und Ackerland umzugehen: Die Versorgung mit heimischen Lebensmitteln ist gefährdet und für Tiere und Pflanzen geht Lebensraum verloren. In der Aussendung heißt es außerdem: „Der Bodenverbrauch hat auch unmittelbare Auswirkungen auf den Wasserhaushalt: Regenwasser kann weniger gut versickern, sodass die Grundwasservorräte nicht aufgefüllt werden und Überschwemmungen zunehmen. Auch das Klima wird durch den Wegfall des Bodens als CO₂-Speicher negativ beeinflusst: Durch verbaute Böden kann kein Wasser verdunsten, weshalb sie im Sommer nicht zur Kühlung der Luft beitragen. Hinzu kommt, dass sich vermehrt CO₂ in der Atmosphäre befindet, Dürreperioden wie im heurigen Jahr nehmen zu.“

                                                                              „Zu fordern sind nachhaltige Entwicklungskonzepte in der Raumordnung, die Bodenverbrauch, Klima, Verkehr und soziale Infrastruktur verflechten, klare Verpflichtung von bodenverbrauchenden Unternehmen und Organisationen zu effizienter Nutzung und allfälligen Kompensationen, sowie eine „Anwaltschaft des Bodens“ in Umwidmungsverfahren“, so in der Aussendung.

                                                                              hinzugefügt von

                                                                                #43 Alles Gute zum 70er!

                                                                                "Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren", lautet der erste Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Diese wurde heute vor 70 Jahren, am 10. Dezember 1948, von den Vereinten Nationen verabschiedet.

                                                                                Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte anlässlich des Jahrestages: „Es ist im ureigenen Interesse aller, für die Menschenrechte einzutreten - für die eigenen Rechte wie für Rechte anderer. Denn nur wo es eine wache Zivilgesellschaft gibt, die die politisch Verantwortlichen immer wieder auf Missstände hinweist und Lösungen vorschlägt, da kann eine Gesellschaft die Herausforderungen der Zukunft meistern.“

                                                                                Die Erklärung der Menschenrechte garantiert jedem Menschen die gleichen Rechte – unabhängig von Herkunft, Staatsangehörigkeit, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, sexueller Orientierung, Identität oder Vermögen. Leider werden die Menschenrechte in gewissen Regionen und Gruppen heute mit Füßen getreten. 70 Jahre nach Unterzeichnung der Menschenrechte ist es noch lange nicht selbstverständlich, dass jeder Mensch mit Respekt behandelt wird. Das ist traurig. Haben wir geschlafen? Und wie wird die Lage am 100. Jahrestag im Jahr 2048 sein? Die Zivilgesellschaft ist stark und hat dank Internet die Möglichkeit zur Vernetzung – die Frage ist, werden Fairness und Respekt gewinnen oder bleiben Gewinn und Profit Werte, die es zu verteidigen gilt. Ich bin gespannt auf 2048 – wenn die Menschenrechte hundert werden und gratuliere in der Zwischenzeit zum 70er. Denn dass damit ein Meilenstein gesetzt wurde, ist Fakt. Der 10.12.1948 war ein großer Tag für die Menschen.

                                                                                hinzugefügt von

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                                                                                  Hinzufügen

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                                                                                  Hinzufügen

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                                                                                  Geschrieben von Karin Bornett

                                                                                  Bloggerin in der Option-Community, freie Journalistin und Texterin. Technikaffines Labradorfrauchen mit großem Interesse an Innovation und Nachhaltigkeit, Gefallen für Dorfidylle und Faible für urbane Kultur.

                                                                                  www.karinbornett.at

                                                                                  Selbst gewonnene Konzernklagen kosten Millionen! Ende 2015 verlor der Tabakkonze...

                                                                                  Selbst gewonnene Konzernklagen kosten Millionen! Ende 2015 verlor der Tabakkonze…

                                                                                  722 Menschen malen ein Bild für Antarktis Teil 2 | Wacken Festival

                                                                                  722 Menschen malen ein Bild für Antarktis Teil 2 | Wacken Festival