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Eine Küche für Nepal-Projekt

Im bekannten Naturhotel Chesa Valisa musste im Rahmen eines umfangreichen Umbaus (Link zu Umbau-Infos und auch zum Projekt) eine neue Küche her. Die alte wurde schließlich verkauft, und weil es für die Eigentümer-Familie Kessler vom Naturhotel Chesa Valisa eine Überzeugung ist, Positives zu bewirken, wurde der Verkaufswert für den Wiederaufbau eines gastronomischen Ausbildungsprojekts in Nepal gespendet. Die Firmen Lohberger und Fichtel, die Partner in Sachen Küche und Kühltechnik fanden das ebenfalls großartig und beteiligen sich mit stattlichen Beträgen.

Der Kontakt zu Nepal ist Tshering Lama Sherpa. Ein junger Mann, der vor Jahren nach Österreich kam, um an einem Austauschprogramm für Sherpas mitzumachen und danach eine Ausbildung an der bekannten Hotelfachschule Villa Blanka in Innsbruck absolvierte. Dabei lernte er David Kessler vom Naturhotel Chesa Valisa kennen. Die beiden verstanden sich von Anfang an und befreundeten sich.

Keine Chance bei heimischer Bürokratie

Tshering Lama Sherpa schloss 2009 seine Ausbildung an der Villa Blanka ab. Ein damit umfassend ausgebildeter, weltoffener und hoch motivierter junger Mann, wie er eigentlich im Tourismus dringend nachgefragt wird. Die gegenwärtige politische Haltung, allen voran politische Entscheidungsträger und Bürokratie machten die Zukunfts-Pläne jedoch zunichte. Entsprechenden Bewilligungen wurden verweigert, und Tshering Lama Sherpa musste zurück nach Nepal.

Nepal-Projekt bringt Tourismus-Knowhow

In Nepal gründete Tshering schließlich selbst eine touristische Schule, in der insbesondere jungen Nepalesinnen in den Bereichen Küche, Service und Etage ausgebildet werden. Die Schüler*innen schließen die Schule mit einem anerkannten Diplom ab und steigern dadurch ihre Aussichten am Arbeitsmarkt beträchtlich. Die meisten finden Anstellungen in Kathmandu und anderen Städten mit ausgeprägtem Tourismus und können dadurch ihre Familien in Nepal unterstützen.

Das Projekt war erfolgreich und auf gutem Weg, bis das Land von einer Naturkatastrophe erschüttert wurde. Das Erdbeben von 2015 hatte für Nepal enorme Auswirkungen. Das Ausmaß der Zerstörung war gewaltig, und auch eben jene Schule war eingestürzt. Der Wiederaufbau der touristischen Bldungsstätte konnte erst beginnen, als das Überleben der Betroffenen in Nepal gesichert war und erwies sich als langwieriger Prozess, der jedoch aufgrund intensiver Zusammenarbeit, internationaler Hilfe und der Beharrlichkeit von Tshering Lama Sherpa im Herbst 2018 mit der Wiedereröffnung der Schule abgeschlossen werden konnte.

Unterstützung für das Nepal-Projekt

Jetzt geht es darum, die Qualität der Ausbildung zu sichern. Genau hier setzen die Förderung der Familie Kessler und Lohberger an. Lohberger hat den Unterstützungsbetrag sogar verdoppelt. So kann dem Nepal-Projekt ein fünfstelliger Betrag zur Verfügung gestellt werden, der dort dringend gebraucht werden kann.

Foto/Video: Chesa Valisa

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Geschrieben von Helmut Melzer

Als langjähriger Journalist habe ich mir lange die Frage gestellt, was denn aus journalistischer Sicht tatsächlich Sinn machen würde. Meine Antwort darauf siehst Du hier: Option. Auf idealistische Weise Alternativen aufzeigen – für positive Entwicklungen unserer Gesellschaft.

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