Implantate: „Connected Life“ steuert bald unzählige Geräte (6/37)

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Rund 40 Prozent aller elektronischen Geräte könnten bereits in wenigen Jahren durch den Kontakt zum Körper gesteuert werden. „Connected Life“ bedeutet sozusagen die zunehmende Integration und Steuerung von Elektronik – bis hin zu elektronischen Implantaten im Körper.
Insbesondere im Bereich der Gesundheit steht das kurz bevor: Eine intelligente Kontaktlinse, die nicht nur die Sehkraft verbessert, sondern auch Vitalfunktionen wie Blutzuckerspiegel misst und das Ergebnis direkt aufs Smartphone sendet oder per Mikro-LED in der Linse anzeigt? Was heute noch wie Material aus einem SciFi-Film klingt, wird bereits von Unternehmen wie Google und Novartis entwickelt. Der aktuellen Oliver Wyman-Analyse „Connected Life 2025“ zufolge könnten bereits 2025 zehn Prozent der heutigen Konsumgüter über Implantate gesteuert werden.

Dabei wird zwischen fünf Entwicklungsschritten des „Connected Life“ unterschieden:
1. Geräte sind mit dem Internet verbunden, z.B. der Fernseher
2. Geräte kommunizieren miteinander, z.B. Waschmaschine mit dem Trockner.
3. Der Mensch kommuniziert kontaktlos mit Geräten, z.B. über Sprache, Mimik oder Gestik.
4. Geräte kommunizieren mit Sensoren auf der Haut oder in der Kleidung (Patches).
5. Geräte kommunizieren mit Sensoren in der Haut (Implantate).

Die Schritte 1, 2 und 3 sind längst da: Viele TV-Geräte sind inzwischen webfähig, und auch alle anderen Geräte – Beispiel akustischer Assistent „Alexa“ & Co – kommunizieren wie die Wilden.
Die nächsten Schritte – „intelligente Textilien und Implantate – folgen bald: Weitgehend marktreif ist etwa mit Sensorik ausgestattete Kleidung, die beispielsweise dem Smartphone die Herzfrequenz seines Besitzers meldet.
Die Anzahl der Patente im Bereich „Smart Clothing“ hat sich in Europa in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt, auf derzeit knapp 8.000. Samsung etwa arbeitet derzeit an dem „S-Patch 3“-Prototypen, der am Körper befestigt wird und laufend Vitalwerte sendet.

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Geschrieben von Helmut Melzer

Als langjähriger Journalist habe ich mir lange die Frage gestellt, was denn aus journalistischer Sicht tatsächlich Sinn machen würde. Meine Antwort darauf siehst Du hier: Option. Auf idealistische Weise Alternativen aufzeigen – für positive Entwicklungen unserer Gesellschaft.

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