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System : Neustart – Was muss sich grundlegend ändern?

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Mit der kommenden Ausgabe #20 – passend zum 5. Geburtstag von Option – wandert auch die Option Community ins Printmagazin. Jede Ausgabe fragen wir Dich zu einem konkreten Schwerpunktthema nach Deiner Meinung. Die besten Statements (250-700 Anschläge) werde auch in Print veröffentlicht – und tragen so zu einem Pool an Lösungen für eine positive Zukunft bei.

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Helmut


Die aktuelle Frage:

System : Neustart – Was muss sich grundlegend ändern? Was muss getan werden?

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#1 Stärkung der Zivilgesellschaft & direkte Demokratie

Durch die Passivität der Politik in vielen entscheidenden Fragen und einer starken Stimme der Wirtschaft ist in den letzten Jahrzehnten eine rege globale Zivilgesellschaft als eigene politische Kraft erwachsen, der auch Rechte zugestanden werden müssen. Inzwischen stehen sehr viele Menschen für grundlegende, positive, globale Veränderungen ein. Doch bis auf Wahlen gibt es keine relevanten Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung beim politischen Entscheidungsprozess. Demokratie muss daher weiterentwickelt und gestärkt werden. Für mich der größte Hebel. Das Minimum: Ein Volksbegehren braucht ab gewisser Beteiligung bindenden Charakter.

Helmut Melzer, Option

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  1. Nein, bitte nicht, nur keine direkte Demokratie. Warum? Bei der direkten Demokratie ist in unserem Parteiensystem der Manipulation Tür und Tor geöffnet, besonders bei Volksbegehren. Partizipative Demokratie ja, der Österreicher ist reif dafür.

    • Vielen Dank für deinen Kommentar, Günther. Das freut mich schon, weil ja Option im Idealfall auch eine Diskurs ermöglichen soll. Ich für meinen Teil halte eine Weiterentwicklung der Demokratie für notwendig. Aktuell gibt es keinerlei Möglichkeit zur Teilnahme an der politischen Entscheidungsfindung, denn Wahlen zählen hier nicht dazu. Und wenn es politisch verkehrt läuft, muss es zivilgesellschaftliche Mittel geben. Es kann nicht sein, dass 881.568 (Don´t smoke) bzw. 481.906 (Frauen-Volksbegehren) Österreicher für eine Veränderung eintreten, bei deren Besprechung im Nationalrat aber nicht einmal die Regierung anwesend ist. Das ist pure Ignoranz gegenüber dem Wählern. Deshalb bin ich dafür, dass ein Volksbegehren in einem – natürlich zu diskutierenden – Ausmaß bindenden Charakter erhält. Auch die notwendige Zustimmung dazu kann natürlich festgelegt werden. Bei rund 6,4 Mio. Wahlberechtigten vielleicht eine Million Unterstützer, also ein Sechstel, oder höher? Denn wenn ein Volksbegehren bindenden Charakter hat, nehmen auch mehr teil. Das nenne ich dann auch Demokratie.
      Interessant dazu:
      https://www.dieoption.at/clicktivism-engagement-per-klick/
      https://www.dieoption.at/liquid-democracy-die-fluessige-politik/

#2 Kohärente statt widersprüchliche politische Entscheidungen

Österreichs Verkehr verursacht heute rund 70 % mehr Treibhausgase als 1990. Um unsere Klimaschutzziele zu erreichen, müsste dieser Wert rasch und radikal sinken. Trotzdem erprobt der Verkehrsminister Tempo 140 auf der Autobahn. Ein Fall von widersprüchlicher Politik. Und nur einer von vielen, in denen wir deshalb Ziele nicht erreichen und öffentliche Gelder sinnlos verbrennen.

Wir brauchen einen Neustart bei politischen Entscheidungen. Kohärent statt widersprüchlich heißt die Losung. Utopisch? Schweden prüft bereits sämtliche nationalen, regionalen und lokalen Politiken und Strategien, ob sie die Agenda 2030 und die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) begünstigen. Und vermeidet damit negative Wechselwirkungen zwischen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Effekten. Die Agenda 2030 hat den Kompass in die richtige Richtung eingestellt. Wir müssen den Weg nur noch beschreiten.

Thomas Mördinger, ÖKOBÜRO – Allianz der Umweltbewegung, SDG Watch Austria

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    #3 Eine Landwirtschaft, die auf Qualität setzt

    Was sich unbedingt ändern muss, ist das gesamte System der Fleischindustrie, das sich vor allem in Massenproduktion und in Folge viel zu niedrigen Preisen für unsere Lebensmittel ausdrückt. Dies fordert langfristig drei Opfer: zunächst die Tiere, die aufgrund des Preisdrucks unter schrecklichen Bedingungen gehalten werden. Dann die Landwirte, die für ihre Arbeit nicht entsprechend entlohnt werden und außerdem unter der Konkurrenz jener Länder leiden, die weder Tierschutz- noch Umwelt- oder soziale Standards haben. Und letztlich die Konsumenten, die Billigprodukte vorgesetzt bekommen (und natürlich auch kaufen), die nicht selten irreführend bzw. beschönigend deklariert werden.

    Um langfristig im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, braucht Österreich eine Landwirtschaft, die auf Qualität setzt. Diese Qualität muss vom Konsumenten aber natürlich auch honoriert werden. VIER PFOTEN arbeitet seit Jahren daran, das Bewusstsein der Konsumenten für qualitativ hochwertige Lebensmittel zu erhöhen und warnt dabei immer wieder vor billigen Produkten aus dem Ausland – ohne selbstverständlich zu vergessen, dass auch in Österreich noch einiges an Verbesserungen im Tierschutz möglich und notwendig ist.

    Heli Dungler, Gründer und Präsident VIER PFOTEN

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      #4 Gerechte Lebenschancen für alle Menschen auf dieser Erde

      Ein Neustart muss vor allem die bestehende Schieflage überwinden – gerechte Lebenschancen für alle Menschen auf dieser Erde sind unabdingbar. Aus Sicht einer Kinderrechtsorganisation sind die vor allem der Zugang zu sauberem Trinkwasser, ausgewogener Ernährung, qualitativer Bildung und medizinischer Versorgung, Schutz vor Krieg und Gewalt und Bewahrung vor ausbeuterischer (Kinder)arbeit und ein selbstbestimmtes Leben in Würde.

      Gottfried Mernyi, Kindernothilfe Österreich

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        #5 Zusammenhalt und solidarisches Vertrauen stärken

        Die aktuelle Panikpolitik zielt auf unseren Zusammenhalt. Das können wir, die Zivilgesellschaft, nicht akzeptieren! Wir müssen laut und vereint protestieren, wenn Hassrede salonfähig, NGOs kriminalisiert und der Rechtsstaat demontiert wird. Politik darf sich nicht darauf beschränken, laufend neue Schikanen für sozial Schwache aufzustellen. Wir müssen miteinander reden. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit ausgestreckter Hand. Wir müssen Zusammenhalt und solidarisches Vertrauen stärken. Wir lassen uns nicht trennen durch Neid und Misstrauen, wir lassen uns nicht durch irrationale Ängste in die Hände der Populisten treiben. Wir kämpfen mit Herz & Hirn – und ohne Sozialromantik!
        Sarah Kotopulos, SOS-Menschenrechte Österreich

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          #6 Geiz ist nicht geil

          „Wir müssen lernen, dass Geiz eben nicht geil ist und immer jemand dafür bezahlen muss, wenn wir nach dem billigsten Preis streben. Wer positive Entwicklungen in unserer globalen Gesellschaft fördern will, muss über den nationalen Tellerrand hinausblicken. Ein menschenwürdiges Einkommen, mit dem man sein Leben gut und selbstbestimmt gestalten kann, sollte ebenso ein international verbindendes Ziel sein, wie faire und sichere Arbeitsbedingungen für Kleinbauernfamilien und Beschäftigte auf Plantagen.“
          Hartwig Kirner, Geschäftsführer Fairtrade Austria

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            #7 Suffizienz – Rückkehr zum Genug

            Der absolute Rohstoffverbrauch pro Person muss sehr drastisch gesenkt werden und weitgehend aus erneuerbaren Quellen stammen. Auf diese Aufgabe ist unser wachstumsorientiertes Wirtschaftssystem nicht programmiert. Wir brauchen Freiräume, in denen Wirtschaftsalternativen entwickelt werden, die ohne materielles Wachstum auskommen und trotzdem die kollektive und solidarische Erbringung bzw. Finanzierung von Gemeinwohlaufgaben wie Daseinsvorsorge und Sozialleistungen (zB Pensionen, Pflege) ermöglichen. Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft, Bioökonomie, Ökodesign, Recycling, Digitalisierung sind zwar ein Beitrag, aber nicht die Lösung. Die Zukunftsherausforderung der industrialisierten Welt heisst Suffizienz: Die Rückkehr zum "Genug"!
            Matthias Neitsch, RepaNet

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              #8 Ein vernünftiger, faktenbasierter Umgang mit Mensch und Natur

              Der Begriff System „Neustart“ hat für mich etwas Beunruhigendes, denn er impliziert ein nahezu unmögliches Szenario. Für den Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen, klingt ein „Neustart“ verlockend. Dennoch wissen wir, dass dieser schnell an die Grenzen des politisch und ökonomisch Machbaren stoßen wird. Auch wenn viele das Gegenteil behaupten, die faktischen Daten sagen uns, dass noch nie so wenige Menschen in absoluter Armut gelebt haben wie heute. Unser eigener Lebensstandard hat ungeahnte Höhen erreicht. Meiner Meinung nach braucht es keinen System-Neustart. Ein vernünftiger, faktenbasierter Umgang mit Mensch und Natur würde reichen, damit wir einer guten globalen Zukunft entgegengehen.
              Andrea Barschdorf-Hager, CEO Care Österreich

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                #9 Neustart Klimapolitik

                Laut Weltklimarat bleiben nur noch elf Jahre um die Klimaerhitzung auf unter 1,5°C zu halten und das Schlimmste zu verhindern. Österreich hat sich zu einer Treibhausgasreduktion von 16 Prozent bis 2020 und 36 Prozent bis 2030 verpflichtet. Derzeit verfehlen wir diese ohnehin viel zu niedrigen Ziele allerdings
                - die Emissionen steigen sogar. Unsere Klimapolitik braucht einen Neustart: Statt die Mittel für Umwelt, Klima und Energie zu kürzen, muss Schwarz-Blau sie massiv anheben - um Häuser energieeffizient zu sanieren, Fotovoltaik großflächig auszubauen, den Radverkehr zu stärken und Öffi-Fahren zu begünstigen. Zudem ist ein Ende der Neuzulassungen von Autos mit Verbrennungsmotor ab 2028 unumgänglich. Zum Wohl unserer Gesundheit und der des Planeten!
                Adam Pawloff, Klima- und Energieexperte bei Greenpeace Österreich

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                  #10 Gemeinwohl-Ökonomie

                  Wenn nicht Profit und Gewinn maximiert werden, sondern Kooperation, Menschenwürde, Solidarität und ökologische Nachhaltigkeit, dann profitieren alle. In unserem Fall betrifft dies die Bauern, sie sind mehr als Lieferanten, ebenso die Mitarbeiter, die einander wertschätzen und auch unsere Fans, die mit dem Kauf eines fair gehandelten Bio-Produktes eine bewusste Entscheidung treffen. Damit zeigen wir: Es geht auch anders! Um einen transparenten Einblick zu geben, erstellen wir alle zwei Jahre die Gemeinwohlbilanz. So wird Nachhaltigkeit messbar gemacht. Würden mehr Unternehmen die Verantwortung wahrnehmen und sich nach diesen Kriterien beurteilen lassen, wäre das Tun jedes Einzelnen sichtbarer und „Greenwashing“ hätte keine Chance.
                  Johannes Gutmann, Geschäftsführer Sonnentor, Sprecher Gemeinwohl-Ökonomie

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                    #11 Energiesystem mit Erneuerbaren neu denken

                    Im Energiesektor stecken wir noch immer im fossilen Zeitalter fest. Noch immer wird darüber geredet wie die Erneuerbaren in das bestehende System integriert werden können und wann diese „marktreif“ werden. Dabei ist dies der komplett verkehrte Ansatz. Ein Energiesystem mit Erneuerbaren muss neu gedacht und neugestaltet werden. Kohle, Gas, Erdöl und Atomenergie sind bald nur mehr die Lückenfüller und fallen so früh wie möglich aus dem System. Sind diese nicht flexibel, sind sie nicht Systemkompatibel und können nicht mehr mitgeschleppt werden. Und zum Blickpunkt „Marktreife“: Erneuerbare sind bereits heute im Neubau klar die billigsten Kraftwerke. Und sobald wir den Mut aufbringen endlich das Füllhorn der Marktverzerrungen für die Klimakiller der fossilen Energiebranche zu beenden sind die Erneuerbaren auch im Betrieb rasch die günstigsten. Das würde die Energiewende extrem beschleunigen, die Energie verbilligen und als Draufgabe auch der Klimakrise die Stirn bieten.
                    Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft

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                      #12 Keine Gewalt gegen Kinder

                      Welches Problem sehen Kinder weltweit als das für sie Dringlichste an? Gute Bildung? Genug zu essen? Klimawandel? Friede, zu Hause und in der Welt? Die Antwort hat mich überrascht: Gewalt gegen Kinder, sowohl psychische als physische Gewalt, sehen Kinder überall als das mit Abstand größte Problem. Sie wollen, dass wir Erwachsenen das sehen und etwas dagegen tun. Das haben wir uns bei World Vision zur Aufgabe gemacht – weltweit, in den Gemeinschaften der Ärmsten, mit denen wir arbeiten. Nur so schaffen wir langsam den Wandel in dieser Welt.
                      Sebastian Corti, CEO World Vision Österreich

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                        #13 Kein Kind in Österreich darf länger in Armut aufwachsen

                        324.000 Kinder und Jugendliche sind armutsgefährdet. Sie haben bei ihrer Geburt ein geringes Geburtsgewicht, sind häufig in Unfälle verwickelt, klagen öfter über Bauch- und Kopfschmerzen. Nachhilfeunterricht, Förderkurse und Unterstützung bei Legasthenie können sich fast die Hälfte aller armutsgefährdeten Haushalte nicht leisten. Und so werden die armen Kinder von heute die armen Erwachsenen von morgen. Das muss sich ändern. Mit einer Kindergrundsicherung, einem monatlichen Betrag, der, je geringer das Einkommen der Eltern entsprechend höher ist, werden alle Kinder materiell abgesichert. So kann Teilhabe und Entwicklung für jedes Kind garantiert werden.
                        Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe

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                          #14 Klimakiller Verkehr revolutionieren

                          Die Klimakrise ist das drängendste Problem unserer Zeit. Sie wird verursacht und befeuert durch die aktuelle Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung: den Kapitalismus. Daher muss dieses System überwunden werden!
                          Die imperiale Lebensweise steht einem Systemwandel dabei unvereinbar entgegen. Sie basiert auf der grenzenlosen Ausbeutung von natürlichen Ressourcen und Arbeitskraft und bedeutet ein Leben in materiellem Überfluss für wenige, anstatt ein gutes Leben für alle zu ermöglichen.
                          Es müssen sich unsere Art zu Produzieren und Konsumieren gleichermaßen ändern wie unser Zugang zu Mobilität, insbesondere im Verkehrssektor, dem größten Klimafaktor Österreichs: Daher müssen Infrastruktur-Großprojekte wie die Lobauautobahn und die 3. Piste am Flughafen verhindert werden!
                          "System Change, not Climate Change"

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                            #15 Eine andere Welt gestalten! Ein gutes Leben für alle ermöglichen

                            Unser aktuelles Wirtschaftssystem baut auf Profitmaximierung, grenzenloses Wachstums und unbegrenzte Ressourcen. Angesichts der Klimakrise, der sozialen Krise und dem Aufstieg menschenfeindlicher Politik müssen wir dieses System grundlegend hinterfragen.
                            Um ein guten Lebens für alle Menschen zu erreichen müssen die Art und Weise wie, für wen und wofür wir produzieren und wie wir konsumieren an Zielen orientieren, die aus sozialer, ökologischer und demokratischer Sicht dem Gemeinwohl dienen. Dabei geht es nicht darum, ein Wirtschaftsmodell durch ein anderes - für die ganze Welt und alle Gesellschaftsbereiche gültiges - zu ersetzen. In unserer Attac-Deklaration 2010 haben konkrete Wege und Strategien beschrieben, wie unser Ziel erreichbar ist.
                            David Walch. attac Österreich

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                              #16 Unsere Haltung muss sich ändern!

                              Gemeint ist sowohl die Obsorge derjenigen, die an der Macht sind, für uns Menschen als „passive“ Masse als auch wir alle selber, das Stückchen Erde auf dem wir hausen, intakt für das Leben zu erhalten, aber ebenso unsere Reaktion auf Fehlverhalten unseren ideellen Werten wie lebenserhaltenden Ressourcen unseres Planeten gegenüber!

                              Gäbe es einen Masterplan, muss er diesen übergeordneten Punkten folgen:
                              1. Planet Erde first – seid gut zu Pacha Mama!
                              2. Umgang miteinander –eine Zuhörkultur entwickeln! Im inhaltlichen Kommunizieren, Bewertung und Beurteilung von Beobachtung
                              unterscheiden! Eigenverantwortung übernehmen und einen wertschätzenden Umgang pflegen! Das System ist Menschen gemacht und wir haben die Macht zu ändern!
                              3. Finanzielle Grundressourcen für alle Menschen schaffen und die Beteiligung an der
                              Mitgestaltung ihres Lebensumfeldes zulassen! Gewählte Politiker, Regierende eines Staates, müssen sobald sie dieses verantwortungsvolle Amt antreten auch für die Menschen, die sie nicht gewählt haben, Fürsorge tragen. Das Land ganzheitlich sehen – damit ALLE gut leben können. Ein Staat ist wie ein Korallenriff, das „saubere, nahrhafte“ Umstände braucht, um diese Vielfalt, die symbiosisch zusammenlebt, zu erhalten! Wird das Gleichgewicht gestört, stirbt ein Teil ab und das hat Auswirkungen auf das ganze System!

                              Unsere Chance liegt in und bei unseren Kindern indem wir ihnen empathisch zuhören, sie sensibel fördern und ihnen vielfältigen Raum zur Entwicklung lassen, mit Selbstbewusstsein und Eigenverantwortung, um zu einem mündigen Erdenbürger, einer mündigen Erdenbürgerin heranzuwachsen!
                              Das setzt natürlich eine Bildungspolitik voraus, die diese Ressource erkennt und investiert und sowohl das Thema ideologisch zur Nummer eins macht sowie auch mehr Geld in die Hand nimmt als bislang.
                              Andrea Willson, Pädagogin, Mutter und Obfrau Aktion 21-pro Bürgerbeteiligung

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                                #17 Bewahrung der Biodiversität

                                Klimaschutz und die Bewahrung der Biodiversität sind die wichtigsten Herausforderungen für die Umweltpolitik. Denn es geht um die Zukunft und das Leben der nachfolgenden Generationen. Die Strukturen dafür muss die Politik schaffen - sie muss sich kompromisslos und im Bündnis mit allen willigen Kräften für ein zukunftstaugliches Leben einsetzen. Naturzerstörerischem Wirtschaften mit kurzfristigen Profiten muss eine klare Absage erteilt werden.
                                Dagmar Breschar, Pressesprecherin Naturschutzbund

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                                  #18 Den Fußabdruck verkleinern, den Handabdruck vergrößern

                                  Wir leben über die Grenzen unseres Planeten und damit auf Pump. Unsere Gläubiger sind die jungen und noch kommenden Generationen sowie die Menschen im globalen Süden. Sie werden die massivsten Folgen der sich zuspitzenden Klimakrise erleben. Wer seinen ökologischen Fußabdruck verkleinert, macht einen ersten richtigen Schritt. Doch zur Wende wird das nicht reichen. Der zweite Schritt ist der Handabdruck des eigenen Engagements. Nachhaltigkeit wird sich nur durchsetzen, wenn wir Strukturen verändern. Das schaffen wir im Kleinen über Vereinbarungen in Verein, Schule, Uni oder am Arbeitsplatz - zum Beispiel zum Einkauf nachhaltiger Produkte - oder mit Anreizen zum Umstieg auf Fahrrad, Bus und Bahn. Und im Großen über mehr Druck für eine Politik, die Zukunftsfähigkeit in den Mittelpunkt stellt.
                                  Mehr zum Germanwatch Hand Print: www.handprint.de
                                  Stefan Küper, Pressesprecher der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch und Fachpromotor für Klima & Entwicklung

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                                    #19 Kinderrechte

                                    Armut in der Kindheit hat verheerende Auswirkungen auf die physische, kognitive und soziale Entwicklung von Kindern. Armut zerstört die Gegenwart der Kinder
                                    Armut zerstört die Zukunft der Kinder. Wenn Kinder nicht zur Schule gehen können, haben sie kaum Perspektiven auf eine bessere Zukunft.

                                    47% der 900 Millionen extrem armen Menschen sind Kinder. Kinderarmut hat lebenslängliche Auswirkungen, denn die Basis für ein chancenreiches Leben wird in der Kindheit gelegt – auf ihre Bildung, soziale Kompetenz, Gesundheit.
                                    Armut raubt diese Chancen.

                                    Die Kinderrechte zeigen uns, welche Bedürfnisse Kinder haben: Zum Beispiel das Recht auf ein Essen, Bildung, auf ein Dach über dem Kopf, auf Freizeit und Spiel.
                                    Jedes Kind hat das Recht auf Schutz vor Ausbeutung und ein Recht darauf zu wissen, wer seine Eltern sind. Zum Glück mussten die wenigsten von uns Hunger erleiden, Kinder sind wir aber alle gewesen. Wir können auch wieder den Blick einnehmen, was Kinder brauchen.

                                    Laut einer aktuellen Studie könnten 60 Millionen Menschen weltweit der Armut entkommen, wenn sie nur 2 Jahre länger die Schule besuchen würden.

                                    Kinderrechte haben eine universelle Gültigkeit. Diesen universellen Rechten steht eine gemeinsame Verpflichtung gegenüber, diese Rechte der Kinder auch einzulösen.

                                    Die Caritas Österreich hat sich das Ziel gesetzt, 50.000 Kindern (weltweit) ein chancenreiches Aufwachsen und den Zugang zu Bildung zu ermöglichen.

                                    Wenn Kinder Kälte und Krisen schutzlos ausgeliefert sind, ist das eine Katastrophe. Wenn Kinder nicht lernen dürfen oder können, dann hat auch das katastrophale Auswirkungen auf ihr ganzes Leben und die Gesellschaft, in der sie aufwachsen, Auswirkungen auf die Zukunft. Denn Kinder sind Gegenwart und Zukunft der Gesellschaft und eine kindervergessene Gesellschaft ist eine zukunftsvergessene Gesellschaft.
                                    Christoph Schweifer, Caritas Generalsekretär für internationale
                                    Angelegenheiten

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                                      #20 „Flying docs“

                                      Wenn man mehr als 20 Jahre in der Onkologie tätig ist, sieht man so Einiges, was im System grundlegend falsch läuft. Spitäler beklagen überlaufene onkologische Ambulanzen, KrebspatientInnen beklagen anstrengende Wegzeiten ins Spital und lange Wartezeiten bzw. Verweildauer in den Tagesambulanzen. Was wir brauchen ist ein völliges Umdenken. Die Medizin sollte patientenorientierter werden und sich vermehrt zum Patienten „bewegen“. Aufbauend auf den – leider zu gering vorhandenen mobilen Palliativteams – sollte man couragiert ein Pilotprojekt starten, in dem Ärzte zu Krebspatienten nach Hause kommen (und z.B. die Blutabnahme vornehmen, die man für die Verabreichung der nächsten Chemotherapie braucht) und unter bestimmten Voraussetzungen auch Therapien zu Hause verabreichen können. So könnte man den (verständlicherweise) zunehmend frustrierten jungen ÄrztInnen eine motivierende und befriedigende Aufgabe geben und Krebspatienten sehr viel an unnötiger Warte- und Aufenthaltszeit ersparen und damit wertvolle Lebenszeit schenken, die sie besser verbringen können.
                                      Doris Kiefhaber, Österreichische Krebshilfe

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                                        #21 Gesundheit ab Geburt

                                        Wir wissen heute, dass Gesundheit kein Zufall ist. Wesentlich mehr an Veranlagungen als bisher angenommen werden über Generationen weitergegeben und im Mutterleib geprägt! Ist eine schwangere Frau zum Beispiel Hunger, Traumatisierungen, Umweltbelastungen, enormem Stress oder Gewalt ausgesetzt oder konsumiert sie selbst Alkohol und Nikotin, so hat das Folgen für das ganze spätere Leben des Kindes in ihr … und auch noch für die Enkel.
                                        Diese Erkenntnisse sollen nun nicht einer werdenden Mutter noch mehr Verantwortung aufbürden. Nein, ich finde, sie sind ein klarer Auftrag: Tun wir alles in unserer Hand und Macht liegende, damit es schwangeren Frauen und Kindern gut geht. Wir sorgen damit für eine Generation, die ihr Potenzial zur Lösung der großen globalen Probleme nutzen kann!
                                        Martina Kronthaler, Generalsekretärin aktion leben

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                                          #22 Was muss sich grundlegend ändern?

                                          Herr und Frau Österreicher sitzen gerne vorm TV-Programm, lästern über die Welt und was nicht alles ANDERE dagegen tun sollten. Wir sind WELTMEISTER in Erwartungen an die Politik schüren. Mist auf der Straße – wo bleibt die Gemeinde? Bildungsmisere – wo bliebt der Minister? Mein Nachbar redet nicht mit mir – wo bleiben staatliche Integrationskurse? Regelmäßig meinen wir, der Staat versage bei uns wichtigen Themen.
                                          Was wäre, wenn wir unsere Probleme selbst lösen? Was wäre, wenn wir Integration, Bildung und Umwelt selbst ein Stück besser machen – uns engagieren! „Frage nicht, was Dein Land für Dich tun kann – frage, was Du für Dein Land tun kannst.“ sagte einst John F. Kennedy. Eigeninitiative ist gefragt! Dies kann der Staat nicht ersetzen. Genau so wenig wie Engagement den Staat ersetzen kann. Ein sowohl als auch ist gefragt. Dies würde zu einer besseren Politik führen! Wenn diese das endlich einsehen und das Engagement der Bürger fördern würde! Aber jetzt rufe ich ja selbst schon nach „mehr Staat“.
                                          Günther Lutschinger, Fundraising Verband Austria

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                                            Geschrieben von Helmut Melzer

                                            Als langjähriger Journalist habe ich mir lange die Frage gestellt, was denn aus journalistischer Sicht tatsächlich Sinn machen würde. Meine Antwort darauf siehst Du hier: Option. Auf idealistische Weise Alternativen aufzeigen – für positive Entwicklungen unserer Gesellschaft.

                                            Der #Nachwuchs steht auf #Natur!…

                                            Addis Ababa goes traffic free for a day