Helmut Melzer
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(R)evolution – Editorial von Helmut Melzer

Gehen Sie einmal auf die Straße und fragen Sie einen X-Beliebigen, wie die Welt sein sollte. Die Antwort wird in beinahe allen Fällen sehr ähnlich sein: Ein grüner Planet auf dem Weltfrieden, Menschenrechte, Gleichberechtigung, Fairness und Wohlstand für alle herrschen. Das klingt für viele Ohren naiv, falsch ist es aber keineswegs. Ganz im Gegenteil, und wir sind uns einig. Beinahe alle. Aber, und das ist wohl die entscheidende Frage: Warum sieht die Realität ganz anders aus?

Eines der vielen Wiener Pubs ist traditionell Schauplatz oft ausufernder Diskussionen meines Freundeskreises. Dabei ist die Frage, wie sich unsere Gesellschaft zum Besseren wandeln kann, ein regelmäßig wiederkehrendes Thema. Tatsache ist, und das lehrt uns schon die lange Menschheitsgeschichte: Zerstörung und Gewalt scheinen für viele die einzigen Wege weitreichende, große Veränderungen herbeizuführen. Doch das ist ein Irrtum, und vor allem keine nachhaltige Lösung.

Eine der größten Geschichten unserer Gegenwart – Star Wars [LOL] – birgt eine entscheidende Wahrheit in sich. Mit den Worten des weisen Yoda: „Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite. Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu unsäglichem Leid.“ Es ist der innere Kampf zwischen Gut und Böse, den jeder mit sich auszutragen hat. In kleinen alltäglichen Angelegenheiten und bei großen Entscheidungen. So gesehen ist wohl Opportunismus die mieseste Eigenheit des Menschen, die Wurzel allen Übels.

„Der Mensch ist noch nicht fertig“ können Sie u.a. in diesem Heft lesen. Entwickeln (lat. evolvere), nicht um- oder gar zurückrollen (lat. revolvere), die Hauptbotschaft dieser Ausgabe kommt nicht von ungefähr. Wir müssen über uns hinauswachsen. Das gilt auch für den 15. Oktober: Wenn Sie in der Wahlkabine stehen, überlegen Sie bitte welches Kreuzerl uns als Gesellschaft am ehesten vorwärts, näher an eine ideale Welt bringt.

Foto/Video: Option

Geschrieben von Helmut Melzer

Als langjähriger Journalist habe ich mir lange die Frage gestellt, was denn aus journalistischer Sicht tatsächlich Sinn machen würde. Meine Antwort darauf siehst Du hier: Option. Auf idealistische Weise Alternativen aufzeigen – für positive Entwicklungen unserer Gesellschaft. Im April 2014 erschien das Option Printmagazin (und Option Online) erstmals, und gibt es heute noch – trotz aller Herausforderungen. Im Mai 2018 startete Option als Soziales Netzwerk.

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