Heizen
in

Energie sparen beim Heizen: Praktische Tipps

Energie sparen in der kalten Jahreszeit: einfache Energiespartipps zum effizienten Heizen

Heizungswasser aufbereiten
Bereits ein Millimeter Kalkablagerung in Heizungsanlagen bedeutet zehn Prozent mehr Energiekosten. Kalk in der Anlage ist dafür verantwortlich, dass einzelne Heizkörper und Rohre nicht mehr vollständig von heißem Wasser durchflossen werden und sich die Heizeffizienz verringert. Der Ursprung dieser Ablagerungen ist das Leitungswasser, mit dem viele Anlagen befüllt sind. Deshalb ist es ratsam, das Heizungswasser aufzubereiten. Wasserinhaltsstoffe, die Ablagerungen und Korrosion verursachen, werden mit diesem salzarmen, natürlichen Heizungswasser – ohne den Einsatz von Chemie – reduziert. Das ist nicht nur entscheidend für den Wirkungsgrad der Anlage, sondern wird auch von führenden Heizkessel- und Pumpenherstellern empfohlen.

Jedes Grad zählt
Wer die Raumtemperatur senkt, kann kräftig Energie sparen: Bereits ein Grad weniger verringert die Energiekosten um sechs Prozent. Wird die Temperatur beispielsweise von 23 auf 18 Grad Celsius gesenkt, verringern sich die Heizkosten um 30 Prozent. Als Richtwert gilt: Im Wohnbereich sollte die Temperatur bei 20 Grad liegen, in der Küche, wo Spülmaschine, Herd und andere Elektrogeräte „mitheizen“, genügen 18 Grad und im Schlafzimmer 17 Grad. Entscheidend ist aber natürlich die persönliche Wohlfühltemperatur.

Thermostate verwenden
Wer mit Thermostaten arbeitet, kann ebenfalls kräftig Energie sparen: Einmal eingestellt, wärmen sie Räume, wie beispielsweise das Badezimmer, zur gewünschten Uhrzeit auf. So kann der kostenintensive Heizlüfter gespart werden, denn Heizen mit Strom ist teurer als jede andere Form der Wärmegewinnung: Für einen 2.000-Watt-Heizlüfter fallen in einer Heizperiode Stromkosten um 80 Euro an.

Regelmäßiger Heizungscheck
Der Heizungscheck durch einen Installateur sorgt dafür, dass ein wirtschaftlicher Betrieb der Heizungsanlage gewährleistet ist. Der Fachmann kann ebenfalls Tipps zum Energie sparen geben.

Heizung entlüften
Werden Heizkörper nicht mehr richtig warm oder gluckert es in den Rohren, muss die Heizanlage entlüftet werden. Dazu ist kein Fachmann nötig – diese Aufgabe ist schnell selbst erledigt: Einfach die Entlüftungsschraube mit einem speziellen Schlüssel öffnen und so lange Luft entweichen lassen, bis Heizwasser austritt. Im Anschluss sollte der Wasserdruck der Anlage kontrolliert werden.

Heizkörpernischen dämmen
Hauswände hinter Heizkörpern sind vielfach dünner und verursachen so einen besonders großen Wärmeverlust. Die Nischen hinter Heizkörpern sollten deshalb mit Dämmstoffen isoliert werden. Gut befestigt hinter den Heizkörpern reflektieren sie die Wärme in den Raum und verhindern, dass zu viel Energie durch die Wand verschwindet.

Heizkörper freiräumen
Zugestellte Heizkörper können ihre Wärme nicht frei an die Raumluft abgeben. So verhindern beispielsweise Gardinen, Decken oder große Möbelstücke die optimale Wärmeverteilung. Die Folge: Es kommt zum Wärmestau und die Heizkosten steigen um bis zu fünf Prozent. Deshalb sollten alle Heizkörper stets freigeräumt stehen, um auch so Energie zu sparen.

Richtig lüften
Wer seine Fenster dauerhaft „auf Kipp“ stehen hat, der wirft sein Geld sprichwörtlich aus dem Fenster. Besser ist es, öfter kurz und kräftig mit Durchzug zu lüften. Zehn Minuten genügen aus, um die Luft einmal komplett auszutauschen. Gar nicht zu lüften, ist übrigens keine Lösung: Bleibt der Austausch der feuchten Luft aus, droht Schimmel.

Andere Zimmer nicht mitheizen
Viele denken, sie können durch das Mitheizen eines Zimmers Heizenergie in einem anderen einsparen. Diese Annahme stimmt nicht – das Gegenteil ist der Fall: Die Heizung muss über ihre tatsächliche Auslegung hinaus wesentlich mehr Energie aufwenden. Deshalb sollte die Zimmertür geschlossen sein und das Nachbarzimmer auf die gewünschte Temperatur beheizt werden.

Fenster und Türen abdichten
Undichte Fenster und Türen sind der Grund, dass Kälte und Feuchtigkeit in die Wohnung eindringen. Das Resultat: Mehr Energie wird benötigt, um die Wohnung warm zu halten. Wer Fugen und Ritzen an Fenster- und Türrahmen verschließt, kann deshalb viel Energie sparen. Dafür sind Dichtungsprofile notwendig, die günstig zu haben sind und mit etwas Geschick problemlos selbst angebracht werden können. Die Ersparnis liegt hier bei rund 25 Prozent.

Was denkst Du darüber?

Schreibe einen Kommentar

Für Querdenker und Idealisten.

Event-Tipps (2 Beiträge)