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Langsamer Ausstieg aus HFC-Treibhausgasen

Einen Fortschritt in Sachen Klimaschutz markiert der kürzlich beschlossene Abschied aus HFC (wasserstoffhaltige Fluorkohlenwasserstoffe). Möglich wurde dies durch den sogenannte Kigali-Zusatz zum Montreal-Protokoll, der verschiedene Zeitpläne für Industrie- und Entwicklungsländer einrichtet, um die Produktion und die Nutzung der superwirksamen Treibhausgase HFC einzufrieren und dann zu vermindern.
HFC sind industriell erzeugte, in Kühlschränken oder Klimaanlagen eingesetzte Gase mit hoher Erwärmungswirkung, die stabil sind und über Jahrhunderte in der Atmosphäre bleiben. Sie wurden als Ersatzstoffe für die ozonzerstörenden FCKW entwickelt.
Doch es wird freilich dauern: Industrieländer stimmten zu, erste Kürzungen 2019 durchzuführen. Die Industrien in Entwicklungsländern werden beim Ausstieg aus HFC unterstützt. China, Brasilien, Südafrika, Argentinien und mehr als 100 weitere Schwellen- und Entwicklungsländer haben zugesagt, ihre HFC-Produktion und -nutzung im Jahr 2024 nicht mehr auszuweiten und danach zu reduzieren. Indien, die Golfstaaten und Pakistan wollen einen langsameren Zeitplan zur Reduktion der HFC umsetzen.
Manfred Treber von Germanwatch: „Ohne diese Einigung wäre das Klimaziel, die Erwärmung unter zwei Grad zu halten, wahrscheinlich nicht erreichbar gewesen. Experten gehen davon aus, dass durch den Ausstieg aus den HFC die Erwärmung bis zum Jahr 2100 um bis zu ein halbes Grad geringer ausfällt als bei einem Weiter so.“

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Geschrieben von Helmut Melzer

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