Helmut Melzer
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Gleichgewicht – Editorial von Helmut Melzer

Ein Prozent der Weltbevölkerung wird 2016 mehr als die Hälfte des Weltvermögens besitzen. Ich persönlich neide es ihnen nicht. Was allerdings sauer aufstößt: Dass eben diese illustre Gesellschaft – legitimiert durch die Politik – unter anderem für die anhaltende Wirtschaftskrise verantwortlich ist. Die Rechnung dafür muss die ganze Welt begleichen.

Historisch gesehen hat das Tradition: Seit jeher wurde Reichtum und Macht auf dem Leid der Ärmsten und der Ausbeutung des Planeten begründet – für den Wohlstand einer globalen Minderheit und den Profit einiger Weniger. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert. Auch die aktuelle Flüchtlingswelle ist nur ein Symptom, für eine kranke Weltpolitik der wirtschaftlichen Interessen.

Doch es kündigen sich weitgehende Veränderungen an: Trotz aller negativen Begleiterscheinungen, Dank Globalisierung und weltweiter Vernetzung ist jetzt eine Zivilgesellschaft entstanden, die dabei ist zur entscheidenden politischen Kraft heranzuwachsen. Eine Kraft, die bereits jetzt Millionen von Menschen mobilisiert die Welt positiv zu verändern.

Das Paradoxe daran: Erst der durch Ausbeutung erreichte Wohlstand brachte jenes bisher unerreichte Bildungsniveau, das nun die Gegenbewegung ermöglicht.

Zusehends übernehmen wir die Verantwortung für Planet und Bewohner, wie diese Ausgabe von Option deutlich zeigt. – Und wir läuten damit eine Epoche der Wende ein, die möglicherweise einmal als wichtigste Periode der Menschheitsgeschichte betrachtet wird. Eine Epoche, die auch das Überleben der Menschheit ermöglicht.

Foto/Video: Option

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Geschrieben von Helmut Melzer

Als langjähriger Journalist habe ich mir lange die Frage gestellt, was denn aus journalistischer Sicht tatsächlich Sinn machen würde. Meine Antwort darauf siehst Du hier: Option. Auf idealistische Weise Alternativen aufzeigen – für positive Entwicklungen unserer Gesellschaft.

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