Karin Bornett
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Blog: Karin Bornett

Ansichtssache – Meine Zukunft und Alternativen

Hier teile ich Ansichten, News und Infos, die für mich eine positive Option für die Zukunft darstellen. Innovationen, Themen und Tipps, positive Entwicklungen und neue Gadgets.

Foto/Video: Karin Bornett

#1 HeroEasy – die Energie-Revolution auf dem Hausdach

HeroEasy - die Energie-Revolution auf dem Hausdach

Das weltweit erste und einzige kompakte Energiemodul, das autonome und dezentrale Energieversorgung ermöglicht. Die Logic Group bietet ihren Kunden resp. Solutionpartnern weltweit ein durchdachtes Energie-Modul an, welches dezentral und völlig autark die Solar- und Windkraft sowie thermische Energie zur Energiegewinnung nutzt und somit 7 x 24h Energie produzieren kann.

Multikraftwerk Dachziegel
Die Schweizer Firma Logic Group hat mit „Hero Easy“ einen Ziegel entwickelt, der ein wahrer Alleskönner ist. Er verfügt über eine Photovoltaik- und eine Solarthermieanlage sowie einen kleinen Windkanal.

In Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern und der Klimastiftung Schweiz hat das Unternehmen aus Zug den Dachziegel entwickelt. Das kleine Multikraftwerk ist wie ein Sandwich aufgebaut: Oben die Photovoltaikanlage, die Strom erzeugt. Die abstrahlende Wärme wird darunter von einer Solarthermieanlage eingefangen und in nutzbare Energie umgewandelt. Ganz unten befindet sich ein kleiner Windkanal, der Propeller antreibt und weitere Energie generiert.
Laut Logic Group können 160 Quadratmeter Dach rund 80.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr produzieren – etwa dreimal mehr als ein Haus mit so einer Dachfläche verbraucht. Überschüssiger Strom kann ins Netz gespeist werden. Bis Ende des Jahres soll der innovative Dachziegel zur Marktreife gebracht werden und dann in etwa gleich viel kosten, wie eine herkömmliche Solaranlage.

Eine spannende Innovation, wie ich finde. So können Häuser mehr sein als nur Energieverbraucher und zu aktiven und nachhaltigen Lieferanten werden. Dass nachhaltiges Bauen durchaus wirtschaftlich ist, kann übrigens hier nachgelesen werden: https://www.dieoption.at/energieeffizienz-nachhaltiges-bauen-sanieren-ist-nicht-wirtschaftlich/

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    #2 Wie tief sitzen diese Ängste?

    Die gestörte Wahrnehmung zu Zuwanderung und Sozialstaat | NZZ

    Wie werden Migranten wahrgenommen? Wie sehr entspricht dies den Tatsachen? Und wie beeinflusst dies die Bereitschaft zur Umverteilung? Harvard-Ökonomen haben dazu bemerkenswerte neue Erkenntnisse gewonnen. In den besten und in den schlechtesten Familien gibt es Streit. Vor einiger Zeit waren sich die deutschen Schwesterparteien CDU und CSU wegen der Asylpolitik in die Haare geraten.

    Quelle

    Ökonomen der Harvard University zeigen in einer neuen Studie auf, "dass Fehlwahrnehmungen zur Zuwanderung auch die Einstellung zum Sozialstaat beeinflussen." In der Studie wird klar, dass die Mehrheit Migranten falsch einschätzt. Eine Auswirkung plärrender Berichterstattung und "Fake News"? Zum Teil bestimmt und deshalb einmal mehr ein Auftrag an alle Meinungsmacher.

    Mehr überrascht hat mich aber die Aussage: "Es stellte sich heraus, dass bloss schon der Umstand, an Zuwanderung zu denken, die Leute weniger solidarisch machte." Wie tief sitzen diese Ängste? Und wie lange wird es wohl dauern, bis sie überwunden sind?

    von

      #3 Marketinggag oder mehr – good News anyway

      Erste Lego-Steine aus pflanzlichem Material sind erhältlich

      Die nachhaltigen Bauteile von Lego bestehen auf Plastik auf Basis von Zuckerrohr. Die ersten Steine sind nur für kurze Zeit erhältlich.

      Klar, LEGO ist aus keinem Kinderzimmer wegzudenken. Dass die Bausteine nun nachhaltig werden, sind wahrlich good News. Das Spielzeug hat ganze Generationen geprägt und ist sicherlich die bessere Alternative zu Youtube und Co.

      Kinder müssen spielen und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Sie sollten auf Bäume klettern und im Matsch wühlen dürfen. Gibt es ein nachhaltigeres Spielzeug als Steine, Äste oder Blätter?

      LEGO wird heuer 60 und zeigt mit seiner Nachhaltigkeitsinitiative, dass es zukunftsfähig bleiben will. Die neuen Bausteine bestehen zu 98 Prozent aus Polyethylen, einem Kunststoff auf Zuckerrohr-Basis. Dieser wird von LEGO als nachhaltig bezeichnet, biologisch abbaubar ist er jedoch nicht. Ob Marketingkampagne, oder echtes Interesse an Nachhaltigkeit sei dahingestellt. Jedenfalls ist der grüne Baustein ein deutliches Zeichen dafür, wie wichtig den Konsumenten das Thema ist.

      Die Steine aus Zuckerrohr sind übrigens nur noch bis zum 17. August erhältlich. Ab November soll es die erste reguläre Serie geben.

      von

        #4 Schulterklopfer für Textilbündnis

        Textilbündnis: Das Ende der Freiwilligkeit

        Das Textilbündnis soll Textilarbeiterinnen in Billiglohnländern mehr Sicherheit bringen - bislang mit mäßigem Erfolg. Alle Vereinbarungen waren freiwillig. Das soll sich nun ändern. Von Martin Polansky, ARD-Hauptstadtstudio Berlin Fünf Paar Socken für drei Euro, ein T-Shirt für 2,50 Euro. An solchen Kampfpreisen hat sich nichts geändert seit dem Einsturz der Rana Plaza Textilfabrik in Bangladesch im April 2013.

        Das Textilbündnis soll bessere Arbeitsbedingungen in den Billiglohnländern bringen und nachhaltige Textilien forcieren. Es wurde als Reaktion auf den Einsturz der Rana Plaza Textilfabrik in Bangladesch im April 2013, ein Jahr später in Deutschland gegründet.

        Nun könnte man die Initiative als Greenwashing bezeichnen. Denn die Erfolge sind laut Medienberichten eher mäßig. Das soll sich aber jetzt ändern. Galt bisher das Prinzip der Freiwilligkeit - die Unternehmen konnten sich selbst Ziele setzen - wird das Textilbündnis nun verbindlicher: Es gibt verpflichtende Ziele und die Unternehmen müssen Roadmaps veröffentlichen, wie sie die Vorgaben erreichen wollen. Die ersten 60 Roadmaps sind auf der Seite des Textilbündnisses (https://www.textilbuendnis.com/) öffentlich einsehbar.

        Dass auch Riesen wie H&M und KiK dabei sind, macht skeptisch. Denn an den Preisen hat sich seit 2013, beziehungsweise seit der Gründung der Initiative 2014, nichts geändert. Was soll sich da also an den Produktionsbedingungen groß geändert haben? Trotzdem: Das Textilbündnis kann auch als Schritt in die richtige Richtung betrachtet werden. Immerhin steht es für knapp 50 Prozent der Branche gemessen am Gesamtumsatz in Deutschland. In Zukunft will man 75 Prozent der Branche erfassen.

        Noch besser ist es, regional hergestellte Biotextilien zu unterstützen. Die Großen werden trotzdem nicht verschwinden. Deshalb sind meines Erachtens und bei aller Kritik, doch auch die kleinen Schritte zu würdigen. Einen Schulterklopfer sollte man der Initiative doch gönnen, oder nicht?

        von

          #5 Tool: Nachhaltigkeitscheck

          Ein nettes Tool, das aus einer Datenbank von mehr als 8.000 internationalen Unternehmen nach Nachhaltigkeitskriterien filtert. Allerdings muss man seine Mailadresse dafür hergeben und es wird nur eine Liste mit höchstens zehn Unternehmen gesendet. Die Ergebnisse sind trotzdem ganz interessant.

          von

            #6 Verloren im Label-Dschungel

            Ich empfinde die Vielzahl an Ökolabels, die derzeit am Markt herumschwirren, als unproduktiv und höchstgradig verwirrend. Ist es von einer unabhängigen Stelle oder selbst vergeben? Wer hat es geprüft? Bei der Vielzahl an Ökolabels, die noch dazu unterschiedlichst zu bewerten sind, verliert man schnell den Überblick. Ein Meta-Label, dem man wirklich trauen kann, wäre doch eine gute Option.

            Für so ein Label könnte der ökologische Fußabdruck als Grundlage dienen, ergänzend wäre die soziale Komponente, die gesellschaftlichen Auswirkungen, mit einzubeziehen. So ein Label müsste natürlich von einer unabhängigen Stelle vergeben werden und sämtliche Produktions- und Verwertungsschritte beinhalten. Leider werden wir Konsument*innen doch allzu gerne hinters Licht geführt. Und oft verbergen sich hinter gut gemeinten Initiativen nur halb so gute Ergebnisse. Ein Beispiel? Adidas verkauft Textilien, die aus Plastikmüll aus dem Meer hergestellt werden. Dass die Textilien allerdings nach ihrem Gebrauch wiederum Mikroplastik abgeben, das nicht recycelt wird, ist die andere Seite der Medaille.

            Ein neues „Meta-Label“ würde auch diesen Aspekt einschließen – den gesamten Kreislauf. Vielleicht träume ich. Doch wer hätte noch vor 30 Jahren überhaupt an so etwas wie Ökolabels gedacht?

            In der Zwischenzeit müssen wir den Label-Dschungel durchforsten und genau prüfen, was (und wer) dahintersteckt. Eine umfassende Übersicht hat vor Kurzem Greenpeace herausgebracht. Eine Orientierung für alle Verwirrten – und eine anschauliche Zusammenfassung darüber, wie viele verschiedene Labels es mittlerweile gibt und darüber, dass Label nicht gleich Label ist: https://www.dieoption.at/zeichen-tricks-guetezeichen-im-greenpeace-check/

            Bild: rawpixel on Unsplash

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              Geschrieben von Karin Bornett

              Bloggerin in der Option-Community, Freiberufliche Journalistin und Texterin, technikaffines Labradorfrauchen mit Leidenschaft für Dorfidylle, Gefallen für urbane Kultur und großem Faible für Innovation und Nachhaltigkeit.

              www.karinbornett.at

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