Ökostrom legt zu (24/47)

Der Anteil des geförderten Ökostroms am gesamten Stromverbrauch ist in Österreich 2017 im Vergleich zu 2016 erneut gestiegen. Das geht aus dem neuen Ökostrombericht der Regulierungsbehörde E-Control hervor.

„Die größte Steigerung in absoluten Zahlen gab es im Jahr 2017 im Bereich der Windkraft gefolgt von der Photovoltaik. Aus Windkraftanlagen wurde um 17 % mehr Strom abgenommen, was in Summe 5.746 GWh (+814 GWh) bedeutet hat. Die abgenommene Menge im Bereich der Photovoltaik stieg um 15 % auf 574 GWh (+74 GWh). Im Bereich der Kleinwasserkraft kam es trotz konstanter installierter Leistung zu einem Rückgang der abgenommenen Menge um 8 % auf 1.625 GWh (-148 GWh)“, so geht es aus der Pressemitteilung von E-Control hervor.

Aufgrund der gestiegenen Menge an abgenommenem Ökostrom um 8 % auf 10.528 GWh konnten laut Berechnungen der E-Control im Jahr 2017 bis zu 11 Mio. t CO2 eingespart werden. „Wäre besagte Ökostrommengen in Gas- und Dampfkraftwerken produziert worden, wären die CO2-Emissionen um 4,6 Mio. t CO2 höher gewesen. Im Vergleich zu Braunkohlestrom beträgt die Einsparung besagte 11 Mio. t CO2.“, erläutert E-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch.

Allerdings ist der Ausbau der erneuerbaren Energien in den letzten Jahren drastisch gesunken. So sei allein der Ausbau der Windkraft von 2014 auf 2016 um 57 % eingebrochen. „Bei so einem Ausbaurückgang davon zu reden, dass 'der Ausbau stark voran geht', ist schon überraschend“, bemerkt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft in einer eigenen Aussendung. „Der Ökostromausbau bleibt weit hinter den energiepolitischen Notwendigkeiten und Erfordernissen des Klimaschutzes zurück. Die großen Chancen für Wirtschaft, Arbeitsplätze und Umwelt werden nicht ausreichend genutzt. Dies muss ebenso betrachtet werden“, so Moidl abschließend.

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Geschrieben von Karin Bornett

Bloggerin in der Option-Community, freie Journalistin und Texterin. Technikaffines Labradorfrauchen mit großem Interesse an Innovation und Nachhaltigkeit, Gefallen für Dorfidylle und Faible für urbane Kultur.

www.karinbornett.at

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