Bodenverbrauch ist Umweltproblem (42/58)

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„Es wird in Österreich noch immer zu viel an Fläche täglich neu verbaut. Wir liegen um das Fünffache über dem Ziel der Nachhaltigkeitsstrategie aus dem Jahr 2002, erneuert im Masterplan für den ländlichen Raum. Dieser ist Bestandteil des jetzigen Regierungsübereinkommens und legt den Zielwert für den Bodenverbrauch mit 2,5 Hektar pro Tag fest. Wir gefährden mit der Entwicklung die Zukunft Österreichs!“, heißt es in einer Presseaussendung der Österreichischen Hagelversicherung heute anlässlich des Weltbodentags.

Der gegenwärtige tägliche Bodenverbrauch von 12,4 Hektar, oder umgerechnet rund 20 Fußballfelder, sei ein „gigantisches Umweltproblem“.

So gibt es mehrere Gründe, die dafürsprechen, sorgsam mit Grünflächen und Ackerland umzugehen: Die Versorgung mit heimischen Lebensmitteln ist gefährdet und für Tiere und Pflanzen geht Lebensraum verloren. In der Aussendung heißt es außerdem: „Der Bodenverbrauch hat auch unmittelbare Auswirkungen auf den Wasserhaushalt: Regenwasser kann weniger gut versickern, sodass die Grundwasservorräte nicht aufgefüllt werden und Überschwemmungen zunehmen. Auch das Klima wird durch den Wegfall des Bodens als CO₂-Speicher negativ beeinflusst: Durch verbaute Böden kann kein Wasser verdunsten, weshalb sie im Sommer nicht zur Kühlung der Luft beitragen. Hinzu kommt, dass sich vermehrt CO₂ in der Atmosphäre befindet, Dürreperioden wie im heurigen Jahr nehmen zu.“

„Zu fordern sind nachhaltige Entwicklungskonzepte in der Raumordnung, die Bodenverbrauch, Klima, Verkehr und soziale Infrastruktur verflechten, klare Verpflichtung von bodenverbrauchenden Unternehmen und Organisationen zu effizienter Nutzung und allfälligen Kompensationen, sowie eine „Anwaltschaft des Bodens“ in Umwidmungsverfahren“, so in der Aussendung.

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Geschrieben von Karin Bornett

Bloggerin in der Option-Community, freie Journalistin und Texterin. Technikaffines Labradorfrauchen mit großem Interesse an Innovation und Nachhaltigkeit, Gefallen für Dorfidylle und Faible für urbane Kultur.

www.karinbornett.at

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