Fortschritte
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Fortschritte

In kleinen Schritten geht es voran…

Hier hält die Option Community die aktuellen Fortschritte zu einer positiven Zukunft fest. Du weisst auch von einem wesentlichen positiven Fortschritt? Dann poste einfach davon am Ende der Liste.

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#1 Schluss mit A+++: neue Produkt-Energielabel für Energieeffizienz

Stolze 85 Prozent der KonsumentInnen in Europa achten beim Kauf eines Produkts auf das Energieeffizienzlabel. Doch das hat in den letzten Jahren gehörig für Verwirrung gesorgt, haben sich die Energieklassen doch selbst „überholt“, ohne dass bei den Energielabels nachgebessert wurde. Das Resultat waren unterschiedliche A-Klassen mit bis zu drei Pluszeichen, die aber teils enorme Energieeffizienz-Fortschritte markierten. Die Folge war geringe Motivation energiesparendere Produkte zu kaufen.
Das ändert sich nun: Mit einer Übergangsfrist von bis zu drei Jahren je nach Produktkategorie, kehrt die Energiepalette von A bis G zurück - inklusive verschärfter Grenzwerte. Letzteres führt auch dazu, dass in nächster Zeit nur ganz wenige Produkte die A-Topmarke ausweisen werden. Laut Berechnungen der EU-Kommission wird das überarbeitete Energieeffizienzlabel gemeinsam mit den Mindesteffizienzstandards (sogenannte Ökodesign-Verordnungen) den Haushalten jedes Jahr deutliche Einsparungen bringen. Miguel Arias Cañete, Kommissar für Klimapolitik und Energie: „Gemeinsam mit den Ökodesign-Vorschriften ermöglicht das überarbeitete Energieeffizienzlabel den Haushalten jedes Jahr Einsparungen von knapp 500 Euro und den Herstellern und Einzelhändlern Einnahmensteigerungen von mehr als 65 Milliarden Euro pro Jahr.“
Und die übersichtlichere Darstellung soll auch in Zukunft so bleiben: Eine neuerliche Anpassung der Klassengrenzen wird durchgeführt, sobald 30 Prozent der auf dem EU-Markt verkauften Produkte in die oberste Energieeffizienzklasse A fallen, oder wenn 50 Prozent dieser Produkte in die obersten zwei Energieeffizienzklassen A und B fallen. Darüber hinaus werden die untersten Klassen, wenn diese auf Grund der EU-Mindesteffizienzstandards nicht mehr erlaubt sind, grau dargestellt werden.
Zusätzlich wird eine öffentliche Online-Datenbank geschaffen werden. Ein zentrales Produktregister soll zudem die Mitgliedsstaaten bei der Marktüberwachung unterstützen. In Österreich können sich KonsumentInnen dafür bereits heute auf der Plattform www.topprodukte.at - ein Service von klimaaktiv, der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft – über die effizientesten Produkte informieren.

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    #2 Extreme Armut geht weiterhin global zurück

    Eine repräsentative Umfrage in Großbritannien zeigt geringen Realitätssinn: Auf die Frage, wie sich die globale, extreme Armut in den letzten 30 Jahren entwickelt habe, antworteten 55 Prozent, sie sei angestiegen, 33 Prozent meinten, sie bliebe gleich und nur zwölf Prozent sahen, was Fakt ist: Nur noch rund zehn Prozent der Weltbevölkerung leben in absoluter Armut (2015), Prognosen versprechen eine weitere Verbesserung bis zum Jahr 2030 auf 4,8 Prozent.
    Keine Frage, unterschiedliche Statistiken liefern unterschiedliche Werte - es steht jedoch fest: Die positive Tendenz, die sich seit den 1970er Jahren erkennen lässt, ist eine Tatsache. Und auch das ist keine Frage: Weiterhin muss ein großer Teil der Weltbevölkerung unter schlechten Bedingungen leben. Für unsere Grafik wurde ein Tageseinkommen von 1,9 Dollar (landes- und inflationsbereinigt) angenommen.
    Höchstinteressante Informationen zum Thema und viele Grafiken finden Sie auf

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      #3 Erfolg EU-Bürgerinitiative: 1,3 Million Europäer unterschrieben

      Geschafft: Über eine Million EU-BürgerInnen haben für ein Verbot des Pestizids Glyphosat unterschrieben. Damit ist den Organisatoren der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) ein Rekord gelungen: Noch nie hatte eine EBI in nur vier Monaten so viele Unterzeichner.
      Noch in diesem Jahr entscheiden EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten über die erneute Zulassung des Pestizids Glyphosat. Es steht in dringendem Verdacht, Krebs auszulösen und trägt zum Verlust der Artenvielfalt bei. Die europaweite Initiative fordert neben dem Verbot EU-weite Pestizid-Reduktionsziele und eine von der Industrie unabhängige wissenschaftliche Bewertung von Pestiziden. Neben den Krebsrisiken sind viele der UnterzeichnerInnen auch durch die Folgen des massenhaften Einsatzes des Giftes in der Natur beunruhigt. Glyphosat tötet alle Pflanzen außer Nutzpflanzen, die durch gentechnische Veränderung immun gegen den Wirkstoff sind. Dadurch fehlen Insekten, Schmetterlingen und Bienen viele Nahrungspflanzen. Das Artensterben wird beschleunigt. Jährlich werden weltweit rund 800.000 Tonnen glyphosathaltiger Spritzmittel hergestellt und versprüht.
      Apropos EBI: Die Initiative „People4Soil“ für einen europaweiten Bodenschutz ist mit „nur“ 212.252 Stimmen gescheitert. Besonders enttäuschend: Aus Österreich kamen nur 3.756 Unterschriften.
      Die EBI ist ein Verfahren der EU für mehr Bürgerbeteiligung. Die Regeln sehen vor, dass eine Million Unterschriften erreicht und Länderquoren (Mindestzahlen im Verhältnis zur Bevölkerung) in sieben Ländern erfüllt werden müssen. Bei Erfolg dürfen die Argumente im EU-Parlament vorgebracht werden. Die EU-Kommission ist verpflichtet, schriftlich Stellung zu beziehen.

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        #4 Alle heimischen Geflügelprodukte im Supermarkt gentechnikfrei

        Der Druck der heimischen Umwelt- und Tierschutz-NGOs der letzten Jahre wurde nun endgültig belohnt: Bereits 2012 hat die Hühnerfleischbranche und große Teile der Putenfleischproduktion auf Gentech-Futtermittel verzichtet. Nun stellen auch die letzten Puten-Betriebe auf gentechnikfreie Fütterung um. Durch die Umstellung werden in Zukunft jährlich über 3.000 Tonnen weniger Gentech-Soja nach Österreich importiert. Einsame Nachzügler in Österreich sind jetzt die Schweinefleisch- und die Rindermastproduktion.
        Neben der stufenweisen Umstellung weg von Gentech-Futtermitteln konnte auch der Einsatz von Antibiotika fast halbiert werden. Zudem haben die Tiere in Österreich mehr Platz im Stall als im benachbarten Ausland. Allerdings bleibt noch viel zu tun: Nur die Eierbranche füttere etwa derzeit nicht nur gentechnikfreie, sondern auch regional produziertes Soja. Und auch bei den Haltungsbedingungen würden noch viele Schritte in Richtung des Vorbilds biologische Landwirtschaft fehlen.
        Besonders viel Handlungsbedarf sieht etwa Greenpeace in der Schweine- und auch in der Rinderbranche. Denn weiterhin werden über 300.000 Tonnen Gentech-Soja jährlich importiert. In beiden Sparten gibt es bisher nur Nischenprodukte, die auf Gentechnikfreiheit setzen. Es wird immer noch überwiegend Gentech-Soja gefüttert. Und über 75 Prozent der in Österreich in der Viehzucht eingesetzten Antibiotika gehen an Schweine.

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          #5 Aarhus-Konvention: Höchstgericht bestätigt Parteienstellung für

          Laut einem aktuellen Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofs erhalten anerkannte Umweltorganisationen wichtige Beteiligungsrechte, die in anderen EU-Ländern längst umgesetzt sind. Demnach haben sie Parteistellung in Umweltverfahren, dürfen Bescheide und Verordnungen prüfen lassen und gegen Unterlassungen vorgehen. „In Zukunft können wir uns noch stärker als Anwalt für Natur und Umwelt einsetzen. Wir werden damit sorgfältig und ausgewogen umgehen“, sagt Hanna Simons, stellvertretende Geschäftsführerin beim WWF Österreich. Nach dem Europäischen Gerichtshof bekräftigt erstmals auch ein heimisches Höchstgericht die direkte Gültigkeit der von Österreich 2005 ratifizierten Aarhus-Konvention, obwohl die darin enthaltenen Rechte aufgrund jahrelanger Versäumnisse nicht in Gesetze übernommen wurden.
          Der WWF sieht die Entscheidung des Höchstgerichts auch als Absage an jene innerhalb und außerhalb der Bundesregierung, die Umweltrechte kappen und Großprojekte ohne Rücksicht auf Verluste durchboxen wollen. „Wer die Umwelt vernachlässigt und einseitig die Projektbetreiber stärkt, ist auf dem falschen Weg. Dieses Signal ist gerade jetzt wichtig“, so Hanna Simons mit Blick auf das umstrittene Staatsziel Wirtschaftsstandort, den geplanten Kahlschlag bei der Umweltverträglichkeitsprüfung sowie einen Standortanwalt, der Umweltanliegen kleinreden soll.

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            #6 EuGH: EU-Tierschutz auch bei Transport im Ausland

            Tiertransporte in der EU müssen auch dann der europäischen Tierschutzverordnung entsprechen, wenn ein Teil der Strecke außerhalb der EU-Grenzen liegt. Der Europäische Gerichtshof EuGH hat in einem Präzedenzfall bestätigt, dass die Exporteure die Verordnung Nr. 1/2005 befolgen müssen, um Exporterstattungen zu erhalten. Diese regelt den Schutz der Tiere während des Transports bis zur ersten Entladung im Zielland. Das Gerichtsurteil steht in Verbindung mit einem qualvollen Tod von Rindern bei einem Transport von den Niederlanden nach Beirut.
            „Die heutige Entscheidung des Gerichtshofs war deshalb so wichtig, weil sie 170 Millionen Tiere betrifft, die jährlich aus der EU exportiert werden. Exporteure dürfen also nur mit Rückerstattungen rechnen, wenn sie die erforderlichen Tierschutzstandards während des Transports garantieren“, sagt Pierre Sultana, von Vier Pfoten in Brüssel.

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              #7 Vier Pfoten bringt Gütesiegel für tierische Produkte

              Laut einer aktuellen Integral Umfrage im Auftrag von Vier Pfoten wünschen sich 70 Prozent der ÖsterreicherInnen ein Gütesiegel, das Tierschutz-Kriterien berücksichtigt. Gleichzeitig finden es 64 Prozent schwierig, solchen Kriterien beim Einkauf Rechnung zu tragen, da die Informationen ihrer Ansicht nach unzureichend oder unübersichtlich sind.
              Dieses Manko schließt nun die Tierschutz-Organisation mit einem neuen Gütesiegel, bei dessen Entwicklung auch Experten aus der Wissenschaft mitgearbeitet haben. Ein erster Lizenznehmer ist der steirische Fleischproduzent Schirnhofer.
              Mit der Einführung von „Tierschutz-kontrolliert“ bietet Vier Pfoten erstmals ein Gütesiegel, das nicht nur die Bedingungen für die Haltung, sondern auch für den Transport und die Schlachtung der Tiere entscheidend verbessert“, erklärt Indra Kley, Leiterin von Vier Pfoten.
              „Tierschutz-kontrolliert“ umfasst zwei Stufen, „Silber“ und „Gold“. Beiden Stufen liegen verbindliche Richtlinien bezüglich Haltung, Transport und Schlachtung zugrunde, deren Einhaltung von unabhängigen Kontrollstellen überprüft wird, wobei auch Indikatoren direkt am Tier erfasst werden. Es gilt generell: größeres Platzangebot, Stallstrukturierung, Beschäftigungsmaterial, feste Gruppen, Tageslicht, Auslauf, eine Begrenzung der Transportzeiten auf das geringstmögliche Maß sowie strenge Vorgaben für die Schlachtung. Zusätzlich werde das Ergebnis der Bedingungen auch direkt am Tier beurteilt.

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                #8 Greenpeace gründet NGO für Frieden und Demokratie im Internet

                Die neue Bewegung Netpeace hat sich Frieden und Demokratie im Internet als Ziel gesetzt. Auf Initiative der Umweltorganisation Greenpeace wird sich Netpeace von nun an für wirksame Maßnahmen gegen digitale Machtmonopole, Fake News und Cyberwar einsetzen.
                „Im Moment bestimmen vor allem einige wenige US-amerikanische Internet-Konzerne über unsere digitale Welt und über die Regeln, die darin herrschen. Das ist eine Gefahr für unsere Demokratie und für den Frieden - und damit auch für die Umwelt“, sagt Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit. „Die Politik reagiert bisher kaum auf diese Entwicklungen. Es ist daher an der Zeit, dass wir Menschen gemeinsam unsere digitale Welt neu gestalten und eine eigenständige digitale Identität Europas durchsetzen.“ Auf www.netpeace.eu und über Facebook und Twitter können UserInnen mehr über die neue Bewegung erfahren und sich per Mausklick den Forderungen anschließen.
                Greenpeace ist in den 1970ern mit dem Kampf gegen Atomwaffen erfolgreich als Friedensbewegung gestartet. Mit Netpeace wird die Organisation den Einsatz für Frieden fortsetzen, nun aber in der digitalen Welt.
                www.netpeace.eu

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                  #9 Aus für den größten Elfenbeinmarkt Hong Kong

                  Hong Kongs Elfenbeinmarkt ist gigantisch - und hat den Tod von zehntausenden Elefanten zu verantworten. Jetzt ist der NGO Avaaz ein riesiger Erfolg gelungen: Um die Tiere vor dem Aussterben zu retten, hat die internationale Organisation eine weltweite Petition gestartet, tausende Nachrichten an die Gesetzgeber in Hong Kong gesendet und viele direkt in die Kampagne eingebunden. Schließlich konnten 1,1 Millionen Stimmen für ein Elfenbeinverbot den Gesetzgebern in Hong Kong vor der Abstimmung überreicht werden. Und der Einsatz hat sich endlich gelohnt: Mit nur vier Gegenstimmen wurde der Handel von Elfenbein verboten!

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                    #10 Register: EU-Parlament macht Eigentümer öffentlich

                    Für öffentliche Register für Firmen, Trusts und trust-ähnliche Konstruktionen in der EU hat sich kürzlich das Europäische Parlament ausgesprochen: Mit der Einführung derartiger Register würde transparent werden, wer die wahren wirtschaftlichen EigentümerInnen hinter unternehmerischen Konstruktionen sind. Geldwäsche oder Steuerhinterziehung über Briefkastenfirmen, Stiftungen oder Trusts, wie sie mit den PanamaPapers aufgedeckt wurden, wären damit in der EU deutlich leichter aufzuklären. Das öffentliche Register würde auch Konstruktionen in Drittländern erfassen, falls diese europäische EigentümerInnen haben beziehungsweise Land oder eine Firma in der EU besitzen. „Diese Abstimmung ist ein wichtiges Signal gegen Steuerbetrug. Dieser kostet die öffentlichen Haushalte jedes Jahr Milliarden für bessere soziale Sicherung oder öffentliche Dienstleistungen“, erklärt David Walch von Attac Österreich.

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                      #11 Erfolg bei Meereschutzgebieten: Fischereiverbot in Arktis

                      Für die nächsten 16 Jahre ist die industrielle Fischerei in den internationalen Gewässern der Arktis verboten, haben kürzlich die fünf Anrainerstaaten der Arktis sowie die Europäischen Union, China, Japan, Südkorea und Island beschlossen. Dies betrifft eine Fläche von 2,8 Millionen Quadratkilometer, eine Fläche über 30 Mal so groß wie Österreich. Die Ankündigung folgt einer jahrelangen Kampagne der Umweltschutzorganisation Greenpeace, die sich gegen Ölbohrungen und Fischerei in der Arktis einsetzt. Nach dem 16-Jahres-Verbot soll die Vereinbarung alle fünf Jahre erneuert werden.
                      Neben dieser Entscheidung, trat ebenso das weltweit größte Meeresschutzgebiet am anderen Ende der Welt in Kraft: Ab sofort wird eine Fläche von 1,5 Millionen Quadratkilometer – mehr als 15 Mal so groß wie Österreich - in der Antarktis vor Fischerei und anderen Industrien geschützt sein. Auch dafür hatte sich Greenpeace jahrelang eingesetzt.
                      Handlungsbedarf besteht jedoch weiterhin: Obwohl internationale Zusagen gemacht wurden, bis zum Jahr 2020 zehn Prozent der Meere unter Schutz zu stellen, sind derzeit nur zwei Prozent geschützt. Meeresschutzgebiete sind entscheidend, um die ökologische Vielfalt des Planeten zu bewahren, Fischbestände wieder aufzubauen und die Widerstandsfähigkeit im Kampf gegen den fortschreitenden Klimawandel zu erhöhen.

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                        #12 Neue Technologien werden Rohstoffnachfrage bis 2035 senken

                        Bereits 2035 dürfte die Nachfrage nach Erdöl, Kohle und Eisenerz ihren Höhepunkt erreicht haben, ist eine aktuelle Studie des McKinsey Global Institute (MGI) überzeugt. Gründe dafür sind die zunehmende Automatisierung und Vernetzung von Prozessen in Privathaushalten und der Industrie, der Trend zur Elektromobilität sowie der wachsende Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung.
                        Von neuen Technologien werden vor allem Privathaushalte profitieren. Durch die effiziente und gesteuerte Nutzung von Strom, Heizung und Licht können Konsumenten weltweit ihre Kosten für den Energieverbrauch um bis zu 20 Prozent reduzieren. In Industrie und Wirtschaft könnte gleichzeitig die Energieproduktivität um bis zu 70 Prozent steigen. Die Folgen für die globale Wirtschaft sind positiv: Dem MGI zufolge sind - abhängig von Art und Umfang der zum Einsatz kommenden neuen Technologien - bis 2035 Einsparungen von bis zu 1,6 Billionen Dollar möglich.
                        Die Nachfrage nach Erdöl wird vor allem durch die Entwicklung energieeffizienterer Motoren, den Trend zu Elektromobilität und autonomen Fahren sowie durch die zunehmende Nutzung von Car-Sharing-Angeboten sinken. Gleichzeitig werden technologische Verbesserungen die Kosten für Wind- und Solarenergie senken und deren Einsatz zunehmend wettbewerbsfähiger machen. Dadurch wird der Anteil erneuerbarer Energien bis 2035 weltweit von heute vier auf rund 36 Prozent steigen, die Nachfrage und Nutzung fossiler Energien wird entsprechend zurückgehen.
                        Auf Jahrzehnte weiter steigen wird einzig die Nachfrage nach Kupfer wegen seines Einsatzes in elektronischen Geräten und in der Bauindustrie.

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                          #13 EU: Erstes verbindliches Gesetz für Rohstoffe aus Konfliktgebiet

                          Vor knapp 15 Jahren zeigten Kampagnen von NGOs Verbindungen zwischen Rohstoffen in Elektronikprodukten und der Finanzierung des Krieges in der Demokratischen Republik Kongo (DRC) auf. Jetzt wurde dieser globalen Problematik endlich Rechnung getragen: Erstmals wurde mit der EU-Konfliktmineralien-Regulierung die unternehmerische Sorgfaltspflicht im Rohstoffsektor gesetzlich verankert. Das bedeutet, dass europäische Unternehmen verpflichtet werden, Verantwortung für ihre Rohstofflieferketten zu übernehmen und Maßnahmen zu ergreifen, die eine Konfliktfinanzierung oder Menschenrechtsverletzungen unterbinden.
                          Es ist dies ein erster Schritt in die richtige Richtung, auch wenn vorerst nur vier Rohstoffe - Zinn, Tantal, Wolfram und Gold - betroffen sind und die Berichterstattung für Unternehmen erst ab 2021 verpflichtend ist. Und es sind noch allerhand weitere Schlupflöcher vorhanden: So greift die Verordnung zum Beispiel erst bei einer Mindestmenge, bei Gold erst ab 100 Kilogramm.
                          Die Sorgfaltspflichten stimmen weitestgehend überein mit den Anforderungen der “Due Diligence Guidance for Responsible Mineral Supply Chains of Minerals from Conflict-Affected and High-Risk Areas” der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Ihr Ziel ist es, einen verantwortungsbewussteren und transparenteren Handel mit fragilen und Hochrisiko-Gebieten anzuregen und zu fördern. Die EU-Verordnung deckt Importe der Rohstoffe Zinn, Wolfram, Tantal und Gold aus allen Staaten der Welt ab. Sie ist damit das erste verbindliche Gesetz, das einen globalen Geltungsanspruch hat.

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                            #14 Kräfte bündeln: Neues Bündnis für Gemeinnützigkeit

                            VertreterInnen von 14 Verbänden und Netzwerken mit mehr als tausend gemeinnützigen Mitgliedsorganisationen haben kürzlich in Wien das von ihnen gegründete „Bündnis für Gemeinnützigkeit“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Ziel des Zusammenschlusses von Dachorganisationen aus so verschiedenen Bereichen wie soziale Wohlfahrt, Beschäftigung, Kultur, Inklusion, Umwelt und Entwicklungszusammenarbeit ist es, einen starken Partner für die Zusammenarbeit mit der Regierung abzugeben.
                            Franz Neunteufl, Geschäftsführer der Interessenvertretung Gemeinnütziger Organisationen IGO: „Tragfähige Lösungen für die gesellschaftlichen Herausforderungen können nur durch das Zusammenwirken aller maßgeblichen Kräfte gelingen. Die organisierte Zivilgesellschaft gehört da dazu.“
                            Konkret fordern die VertreterInnen der gemeinnützigen Verbände und Netzwerke die Anwendung der „Standards der Öffentlichkeitsbeteiligung“ auf alle Politikbereiche. Gerald Pfiffinger, Umweltdachverband: „Diese Standards sind in einigen Ressorts oft nicht einmal bekannt, obwohl sie 2008 vom Ministerrat beschlossen wurden.“

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                              #15 Getränketest: Zuckergehalt bei Cola & Co um zehn Prozent gesenkt

                              Zahlreiche Krankheiten, allen voran Diabetes, lassen sich auf übermäßigen Zuckerkonsum zurückführen. Das vorsorgemedizinische Institut SIPCAN erstellt daher jährlich eine wissenschaftlich fundiert Getränkeliste, die für Konsumenten online und als App verfügbar ist. Für die Getränke-Studie 2017 wurden über 750 Produkte untersucht, nach wie vor erfüllte nur knapp jedes zweite Produkt die Kriterien. Als Faustregel gilt: maximal 7,4 g Zucker pro 100 ml.
                              Aber: Ein immer stärker werdendes Umdenken der Konsumenten führte bereits zu einer Reduktion seit 2012 von rund einem Kilo Zucker pro Jahr und Kopf. Genau: Der durchschnittliche Zuckergehalt verringerte sich um 9,7 Prozent von 7,36 g auf aktuell 6,65 g pro 100 ml. Bei Eistee kam es gar zu einem verringerten Zuckergehalt von 16 Prozent.
                              Im Rahmen eines österreichischen Plans will u.a. die Österreichischen Diabetes Gesellschaft gemeinsam mit der Industrie den Zuckergehalt auf die von der WHO genannten maximal 7,4g Zucker pro 100 ml weiter senken - ohne Strafen, wie in anderen Ländern diskutiert. Der reduzierte Zuckergehalt werde jedenfalls von den Konsumenten angenommen.
                              Die Liste und weitere Informationen finden Sie unter www.sipcan.at.

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                                #16 Haltbarkeits-Check: Produkte halten länger

                                1,3 Mrd. Tonnen Lebensmittel werden jedes Jahr weggeworfen. Das ist rund ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel (FAO, 2012). Mit einem Viertel der Menge könnten laut Greenpeace der globale Hunger gestillt werden. In Österreich landen jährlich mindestens 760.000 Tonnen Lebensmittel im Müll.
                                Die NGO will hier gegensteuern und belegen, dass Lebensmittel weit länger genießbar sind als das Halbbarkeitsdatum auf der Verpackung angibt. Greenpeace hat in einem ersten Anlauf acht Lebensmittel - Käse, Eier, Salami, Joghurt, Sojajoghurt, Tofu, veganen Brotaufstrich und verpackten Kuchen - beim Labor der Lebensmittelversuchsanstalt auf ihre Haltbarkeit testen lassen. Dafür wurden die Lebensmittel unter den auf der Verpackung empfohlenen Bedingungen gelagert. Zwei Wochen nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) wurden die Proben zum ersten Mal mikrobiologisch und sensorisch (Aussehen, Geruch und Geschmack) untersucht.
                                Fazit: Sieben der acht Produkte waren zwei Wochen nach Ablauf des MHD noch einwandfrei genießbar. Die Ergebnisse der mikrobiologischen Untersuchung entsprachen den Bestimmungen für Lebensmittel und zeigten keine Auffälligkeiten. Auch bei der sensorischen Untersuchung wurde bestätigt, dass alle Produkte verzehrt werden können.
                                Es wurden keine Veränderungen der sensorischen Eigenschaften wahrgenommen – Aussehen, Geruch, Geschmack und Konsistenz wurden als „arteigen und unauffällig“ beschrieben.
                                Nur beim veganen Brotaufstrich wurde beim sensorischen Gutachten der Aufstrich als „gärig“ beschrieben. Die mikrobiologische Untersuchung ergab eine hohe Hefe-Keimzahl. Das MHD war offenbar realitätsnah angegeben.
                                Und: Auch sechs Wochen nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) sind Eier, Käse, Salami, Kuchen, Tofu, Joghurt und Soja-Joghurt noch einwandfrei.

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                                  #17 Social Progress Index: Österreich auf dem tollen Platz 14

                                  Die globale soziale Entwicklung verzeichnet abermals einen leichten Aufwärtstrend, wenn auch nur langsam und ungleich. Bereits zum vierten Mal haben die NGO Social Progress Imperative gemeinsam mit Deloitte die weltweite Entwicklung unter sozialen Gesichtspunkten analysiert. Das Fazit: Nordeuropäische Länder führen das Ranking an. Dänemark belegt Platz 1, gefolgt von Finnland, Island und Norwegen. Österreich ist mit Rang 14 wieder unter den Top 20 vertreten.
                                  Die Alpenrepublik verliert im Vergleich zum Vorjahr einen Platz, zählt aber dennoch zum kleinen Kreis jener Länder mit sehr hohem sozialem Fortschritt. Bei der Befriedigung der menschlichen Grundbedürfnisse schafft es Österreich sogar auf Platz 5. In dieser Kategorie wird neben der Verfügbarkeit leistbaren Wohnraums sowie persönlicher Sicherheit unter anderem auch der Zugang zu Trinkwasser und sanitären Anlagen berücksichtigt. In den beiden anderen Hauptkategorien „Grundlagen des Wohlbefindens“ und „Chancen und Möglichkeiten“ schafft Österreich Platz 9 und 16. Trotz des sehr positiven Gesamtergebnisses liegt Österreich in manchen Bereichen unter dem zu erwartenden Wert. Setzt man das BIP mit dem Grad des sozialen Fortschritts in Relation, zeigt sich vor allem bei Chancengleichheit und Bildung sowie bei gesellschaftlicher Toleranz deutlicher Aufholbedarf.
                                  Mit einem Gesamtergebnis von 64,85 von 100 Punkten lässt sich global eine leichte Verbesserung zum Vorjahr (2016: 62,88 Punkte) feststellen. Der weltweite soziale Fortschritt findet zwar statt, weist aber je nach Region starke Unterschiede in Ausprägung und Geschwindigkeit auf. Durch den Social Progress Index wurden weltweit 128 Länder in Bezug auf 50 soziale und ökologische Faktoren analysiert.
                                  www.socialprogressindex.com

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                                    #18 Zu viel Antibiotika im Wasser: Bäckerhefe könnte das Problem lös

                                    Zu viel Antibiotika im Wasser: Bäckerhefe könnte das Problem lösen!

                                    Forschern der TU Dresden ist es gelungen, mithilfe von genveränderten Hefepilzen Abwasser von Antibiotika-Rückständen zu reinigen. Bisher können diese von den meisten Kläranlagen nicht aus dem Wasser gefiltert werden. Das Problem: Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich gefährliche Resistenzen bilden. Mittlerweile wird daher viel über eine vierte Reinigungsstufe in Klärwerken diskutiert.

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                                      #19 Verpackung der Zukunft aus Faserguss ist zu 100% nachhaltig

                                      481 Kilogramm an Verpackung kommen in der EU durchschnittlich auf jeden Bürger. Nur ein geringer Teil wird auch recycelt, zur Hälfte landen die Materialien in Verbrennungsanlagen und werden damit zumindest energetisch genutzt. Das Hauptproblem der weiterhin steigenden Verpackungsflut sind großteils verwendete Kunststoffe. Diese sind biologisch nicht abbaubar und für ein Recycling schwer zu trennen. Auch wenn längst die Technologie zu Bio-Kunststoffen vorliegt, die herstellende Industrie reagiert aufgrund hoher Investitionen in neue Produktionsanlagen sehr zögerlich.
                                      Mit einem umweltfreundlichen Konzept lässt nun das Kölner Unternehmen Papacks aufhorchen und wurde gleich für die GreenTec Awards 2017 nominiert: Es ersetzt Kunststoff-Verpackungen durch einen gleichwertigen natürlichen Rohstoff-Faserguss und macht Plastik vollkommen überflüssig. Wir kennen diesen Werkstoff bereits: Hin und wieder wird er noch für Eierkartons verwendet, findet aber seit Jahren immer seltener Anwendung.
                                      Faserguss ist ein sehr umweltfreundlicher Werkstoff, der aus Altpapier, nachwachsenden Faserstoffen wie Heu, Stroh, Hanf oder ähnlichem Zellstoffmaterial hergestellt wird. Das Material Faserguss kann zu 100 Prozent wiederverwertet werden, ist zu 100 Prozent recycelbar sowie zu 100 Prozent kompostierbar.
                                      Jetzt wurde der Werkstoff weiterentwickelt: Faserformen sind inzwischen wasserresistent, fettabweisend und auch feuerfest und somit in vielfältigen Industriezweigen einsatzfähig.

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                                        #20 Quantensprung der Bionik: Forscher bauen Prothesen, die wie echt

                                        Quantensprung der Bionik: Forscher bauen Prothesen, die wie echte Glieder reagieren

                                        Das sperrige Holzbein aus alten Piratenfilmen hat wirklich gar nichts mehr mit der modernen Prothesenwelt zu tun: Die neuesten künstlichen Gliedmaßen lassen den Träger beinahe vergessen, dass sie künstlich sind! Science Fiction lässt grüßen - diesmal jedoch ganz real und anfassbar. Biophysikern ist es gelungen, Prothesen auf sehr ähnliche Weise steuerbar zu machen wie die originalen Gliedmaßen.

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                                          #21 Keine Daunen aus Lebendrupf und Stopfmast in Österreich

                                          Gute Nachrichten für ethisch orientierte Konsumenten: Die Vier Pfoten-Kampagne „40lives“ gegen Daunen aus Lebendrupf und Stopfmast hat die österreichische Bettenindustrie verändert. Sämtliche heimische Betriebe - Händler wie Hersteller - haben sich zu besseren Kontrollsystemen verpflichtet, die diese grausamen Praktiken mit höchstmöglicher Sicherheit ausschließen. Der Bettwaren-Produzent Kauffmann, die Handelsunternehmen Betten Reiter und Gans GmbH sowie Matratzen Concord und Dänisches Bettenlager sind mit gutem Beispiel vorangegangen. Nun zogen Kika und Leiner, XXXLutz, Möbelix und Mömax nach. Vier Pfoten hatte im November 2016 aufgezeigt, dass die heimischen Bettwaren-Hersteller und -Händler Daunen von grausam gestopften und lebend gerupften Enten oder Gänsen in ihrem Sortiment nicht gänzlich ausschließen konnten.
                                          Die Branche hat damit bewiesen, dass sie mit der Zeit geht. Denn Kunden haben das Recht darauf, zu erfahren, was sie kaufen.
                                          www.40lives.org

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                                            #22 Recyclebares Fassadensystem ohne Kleber

                                            Europas erste Recycling-Fassade | Color

                                            Ein Fassadendämmsystem ohne Kleber, das sich in seinen Hauptbestandteilen recyceln lässt - dafür ist Sto für den Trigos 2018 nominiert.

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                                              #23 Verfassungsgerichtshof „bestätigt“ weitere Geschlechter

                                              Nach einer Klage einer intergeschlechtlichen Person beschloss der Verfassungsgerichtshof (VfGH) in einem veröffentlichten Prüfungsbeschluss die amtswegige Prüfung des Personenstandgesetzes. Damit äußert der VfGH berechtigte Zweifel an der aktuellen Handhabung des Gesetzes, wonach das Geschlecht einer Person zwingend als „männlich“ oder „weiblich“ anzugeben ist. Diese Praxis könnte gegen Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention verstoßen, da sie intergeschlechtlichen Menschen einen wahrheitsgemäßen Eintrag des eigenen Personenstands verwehren. Denn: Die betreffende Person ist nicht „männlich“ oder „weiblich“, sondern eben als intergeschlechtlich zur Welt gekommen.
                                              Mit Intersexualität (oder Intergeschlechtlichkeit) bezeichnet die Medizin Menschen, die genetisch (aufgrund der Geschlechtschromosomen) oder auch anatomisch (aufgrund der Geschlechtsorgane) und hormonell (aufgrund des Mengenverhältnisses der Geschlechtshormone) nicht eindeutig dem weiblichen oder dem männlichen Geschlecht zugeordnet werden können.
                                              Für die Menschenrechtsinitiativen VIMÖ, Plattform Intersex Österreich und die HOSI Salzburg ist der Prüfungsbeschluss ein Schritt in die richtige Richtung: „Wir freuen uns sehr, dass der VfGH beschlossen hat, das aktuelle Personenstandsgesetz zu hinterfragen – und dass die Richter*innen nun prüfen werden, ob das Recht auf individuelle Geschlechtsidentität darin beschnitten wird“, so Tobias Humer, Obmensch des Vereins intergeschlechtlicher Menschen Österreich.

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                                                #24 Quecksilber-Verbot ist auf den Weg gebracht

                                                Das Miramata-Übereinkommen der UNO zum Verbot von Förderung, Handel und Export des toxischen Schwermetalls Quecksilber bildete die Grundlage für eine EU-Verordnung. Mit einer Novelle zum Chemikaliengesetzes sollen die Vorgaben - etwa für Ein-und Ausfuhrbeschränkungen und zur Bewirtschaftung von Quecksilberabfällen - nun in österreichisches Recht übertragen werden. Ab 2020 soll bis 2025 eine Meldestelle im Umweltbundesamt aufgebaut werden.

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                                                  #25 Produktvernichtungen: Druck ebnet Kreislaufwirtschaft den Weg

                                                  Kritik hagelte es an so manchem Handelsriesen: Der Onlinehandel, allen voran Marktführer Amazon, lässt im großen Stil neuwertige Elektronik, Kleidung, Möbel und andere Waren vernichten – sowohl Ladenhüter als auch zurückgesendete Artikel. Kolportierte 30 Prozent der Retouren im deutschen Onlinehandel, obwohl sie voll funktionstüchtig und oft sogar neuwertig sind. Nach Amazon geriet nun auch H&M ins Kreuzfeuer der Kritik: Ein dänischer Fernsehsender deckte auf, dass der Konzern jedes Jahr tonnenweise Kleidung aus seinem dänischen Hauptlager in Greve verbrennt. In einem Kurier-Interview bestätigte die Nachhaltigkeitsbeauftragte von H&M Österreich, dass auch hierzulande Textilien ein jähes Ende im Feuer finden.
                                                  Als Erstes reagiert Frankreich darauf - mit einem neuen Plan zur Kreislaufwirtschaft. Ab 2019 dürfen keine unverkauften Textilien vernichtet werden. Ein Schritt, der bald für die gesamte EU gelte könnte: Im Rahmen des internationalen Kongress zur Zukunft der Kreislaufwirtschaft in Wien wurde der EU-Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft präsentiert. Der Aktionsplan listet 54 Arbeitsfelder auf – vom Produktdesign über Rohstoffbedingungen bis hin zur Wiederverwendung und zum Recycling.
                                                  Zum Hintergrund: Die Kreislaufwirtschaft geht noch einen Schritt weiter als Re-Use: Produkte sollten von vornherein so gestaltet werden, dass sie später leichter repariert, wiederverwendet oder recycelt werden können. Bereits jetzt fix: Ab 2025 müssen in der gesamten EU Textilien getrennt gesammelt werden.
                                                  Auch die UNIDO (Organisation der UN für industrielle Entwicklung) arbeitet auf globaler Ebene an der Entwicklung mehrerer Bausteine für die Kreislaufwirtschaft. „Wir wandeln an ungefähr 15 Standorten in Entwicklungsländern Industrieparks in Öko-Industrieparks um, wir haben in mehr als 60 Entwicklungs- und Schwellenländern ein Netz von Zentren, die ressourceneffizientere und sauberere Produktionsweisen fördern, aufgebaut und wir sind an zahlreichen Recycling- und Abfallwirtschaftsprojekten in der ganzen Welt beteiligt“, so der Vize-Generaldirektor der UNIDO Hiroshi Kuniyoshi.

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                                                    #26 EU-Gerichtshof: Neue Genscheren-Technik wurde als Gentechnik ein

                                                    Aufatmen bei vielen NGOs: Mit einem kürzlichen Urteil vertritt der Europäische Gerichtshofs die Meinung, dass es sich bei neuen Verfahren um Gentechnik handelt. Damit müssen alle bisher am Markt verfügbaren, mit sogenannten Gen-Scheren hergestellten Pflanzen unter europäischem Gentechnikrecht reguliert werden. Da einige EU-Mitgliedsländer bereits Anbauversuche mit den neuen Pflanzen zugelassen hatten, müsse das Urteil jetzt rasch und sorgfältig umgesetzt werden, so Greenpeace.
                                                    Bei den neuartigen Gentechnik-Verfahren wie beispielsweise CRISPR-Cas (Clustered Regularly Interspaced Short Palindromic Repeats) wird technisch in den Erbgut-Strang eingegriffen. Es gibt derzeit keinen Grund anzunehmen, dass es bei den mit neuen Gentechnik-Verfahren hergestellten Produkten nicht auch negative Effekte auf Umwelt oder Gesundheit gibt. Auch bei gentechnischen Veränderungen mit Hilfe der CRISPR-Cas-Technik wurden in Studien unbeabsichtigte Veränderungen im Genom gefunden. „Einmal ausgepflanzt können diese Pflanzen auskreuzen oder sich weitervermehren. Die Folgen dieser Risiko-Technologie kann alle Pflanzen, Tiere und Menschen treffen - auch diejenigen, die eine solche Technologie nicht nutzen oder die Gentech-Produkte ablehnen“, so Greenpeace –Sprecher Hewig Schuster.

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                                                      #27 Atomkraft auf dem Rückzug

                                                      Der neue „World Nuclear Industry Status Report“ zeigt, dass die Atomkraft-Kapazitäten weltweit im letzten Jahr nur um einen einzigen Prozentpunkt angewachsen sind. Der Anteil der Atomkraft an der weltweiten Stromproduktion ist – von 17,5 Prozent im Jahr 1996 auf 10,3 Prozent im Jahr 2017 – deutlich gesunken. Photovoltaik und Windkraft legten hingegen um 35 und 17 Prozent zu. Derzeit laufen noch 125 Reaktoren in der EU - 52 weniger als das historische Maximum von 177 im Jahr 1989.
                                                      Im vergangenen Jahr wurden nur vier Reaktoren in Betrieb genommen, drei davon in China, einer in Pakistan. Die Zahl der im Bau befindlichen Anlagen ist von 68 Reaktoren Ende 2013 auf 50 bis Mitte 2018 gesunken (16 davon in China). Bei 33 Reaktoren sind die Bauarbeiten mehrere Jahre im Rückstand. Mitte 2018 waren weltweit 115 Reaktoren in Stilllegung, davon allerdings nur 19 Anlagen endgültig abgeschlossen – 13 in den USA, fünf in Deutschland und einer in Japan.
                                                      Laut dem Statusbericht sind Photovoltaik und Windkraft bereits heute die mit Abstand kostengünstigsten, netzgekoppelten Energiequellen, während Investitionen in neue Atomkraftwerke nur durch öffentliche Subventionen ermöglicht und speziell von Staaten mit Atomwaffenprogrammen angestrebt werden. Dass es auch anders geht, zeigt Deutschland mit politischem Willen und Mut vor: Der schrittweise Ausstieg aus der Atomkraft bis zum Jahr 2022 ist längst beschlossene Sache. Aktuell sind in Deutschland nur noch acht Atomkraftwerke in Betrieb.

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                                                        #28 Plastik & Tschick: EU-Parlament stimmt für Verbote und Fristen

                                                        Jetzt ist es fix, wenn auch mit recht langen Übergangsfristen: Einwegartikel aus Kunststoff wie Teller, Besteck, Strohhalme, Luftballonstäbchen oder Wattestäbchen sollen in der EU verboten sein. Die Produkte, die über 70 Prozent aller Abfälle im Meer ausmachen, sollen nach dem Gesetzesentwurf des Europäischen Parlaments ab 2021 vom EU-Markt genommen werden. Produkte aus oxo-abbaubaren Kunststoffen wie Beutel oder Verpackungen und Fast-Food-Behälter aus expandiertem Polystyrol werden in die Liste der verbotenen Produkte aufgenommen.

                                                        Nationale Reduktionsziele
                                                        Der Verbrauch mehrerer anderer Artikel, für die es keine Alternative gibt, muss von den Mitgliedstaaten bis 2025 um mindestens 25 Prozent reduziert werden. Dazu gehören Einweg-Burgerboxen, Sandwichboxen oder Lebensmittelbehälter für Obst, Gemüse, Desserts oder Eis. Bis 2025 müssen außerdem 90 Prozent aller anderen Plastikartikel wie Einweg-Getränkeflaschen aus Kunststoff getrennt eingesammelt und recycelt werden.

                                                        Schädliche Zigarettenfilter
                                                        Der Gesetzesentwurf sieht auch Reduzierungsmaßnahmen für Abfälle aus Tabakprodukten vor, insbesondere für kunststoffhaltige Zigarettenfilter. Sie sollen bis 2025 um 50 Prozent und bis 2030 um 80 Prozent reduziert werden.
                                                        Ein Zigarettenstummel kann zwischen 500 und 1000 Liter Wasser verunreinigen. Auf die Fahrbahn geworfen, kann es bis zu zwölf Jahre dauern, bis er zerfällt. Zigarettenstummel sind die am zweithäufigsten weggeworfenen Einwegartikel aus Kunststoff.

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                                                          #29 TTIP 2.0 im EU-Parlament: Neue Gespräche abgelehnt

                                                          Besonders die Sonderklagerechte für Konzerne sorgen für Kritik am Handelsabkommen zwischen den USA und der EU. Mitte März wurde im EU-Parlament über ein neuerliches Verhandlungsmandat entschieden: In Straßburg stimmten nur 198 EU-Abgeordnete für die Aufnahme solcher Verhandlungen, 223 waren dagegen. Vertreter von Volkspartei, Konservativen und Liberalen sind trotz der Schwierigkeiten mit den USA für weitere Gespräche. Die vorläufige Absage ist auch ein Zeichen für einen bevorstehenden Handelskrieg. Und, so Alexandra Strickner von Attac Österreich anlässlich des globalen Klimastreiks: „Ein Handelsabkommen mit den USA steht im krassen Widerspruch zu dem, was beim Klimaschutz notwendig ist.“

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                                                          1. Lang hat es nicht gedauert: Am 15. April haben die EU-Regierungen (inkl. Österreich) mehrheitlich neue Handelsgespräche mit den USA beschlossen. Unter dem Vorwand, US-„Strafzölle“ für europäische Autos und Flugzeuge abwenden zu wollen.

                                                          #30 EuG: Geheimhaltung von Studien illegal

                                                          Der Europäische Gerichtshof (EuG) bestätigt: Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) handelte gesetzwidrig, als sie die Herausgabe wichtiger Teile der Krebsstudien zu Glyphosat verweigert hatte. Global 2000: „Ein Erfolg der EU-Grünen und des Aktivisten Anthony C. Tweedale, welche von der EFSA die Herausgabe beantragt und schließlich beim EuG eingeklagt hatten.“ Zudem haben sich kürzlich das EU-Parlament, der EU-Rat und die EU-Kommission auf eine Reform des Allgemeinen Lebensmittelrechts geeinigt - mit verpflichtender Offenlegung sämtlicher Herstellerstudien in den frühen Phasen von EU-Zulassungsverfahrens von Pestiziden und anderen lebensmittelrelevanten Chemikalien. In Österreich ist GLOBAL 2000 aktuell mit einem ähnlich gelagerten Fall behördlicher Intransparenz konfrontiert: Das Bundesamt für Ernährungssicherheit (BAES) hat die aufgrund ihrer Bienengiftigkeit EU-weit verbotenen Neonicotinoide in Österreich per „Notfallzulassung“ für die Zuckerrübe freigegeben. Die Zulassungsbescheide hält sie jedoch zurück.

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                                                            #31 Konzernbesteuerung: IWF bringt Paradigmenwechsel

                                                            Eine öffentliche Stellungnahme des Internationaler Währungsfonds IWF sorgte kürzlich für überraschtes Aufsehen: IWF-Chefin Chrstine Lagarde erklärte in der Financial Times das aktuelle System für „völlig veraltet“ und eine „fundamentale Reform“ für nötig. „Der angekündigte Paradigmenwechsel des IWF kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Der IWF folgt damit der OECD, die bereits im Jänner eine grundlegende Überprüfung internationalen Steuerregeln angekündigt hat. Beide Organisationen erkennen nach Jahren der Ignoranz an, dass das System der weltweiten Konzernbesteuerung völlig neu gestaltet werden muss“, erklärt David Walch von Attac Österreich.
                                                            Der IWF diskutiert nun verschiedene Optionen für ein neues Steuersystem unter besonderer Berücksichtigung von Entwicklungsländern. Für Attac ist die beste Lösung dabei eine „Gesamtkonzernbesteuerung“ ergänzt mit Mindeststeuersätzen. Dabei wird ein multinationaler Konzern steuerlich als das behandeln, was er ist – eine Einheit mit einem global erzielten Gewinn. Der Konzerngewinn sollte auf Basis der real vor Ort stattfindenden Wertschöpfung (ermittelt unter anderem mit Indikatoren wie Löhne, Sachanlagen und Umsatz) anteilig auf Länder aufgeteilt und entsprechend besteuert werden.

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                                                              #32 Tierquälerei aus Profitgier: Drei Jahre Haft für Schweinemäster

                                                              Eine Haftstrafe von drei Jahren ohne Bewährung wegen hunderter Fälle von Tierquälerei, besonderer Grausamkeit und Misshandlung der Tiere aus Profitgier: Das ist das Urteil, das kürzlich über einen Massentierhalter aus Merklingen Baden-Württemberg verhängt wurde.
                                                              Das Urteil ist das erste seiner Art in der deutschen Justizgeschichte. Der Stall war 2016 von der SOKO Tierschutz aufgedeckt worden und offenbarte ein Bild des Schreckens. Die von SOKO-Chef Mülln bei Nacht und mit versteckter Kamera geheim aufgenommenen Videos zeigen sterbende, verwahrloste Tiere, hunderte, schwer verletzte Schweine und das brutale Töten der Tiere mit einem Vorschlaghammer. „In dem Stall herrschte das pure Grauen, selbst in 26 Jahren als Tierschutzermittler, habe ich weltweit nichts Vergleichbares gesehen“, berichtete SOKO-Ermittler Friedrich Mülln. Der Stall, dessen Fleisch EU weit im Handel war, schmückte sich mit Siegeln wie Qualität aus Baden-Württemberg, QS und der Initiative Tierwohl. Der Fall legte auch das massive Versagen der Behörden offen: In der Urteilsbegründung übte der Richter massive Kritik an der Verquickung der Behörden mit der Massentierhaltungsindustrie, dem institutionalisierten Rechtsbruch in der Branche und sprach von einem rechtsfreien Raum, der von juristischer Verantwortung beraubt, Tierquälerei aus Profitstreben verursacht.

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