Einwegplastik adé (34/47)

Das Europäische Parlament hat über die Richtlinie „zur Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt“ abgestimmt und damit der Plastikverschmutzung den Kampf angesagt. Plastikeinwegprodukte könnten so bald der Vergangenheit angehören.

„Das Europäische Parlament hat heute Geschichte geschrieben, indem es beschlossen hat, Wegwerfplastik zu reduzieren. Das ist ein wegweisender und wichtiger Schritt, um die Plastikverschmutzung in unserer Umwelt zu reduzieren. Nun sind die nationalen Regierungen am Zug: Diese müssen nun sicherstellen, dass die Richtlinie nicht verwässert wird und dem Druck der Industrie nicht nachgegeben wird.“ so Lisa Kernegger, Expertin für Plastik bei GLOBAL 2000.

Denn der endgültige Beschluss der Richtlinie benötigt noch weitere Verhandlungen der nationalen Regierungen, die für Oktober erwartet werden. Wenn eine gemeinsame Position erreicht ist, folgt der sogenannte Trilog zwischen dem Europäischen Rat, dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission. Dieser könnte bereits Anfang November beginnen.

Global 2000 warnt aber vor Schlupflöchern: „Besorgniserregend ist allerdings weiterhin die Definition von „Einweg-Plastikartikeln“. Denn mit der derzeitigen Definition kann nicht ausgeschlossen werden, dass Plastik-Hersteller Reduktionsziele und Verbote einfach ignorieren, indem sie Einwegprodukte als "wiederverwendbar" deklarieren. Hier müssen noch klare Richtlinien erlassen werden, die Hintertüren und Schlupflöcher unmöglich machen“, heißt es in der Aussendung.

Jedenfalls ist die Abstimmung der EU ein wichtiger und positiver Schritt im Kampf gegen Umweltverschmutzung. Und ganz ehrlich, Wegwerfplastikprodukte werden mir persönlich nicht fehlen.

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Geschrieben von Karin Bornett

Bloggerin in der Option-Community, freie Journalistin und Texterin. Technikaffines Labradorfrauchen mit großem Interesse an Innovation und Nachhaltigkeit, Gefallen für Dorfidylle und Faible für urbane Kultur.

www.karinbornett.at

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