Schadstoffe im Wohnraum
in

Schadstoffe im Wohnraum: Darauf ist zu achten

Eigentlich sollte das Zuhause ein Ort sein, an dem man sich sicher fühlt. Doch heute machen Umweltgifte, Schadstoffe und Pestizide nicht vor der Haustür halt. Oft genug bringt man selbst das Gift ins Haus, doch mit wenig Aufwand kann man durchaus umweltfreundliche Alternativen finden. Häufig denkt man bei Schadstoffen an Putzmittel, Kosmetik oder Lebensmittel, aber seltener an Möbel.

Gesundheitsbelastung durch Schadstoffe

Lösungsmittel sind in der Regel in Farben, Lacken und Klebern enthalten. Besonders Spanplatten von billigen Möbeln können richtige Giftschleudern sein. Auch der schicke leuchtende Anstrich der Kommode oder der Lack auf dem Regal ist nicht immer gesundheitlich unbedenklich. Lösungsmittel können Kopfschmerzen und Müdigkeit hervorrufen und im schlimmsten Fall schwere Schäden an Leber und Nieren. Eine krebserregende Wirkung ist ebenfalls nicht auszuschließen.

Formaldehyd kann Allergien, Haut- und Atemwegsreizungen hervorrufen und Krebs verursachen. Es kann den Schlaf beeinträchtigen und sich negativ auf das Gedächtnis sowie die Konzentrationsfähigkeit auswirken. Dennoch wurde es massiv in der Möbelproduktion eingesetzt, gerade weil es organische Materialien haltbar macht. Nach diversen Skandalen wird in der Möbelproduktion inzwischen weniger Formaldehyd eingesetzt. Verboten ist es jedoch nicht, wenn die gesetzlichen Grenzwerte beachtet werden. So wird immer noch das Gift in die Atemluft abgegeben und kann krank machen.

Weichmacher finden sich in Kunststoffmöbeln und in Textilien. Sie ähneln in ihrer chemischen Struktur menschlichen Hormonen. Wenn sie durch Einatmen in den Körper gelangen, verwechselt der Körper sie häufig mit den eigenen Hormonen. Das kann ebenfalls Leber und Nieren schädigen oder zu Unfruchtbarkeit führen.

Es gibt zwar für alle Schadstoffe Grenzwerte, die vom Gesetzgeber festgelegt werden. Jedoch kann man sich nie absolut sicher sein, wer hinter manchem Gesetz und Grenzwert steckt. Selbst wenn es aktuelle neutrale wissenschaftliche Studien sind, können langfristige Folgeschäden nicht immer abgeschätzt und ausgeschlossen werden.

Wenn die Möbel alt und unbrauchbar geworden sind, stellt sich zudem die Frage, wie man sie umweltgerecht entsorgen kann.

Schadstoffgeprüfte Möbel

Damit man weder sich selbst noch die Umwelt vergiftet, sollte man beim Möbelkauf lieber auf Öko Möbel zurückgreifen. Sie sind in der Anschaffung ein wenig teurer als billige Discounter-Möbel, aber das sollte einem die eigene Gesundheit und die der Kinder wert sein. Langfristig lohnt sich das in jedem Fall, denn die Gesundheit ist ein, wenn nicht sogar das wichtigste Gut. Beim Kauf von Möbeln sollte man daher darauf Wert legen, dass es sich um Vollholz handelt. Damit kann man schon etliche Risiken ausschalten.

Wenn man zudem auf biologische Oberflächen achtet, dann sinkt das Risiko von Schäden aufgrund Formaldehyd weiter. Beim Händler sollte man darauf bestehen, dass man zumindest Einsicht in ein Schadstoffprüfungszertifikat erhält oder es ausgehändigt bekommt.

Lösungsmittel sollte man mindestens aus dem Schlafzimmer verbannen, denn hier soll sich der Körper regenerieren und nicht schleichend vergiften. Besonders bei Schlafzimmermöbeln sollte man daher darauf achten, dass die Möbel entweder unbehandelt sind oder die Grenzwerte deutlich unterschritten werden.

 

Foto/Video: Shutterstock

Was denkst Du darüber?

Schreibe einen Kommentar

6-mal so viel Plastik wie Plankton⁉️⁉️⁉️ Lass uns gemeinsam was gegen die Plasti...

6-mal so viel Plastik wie Plankton⁉️⁉️⁉️ Lass uns gemeinsam was gegen die Plasti…

The Best Dog Photos Of 2018 Have Been Announced, And They’ll Give You All The Feels

The Best Dog Photos Of 2018 Have Been Announced, And They’ll Give You All The Feels