Elektromobilität entwickelt sich: Akkus & Laden über Neutrinos (11/37)

List item
Approved

Kürzlich erregte der japanische Technologiekonzern Toshiba Aufmerksamkeit in Sachen E-Mobilität: Die neu entwickelte Super Charge Ion Battery (SCIB) könne in nur sechs Minuten für eine Fahrreichweite von 320 Kilometer aufgeladen werden. Unter Verwendung einer Titan-Nioboxid-Anode ergebe sich nicht nur eine doppelt so hohe Kapazität, sondern auch ein geringeres Risiko der Überladung. Selbst nach 5.000 Aufladungen soll die Batterie noch über 90 Prozent der ursprünglichen Kapazität verfügen. Damit wäre ein weiterer Meilenstein erreicht. Die Reichweite ist entscheidend für die Akzeptanz und damit für den Durchbruch der E-Mobilität.
In diese Zusammenhang hat die deutsche Neutrino Energy Group mit einem ganz anderen Konzept aufhorchen lassen: Die neue deutsche Automarke Pi beruht auf einer revolutionären neuartigen Technologie, die zumindest theoretisch ohne Batterie und ohne Ladekabel auskäme – also ohne die Notwendigkeit, an Ladestationen nachzuladen. Die kleinen Batterien, die eingesetzt werden, dienen lediglich als Puffer, um hohe Belastungsspitzen – zum Beispiel bei Überholvorgängen – abzufangen oder überschüssig gewandelte Energie zwischenzuspeichern. Die Fahrzeuge der Marke mit dem griechischen Zeichen für Pi – die Zahl steht für Unendlichkeit – besitzen einen Energiewandler, dessen Energie aus Licht (Photovoltaik) oder anderen Strahlen (Neutrinos) der Sonne stammt und deren Strahlungsenergien nahezu unendlich sind. Wann und ob die neue Technologie kommt, steht noch nicht fest. Aktuell wird an ersten Designstudien gearbeitet.
Das Konzept im Detail: Pro Sekunde und Quadratzentimeter kommen Schätzungen zur Folge mindestens zehn Mrd. Neutrinos (kleinste hochenergetische Teilchen) auf unserem Planeten 24 Stunden am Tag ununterbrochen an. Das bedeutet, unabhängig vom Standort (auch bei völliger Dunkelheit) steht diese Energie überall zur Verfügung; wir müssen dezentral nur neue Techniken entwickeln und nutzen, um diese Energie in Strom umzuwandeln (analog der Photovoltaik, wo sichtbare Strahlung der Sonne in Energie umgewandelt wird).
Stark auf Sonnenenergie setzt auch die neue deutsche Automarke Sono Motors. Durch die dynamische Integration von Solarzellen in die Karosserie des Sion (Bild) sollen neue Maßstäbe gesetzt werden. Die eigentliche Besonderheit der Karosserie sind die Solarzellen, die sich auf beiden Seiten, dem Dach, dem Heck und der Motorhaube befinden. Bisher sind über 6.300 Vorbestellungen (Stand Juni 2018) eingelangt, der Sion kann aktuell auch getestet werden.

Schreibe einen Kommentar

Geschrieben von Helmut Melzer

Als langjähriger Journalist habe ich mir lange die Frage gestellt, was denn aus journalistischer Sicht tatsächlich Sinn machen würde. Meine Antwort darauf siehst Du hier: Option. Auf idealistische Weise Alternativen aufzeigen – für positive Entwicklungen unserer Gesellschaft.

Neue Sensortechnik lässt Roboter „fühlen“

eSports: Computerspielen ist einträgliche Berufstätigkeit