Biozyklisch-veganer Anbau – ökologisch und ohne Tierleid (17/37)

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Biozyklisch-vegane Landwirtschaft – So lautet die neueste Entwicklung in der Landwirtschaft. Gänzlich neu ist das Konzept nicht: PionierInnen legten bereits in den 20er und 30er Jahren den Grundstein dafür. Der „natürliche Landbau“, welcher eine Bewirtschaftungsform in den Zwischenkriegsjahren darstellte, ist in seinen Idealen dem biozyklisch-veganen Konzept sehr ähnlich.
Worum gehts überhaupt? Anders als bei „bio vegan“, die biologische Prozessqualität und vegane Produktqualität ausweist, setzt der bio-vegane Anbau bereits ab Feld an, um biologische und vegane Anbauprodukte zu erzeugen. Auf Betriebsmittel, die in Verbindung mit Tierleid und -ausbeutung (z.B. Gülle, Mist, Schlachtabfälle) stehen, wird dabei konsequent verzichtet. Im Öko-Landbau werden diese, teilweise aus der konventionellen Massentierhaltung stammenden Stoffe, üblicherweise verwendet. Mit dem biozyklisch-veganen Anbau wird übrigens auch dem Klimagedanken Rechnung getragen.
Die Anbaumethode ist seit Ende 2017 global als Bio-Standard gültig und somit der EU-Bio-Zertifizierung gleichwertig. Der biozyklisch-veganer Anbau steht allerdings erst am Anfang, in Deutschland dürfen erst zwei Betriebe ihre Erzeugnisse mit dem Gütesiegel „biozyklisch-veganer Anbau“ kennzeichnen.
Bei den ersten Produkten, die mit dem Begriff „biozyklisch-vegan“ gelabelt in den Supermärkten zu kaufen sein werden, wird es sich um Orangen, Clementinen, Zitronen, Granatäpfel, Kiwis, Cherry-Tomaten und Olivenöl handeln.

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Geschrieben von Helmut Melzer

Als langjähriger Journalist habe ich mir lange die Frage gestellt, was denn aus journalistischer Sicht tatsächlich Sinn machen würde. Meine Antwort darauf siehst Du hier: Option. Auf idealistische Weise Alternativen aufzeigen – für positive Entwicklungen unserer Gesellschaft.

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