Lisa Muhr, Göttin des Glücks

Lisa Muhr, Göttin des Glücks
Lisa Muhr, Göttin des Glücks

Auf der Suche nach Selbstverwirklichung gestalten viele Einzelne die Welt unaufhaltsam neu. Option lädt ein zum Schulterschluss und interviewt erfolgreiche „Selbstverwirklicher“.

„Ich glaube, am Anfang stand bei mir schon immer genau das: ein innerer Drang, eigene Ideen mit der eigenen Kreativität umsetzen zu wollen. Der Spaß im gemeinschaftlichen Tun mit anderen Kreativen. Die Unzufriedenheit mit dem Vorhandenen. Und der ,Weltschmerz‘ über die sozialen Ungerechtigkeiten und die ökologischen Desaster, die wir als Menschen anrichten. Dieser innere Drang gibt mir jeden Tag neue Kraft, meine Ideen und Projekte umzusetzen. Mein Rat? Nicht verbiegen lassen und auf gar keinen Fall drauf hören, was einem die anderen sagen, sondern immer nur ganz bei sich selbst bleiben. Allerdings: Die Selbstentfaltung hört bei mir da auf, wo sie anderen schadet. Daher: Verantwortung für das eigene Tun übernehmen.“

FairFashion – Lisa Muhr, Göttin des Glücks: „Wenn ich eine Tätigkeit ausführe und sie sich so richtig gut und richtig für mich anfühlt und ich ein Glücksgefühl dabei habe, dann habe ich auf meine inneren Bedürfnisse gehört und mich selbst verwirklicht.“

Was bedeutet für Sie Selbstverwirklichung?
Das, was im Wort steckt: Wenn ich selbst meinen Traum, meine Wünsche, meine Bedürfnisse zur Realität werden lasse. Das kann in beruflicher, privater, gesellschaftlicher und in vielerlei anderer Hinsicht passieren. Wenn ich eine Tätigkeit ausführe und sie so richtig gut und richtig für mich anfühlt und ich ein Glücksgefühl dabei habe, dann habe ich auf meine inneren Bedürfnisse gehört und mich selbstverwirklicht. Im Berufsleben bedeutet das zum Beispiel, den Traumjob gefunden zu haben oder die eigenen Ideen in der Selbständigkeit umzusetzen, im privaten vielleicht, für den Marathon trainiert und es geschafft zu haben. Unsere Träume legen wir alle individuell fest, sie zu erreichen, ist für mich Selbstverwirklichung.

Was stand am Anfang? Was war der zündende Impuls? Das Anliegen?
Ich glaube, am Anfang stand bei mir schon immer genau das: ein innerer Drang, eigene Ideen mit der eigenen Kreativität umsetzen zu wollen, der Spaß im gemeinschaftlichen Tun mit anderen Kreativen, die Unzufriedenheit mit dem Vorhandenen und der „Weltschmerz“ über die sozialen Ungerechtigkeiten und die ökologischen Disaster, die wir als Menschen anrichten. Dieser innere Drang gibt mir jeden Tag neue Kraft, meine Ideen und Projekte umzusetzen.

Welche Herausforderungen, Hindernisse galt es zu überwinden?
Der Glaube allein und die Überzeugung der eigenen Ideen reichen nicht immer aus, um Dinge zur Realität werden zu lassen. Dazu braucht es Durchhaltekraft, Professionalität, allumfassende Allrounder-Fähigkeiten (als Start Up macht man in einer Person, was sonst ganze Abteilungen bzw. viele verschiedene Abteilungen erledigen) und beinharten Arbeitseinsatz – jenseits von 38,5 Stunden und kollektivvertraglichen Mindestgehältern. Das sind Herausforderungen, die teilweise über Jahre bestehen können und auf die man sich einstellen sollte. In dieser Phase ist es ganz wichtig, dass man emotionalen Beistand aus dem Familien- oder Freundeskreis hat. ABER: wenn das Projekt aufgeht, ist es das wunderschönste Gefühl überhaupt: erfüllend, bereichernd, selbstbestätigend und einfach Glück-bringend.

Welchen Rat können Sie Anderen geben?
Nicht verbiegen lassen und auf gar keinen Fall drauf hören, was einem die anderen sagen, sondern immer nur ganz bei sich selbst bleiben und die eigene Meinung/die eigenen Träume aus der eigenen Mitte heraus definieren. Und sich dann mit aller Kraft darauf konzentrieren, diese Träume zu verwirklichen. Allerdings: die Selbstentfaltung hört bei mir da auf, wo sie anderen schadet. Daher: Verantwortung für das eigene Tun in jeder Sekunde übernehmen und die Auswirkungen auf das Umfeld mitbedenken und -berücksichtigen!

Jetzt, nach erfolgreicher Umsetzung – wie fühlen Sie sich? Würden Sie sich das alles nochmals antun?
Wir sind nach wie vor noch nicht fertig, sondern auf dem Weg. Umgesetzt sind unsere sozialen und ökologischen Kernwerte, aber ökonomisch müssen wir noch etwas wachsen, bis wir in einer halbwegs stabilen, krisensicheren Phase gelandet sind. Wenn man 100% fair agiert, dann dauert der Aufbau einfach länger und braucht Geduld. Ich würde es genauso wieder machen, weil es für mich persönlich das beste war, was mir passieren konnte: Kreativität, Selbstbestimmtheit und Selbständigkeit, gepaart mit ökologischer und sozialer Verantwortung. Das ist mein Auftrag, mein Beitrag in dieser Welt, das macht mich glücklich. Einzig die Arbeit könnte langsam etwas weniger dicht werden.

Lisa Muhr, Göttin des Glücks: www.goettindesgluecks.com

Hier gehts zu den Porträts im Rahmen der Serie „Selbstverwirklichung“.

Foto/Video: Göttin des Glücks

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