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Textilgift: Greenpeace bewertet Textilfirmen

Auf der Online-Plattform „Detox-Catwalk“ überprüft die unabhängige Umweltschutzorganisation 19 führende Modemarken vor allem hinsichtlich des Einsatzes von giftigen Chemikalien. Inditex (Zara), H&M und Benetton schätzt Greenpeace als Trendsetter für eine saubere Textilproduktion. Mit gefährlichen Chemikalien produzieren hingegen weiterhin Esprit, Nike, LiNing und Victoria‘s Secret.
„Giftige Chemikalien haben in Alltagskleidung und Schuhen nichts zu suchen“, sagt Nunu Kaller, Konsumentensprecherin und Textilexpertin von Greenpeace Österreich: „Zara, H&M und Benetton beweisen, dass eine schadstofffreie Produktion für Unternehmen jeder Größe möglich ist.“ Alle geprüften Unternehmen haben sich der Textilkampagne „Detox“ von Greenpeace angeschlossen und die Umstellung auf eine saubere Produktion bis zum Jahr 2020 zugesagt.
Mit noch lückenhaftem Management von Chemikalien sind zwölf Firmen im Mittelfeld gelistet, darunter Adidas, Levis, Primark und Puma. Die vier Marken der letzten Kategorie (Esprit, Nike, Li-Ning und Limited Brands) zeigen keine echte Bereitschaft, zu entgiften. Sie setzen weiterhin umwelt- und gesundheitsschädliche Stoffe wie per- und polyfluorierte Chemikalien (PFCs) ein. „Die Hinhaltetaktik von Konzernen wie Nike und Esprit ist nicht hinnehmbar“, sagt Kaller: „Bis 2020 schaffen sie es so ganz sicher nicht, giftfreie Mode zu garantieren.“ In Ländern mit textiler Massenproduktion ist vor allem die Wasserverschmutzung ein drängendes Problem für die Menschen. Giftige Chemikalien, die Modefirmen zum Färben und Ausrüsten von Textilien einsetzen, belasten Gewässer und Trinkwasserreserven. In den großen Städten Chinas – dem Land mit der größten Textilproduktion – sind über 60 Prozent der Trinkwasserreserven ernsthaft verschmutzt.

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Geschrieben von Helmut Melzer

Als langjähriger Journalist habe ich mir lange die Frage gestellt, was denn aus journalistischer Sicht tatsächlich Sinn machen würde. Meine Antwort darauf siehst Du hier: Option. Auf idealistische Weise Alternativen aufzeigen – für positive Entwicklungen unserer Gesellschaft.

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