Marion Reichart, Uni Sapon

Marion Reichart, Uni Sapon
Marion Reichart, Uni Sapon

Auf der Suche nach Selbstverwirklichung gestalten viele Einzelne die Welt unaufhaltsam neu. Option lädt ein zum Schulterschluss und interviewt erfolgreiche „Selbstverwirklicher“.

„Für meinen Vater ging es vor 30 Jahren ganz klar darum, einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten und die Welt auf die Müllproblematik aufmerksam zu machen. Was Rohstoffe, biologische Abbaubarkeit, Öko-Zertifizierung etc. anbelangt, sind alle ökologischen Reiniger mehr oder weniger gleichwertig. Die Besonderheit an unserem Sortiment ist jedoch die konsequente Müllvermeidungsstrategie. Aus diesem Grund gibt es bei uns ein „Drei-Stufen-Konzept zur Müllvermeidung“: Erstens: Nicht jeder Fleck braucht ein eigenes Putzmittel! Weniger Produkte, weniger Verpachungen. Zweitens: Konzentrate zum Selbermischen! Das spart Transporte und CO2-Emissionen. Drittens: Nachfüllstationen. Wir nehmen auch alle (ausgewaschenen!) Nachfüllgebinde zurück und befüllen diese wieder, so entsteht ein Null-Müll-Kreislauf.“

Ökoreiniger – Marion Reichart, Uni Sapon: „Viele Menschen führen nicht das Leben, das sie eigentlich wollen, aus Angst, sich zu blamieren oder den gesellschaftlichen Normen nicht zu entsprechen. Je mehr wir jedoch unsere eigenen Bedürfnisse ignorieren, desto mehr schaden wir uns selbst.“

Was bedeutet für Sie Selbstverwirklichung?
Es bedeutet, tagtäglich aufs Neue in sich hineinzuhören und zu eruieren: „Was möchte ich tun? Wie möchte ich leben? Was ist mir wichtig?“ Viele Menschen führen nicht das Leben, das sie eigentlich wollen, aus Angst sich zu blamieren oder den gesellschaftlichen Normen nicht zu entsprechen. Je mehr wir jedoch unsere eigenen Bedürfnisse ignorieren, desto unzufriedener werden wir und desto mehr schaden wir uns selbst!

Was stand am Anfang? Was war der zündende Impuls? Das Anliegen?
Für meinen Vater ging es vor 30 Jahren ganz klar darum, einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten und die Welt auf die Müllproblematik aufmerksam zu machen. Nach seinem Tod galt es, seine Vision weiterzutragen und gleichzeitig meine eigenen Ideen und Ideale mit einzubringen. Das war anfangs eine große Herausforderung, mittlerweile ist das Konzept aber in sich schlüssig.

Welche Herausforderungen, Hindernisse galt es zu überwinden?
Uni Sapon hatte in den letzten Jahren vor meiner Betriebsübernahme fast ausschließlich als Lohnproduzent für andere Firmen gearbeitet. Es war dann für viele Kunden unbegreiflich oder sogar unglaubwürdig, dass wir zu den absoluten Pionieren auf dem Gebiet der Öko-Reinigungsmittelerzeugung zählen und uns aber gleichzeitig fast niemand kannte. Die Etablierung und Wiedereinführung der Eigenmarke war demnach die größte Hürde, zumal ja andere Firmen in der Zeit bereits die Märkte bearbeitet hatten und wir nun quasi – nach 25 Jahren – wieder bei fast Null gestartet sind.

Was ist das besondere bei Ihrem Projekt/Unternehmen?
Was Rohstoffe, biologische Abbaubarkeit, Öko-Zertifizierung, etc… anbelangt sind alle ökologischen Reiniger mehr oder weniger gleichwertig. Die Besonderheit an unserem Sortiment ist jedoch die konsequente Müllvermeidungs-Strategie. Bereits vor 30 Jahren warnte mein Vater, dass unser Planet im Müll ersticken wird und heute ist dieses Thema brisant wie nie! Aus diesem Grund gibt es bei uns ein „Drei-Stufen-Konzept zur Müllvermeidung“:
1) Nicht jeder Fleck braucht ein eigenes Putzmittel! weniger Produkte = weniger Verpackungen
2) Konzentrate zum Selber-Mischen! Wasser zum Mischen hat jeder daheim: = weniger Tranporte, weniger CO2-Emmision, weniger fossile Brennstoffe werden verbraucht
3) Nachfüllstationen: wir nehmen auch alle (ausgewaschenen!!) Nachfüllgebinde zurück und befüllen diese wieder, so entsteht ein Null-Müll-Kreislauf.

Welchen Rat können Sie Anderen geben?
Tu das was du tust von Herzen und es wird dir gelingen! Lass dich von Rückschlägen nicht entmutigen, hinfallen gehört dazu. „Aufstehen – Krone richten – weitergehen“!

Jetzt, nach erfolgreicher Umsetzung – wie fühlen Sie sich? Würden Sie sich das alles nochmals antun?
Die ersten Jahre waren sehr hart und entbehrungsreich und wir mussten auch viele persönliche Opfer bringen. Nichtsdestotrotz würde ich es auf jeden Fall wieder tun, da mein Vater etwas Wunderbares, Nachhaltiges und wirklich Sinnvolles erschaffen hat und es erfüllt mich täglich mit Stolz, einen Beitrag zum Erhalt unseres Planeten leisten zu dürfen!

Marion Reichart, Uni Sapon: www.unisapon.com

Hier gehts zu den Porträts im Rahmen der Serie „Selbstverwirklichung“.

Foto/Video: Uni Sapon

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