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Plastikfrei – warum?

Vier schlagende Argumente gegen Plastik

#1: Plastik verrottet nie vollständig.

Zwar werden Plastikpartikel im Laufe der Zeit immer kleiner, doch sie können nie vollständig abgebaut werden. Viele kennen die Bilder von gestrandeten Walen, deren Mägen über und über mit Plastik gefüllt waren. Doch nicht nur für Meeresbewohner, die die kleinen Plastikpartikel fälschlicherweise als Nahrung ansehen, kann Plastik gefährlich werden. Mikroplastik belastet unsere Meere, unseren Planeten und findet durch diverse Wege, wie über unser Essen (Fisch, Honig etc.) und oder etwa übers Wasser wieder in unseren Körper zurück.

#2 Mikroplastik im Körper

Und das wurde nun erstmals nachgewiesen. Bei einer aktuellen internationalen Pilotstudie vom Umweltbundesamt und der MedUni Wien wurden bei allen 8 (menschlichen) Studienteilnehmern Mikroplastik im Stuhl gefunden. Am häufigsten fanden sich PP (Polypropylen) und PET (Polyethylenterephthalat) in den Proben. „Obwohl es erste Anzeichen gibt, dass Mikroplastik durch die Begünstigung von Entzündungsreaktionen oder Aufnahme schädigender Begleitstoffe den Magendarmtrakt schädigen kann, sind jedenfalls weitere Studien notwendig, um potenzielle Gefahren von Mikroplastik für den Menschen abzuschätzen“, so Erstautor Philipp Schwabl von der Klinischen Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie der MedUni Wien.

#3 Gesundheitsgefahr für den Körper

Weichmacher in Kunststoffen (Phthalate) gelten als höchst gesundheitsgefährdend, besonders für Kinder. Da chemisch nicht an den Kunststoff gebunden, können sie leicht in die Atemluft oder in den Hausstaub gelangen. Ihre Fettlöslichkeit führt zudem etwa zur Anreicherung in Fischen. Neben Beeinträchtigungen auf die Fortpflanzung können Schädigungen der Leber, des Nerven- und Immunsystems nicht ausgeschlossen werden.

#4: Bioplastik als Lösung?

Einfach Bioplastik kaufen, dann ist alles gut? Schön wär’s. Wie umweltfreundlich Bioplastik tatsächlich ist, darüber streiten sich ExpertInnen. Unzählige Hersteller, ebensoviele Inhaltsstoffe – so kann übrigens auch ein Bio-Plastiksackerl Erdöl enthalten. Und da die als umweltfreundlicher beworbenen Varianten im Biomüll aktuell gar nicht rasch genug verrotten, müssen diese ohnehin händisch aussortiert werden. Deshalb wurde die Idee eines Bio-Kreislauf-Sackerls geboren, das selbst dann, wenn es in die Umwelt gerät, vollständig abgebaut werden kann.

Bild: Pixabay

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Contributor

Geschrieben von Sonja Tautermann

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